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Ein deutscher Arzt in Indonesien trifft auf eine kühl-faszinierende Engländerin mit dem dringenden Wunsch nach einer diskreten Abtreibung – der Auftakt zu einer Achterbahnfahrt der Leidenschaft voller Dramatik und menschlicher Abgründe. Ein Fall für die Couch von Sigmund Freud – oder den psychologischen Tiefenblick des großartigen Erzählers Stefan Zweig.


Hardcover, Pappband, 96 Seiten, 12,2 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7306-1115-9
Erschienen am  24. January 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Der Amokläufer

Von: Frau Lehmann liest

07.03.2022

Mit ca 17 Jahren habe ich Stefan Zweig entdeckt und, wie man das in dem Alter so macht, mich durch sein Werk gefräst. Ich mochte die Sprache, auch wenn sie für heutige Ohren umständlich erscheinen mag, die Dichte der Texte. Dreißig Jahre später bin ich erneut über Zweig gestolpert und habe mich gefragt, will ich das wirklich lesen? Will ich das Risiko eingehen, die Sprache schwülstig zu finden, die Begeisterung nicht mehr nachvollziehen zu können? Es fing gut an: eine Schiffsreise, ein rätselhafter Mitreisender. Aber dann das Thema der Novelle, eine Abtreibung. Und ich dachte, nun kommt all das, was ich nicht mehr lesen möchte von Männern, die über weibliche Körper entscheiden, über gefallene Frauen und mangelnde Moral, über vom Himmel gesendete Bestrafungen für ausschließlich weibliches Fehlverhalten. Es hätte ja zur Zeit gepasst. Aber nein, so simpel gestrickt ist Zweig nicht. Und das hat mich unglaublich gefreut. Ich weiß, was die Siebzehnjährige in ihm gesehen hat und dreißig Jahre später ist es immer noch da: die Sprache und die Dichte, große Literatur.

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Vita

Stefan Zweig

Stefan Zweig (1881–1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Seit 1938 auf der Flucht, lebte der engagierte Pazifist und Humanist zuletzt in Brasilien, wo er zusammen mit seiner Ehefrau Selbstmord beging.

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