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Erstmals auf Deutsch: ein unvollendetes Frühwerk des großen US-Klassikers!

Der große Edgar Allan Poe als literarischer Stimmenimitator und Erzschelm: In seinem hier erstmals auf Deutsch erscheinenden Geschichtenreigen «Tales of the Folio Club» brilliert der US-Klassiker mit extravaganten Teufelsburlesken, schrägen Gothic Novels, spleenigen Piratenabenteuern und launigen Gruselmärchen.

Parodistisch nimmt der hochbegabte Jungautor sämtliche Schreibmoden seiner Zeit auf die Schippe und zettelt ein doppelbödiges, zwischen Hommage und Satire angesiedeltes Spiel an. Die bekanntesten «Opfer» seines jugendlich-genialen Übermuts sind die Größen der angloamerikanischen Literatur im frühen 19. Jahrhundert: Thomas Moore, ein Freund Lord Byrons, Washington Irving oder Samuel Taylor Coleridge. Und auch einen selbstironischen Cameo-Auftritt gönnt sich Mr. Poe. Dank Herausgeber Rainer Bunz, der die «Tales of the Folio Club» kundig rekonstruiert und kommentiert hat, lässt sich das Debüt des amerikanischen Kultautors in seinem Anspielungsreichtum erstmals auf Deutsch entdecken.

»Grossartige Jugendsünden von Edgar Allan Poe.«

NZZ Neue Zürcher Zeitung, Werner von Koppenfels (23. December 2021)

Aus dem Englischen von Rainer Bunz
Originaltitel: The Tales of the Folio Club
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-26725-4
Erschienen am  27. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Eine fundierte Edition mit abwechslungsreichen Erzählungen

Von: eschenbuch

16.11.2021

„Die Erzählungen des Folio Club“ ist ein Frühwerk von Edgar Allan Poe, das fragmentarisch überliefert ist. Es versammelt elf Erzählungen, die in eine Rahmenhandlung eingebettet sind: Die Mitglieder des Folio Clubs treffen sich, ähnlich wie E.T.A. Hoffmanns Serapionsbrüder, um sich gegenseitig ihre literarischen Stücke zu präsentieren. Während die Erzählungen vollständig überliefert sind, existiert die Rahmenhandlung in Form einer kurzen Vorrede nur in einem fragmentarischen Zustand. Die Erzählungen entstammen den verschiedensten Genres. So finden sich humoristische Erzählungen („Wie man Geld auftreibt oder: Schwindeln als eine der exakten Wissenschaften betrachtet“), Gruselgeschichten in romantischer Tradition („Der Geisterseher“, „Siope“, „Metzengerstein“), burleske Teufelshändel („Ein geplatzter Handel“, „Der Herzog de l’Omelette“) und historische Erzählungen („Epimanes“, „Eine Geschichte aus Jerusalem“).  Daneben existiert eine Geisterschiffgeschichte („Das Manuskript in der Flasche“) und jeweils eine absurd-komische Erzählung über den Scheintod („Ein entschiedener Verlust“) und die Nasen-Wissenschaft („Berühmt – Eine Erzählung“). So unterschiedlich die Erzählungen auch sind: Geeint werden sie durch ihren satirischen Charakter, der auf einem hohen Niveau angesiedelt ist. Der junge Poe spielt mit Genretraditionen und persifliert diese, versteckt in seinen Figuren reale Vorbilder (v.a. Autoren) und baut Referenzen zu anderen literarischen Werken ein. Da diese satirischen Züge vergleichsweise diffizil sind, ist vieles davon aus heutiger Perspektive nicht leicht ersichtlich/erkennbar. Umso verdienstvoller ist die Arbeit von Rainer Bunz, dem Herausgeber „Der Erzählungen des Folio Club“: In einem detaillierten Anmerkungsapparat werden intertextuelle Verweise, Fremdwörter, Personen und Zitate erklärt; ein ausführliches Nachwort kontextualisiert die einzelnen Novellen vor dem Hintergrund ihrer Genretradition und erläutert den jeweiligen satirischen Zug (Anmerkungen und Nachwort nehmen ungefähr 1/3 der Manesse-Ausgabe ein). Eine weitere Besonderheit der Manesse-Ausgabe ist, dass die elf Erzählungen erstmals in Erstfassung ins Deutsche übersetzt worden sind (Im Deutschen existieren bisher nur Übersetzungen späterer Fassungen der Erzählungen, in denen Poe Hinweise auf den Erzählkontext des Folio Club tilgte). Insgesamt ist „Die Erzählungen des Folio Club“ eine wissenschaftlich fundierte Edition von Poes frühen Erzählungen, die sowohl inhaltlich abwechslungsreich sind als auch mit Witz erzählt werden.

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Lyrische Satire

Von: Gute Seiten Schlechte Seiten

11.11.2021

Eine wunderschöne Ergänzung unserer Manesse Bibliothek sind „Die Erzählungen des Folio Club“ von Edgar Allen Poe. Und so treffen sich die Mitglieder des Folio Clubs, um sich literarisch auszutauschen. Satirisch, fantastisch und humorvoll. In 12 Geschichten wird sich gegruselt, dem Teufel oder einem Geisterschiff begegnet, der Wissenschaft der Nase auf den Grund gegangen oder der Scheintot überwunden. Das Ganze ergänzt durch die Anmerkungen des Herausgebers Rainer Bunz. Zum immer wieder hineinblättern.

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Vita

Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poe (1809-1849) ist die schillerndste amerikanische Dichterpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts. Er wurde als Sohn zweier Schauspieler in Boston geboren, wurde jedoch schon im Alter von zwei Jahren zur Waise und wuchs im Haus des Kaufmanns John Allen auf. 1815-1820 ging er in London zur Schule, kehrte im Alter von elf Jahren in die USA zurück. Er studierte in Charlottesville, Virginia, war vier Jahre bei der Armee und arbeitete dann als Journalist und Herausgeber verschiedener Zeitschriften in Richmond, New York und Philadelphia. Von 1836 bis zu ihrem frühen Tod 1847 war er mit seiner Cousine Virginia Clemm verheiratet. Nach einem bewegten, größtenteils in Armut verbrachten und vom Alkoholismus überschatteten Leben starb Edgar Allan Poe vierzigjährig in Baltimore.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Um wirklich den ganzen Poe zu erfassen, lese man seine frühen, zwischen 1830 und 1835 entstandenen ›Erzählungen des Folio Club‹, die Rainer Bunz ediert, ins Deutsche übersetzt und vorzüglich kommentiert hat!«

Die Rheinpfalz, Beilage LEO, Kai Scharffenberger (02. December 2021)

»Nun liegen die Erzählungen, ausführlich kommentiert und mit einem informativen Nachwort von Rainer Bunz, der viele versteckte Bezüge der Zeit und der Poeschen Gegenwartsliteraturszene aufdeckt, erstmals vollständig vor. ... Diese Edition enthält alle Erstfassungen der zwölf stories, alle gut ins Deutsche gebracht. ... Zusammen: eine feine, erfreuliche Ergänzung des OEuvres von Edgar Allan Poe.«

Buchkultur (A), Heft 5/2021, Alexander Kluy (01. October 2021)

»Tatsächlich war in den Arbeiten, die der Herausgaber als Beträge für das ›Folio-Projekt‹ einstuft, schon viel von dem enthalten, das man auch mit dem späteren Werk Poes verbindet, allen voran die Obsession für einen Schwebezustand zwischen Leben und Tod.«

FAZ Frankfurter Allgemeine, Tilman Spreckelsen (02. December 2021)

»Herausgeber Rainer Bunz hat die Originaltexte wieder zusammengetragen und erstmals ins Deutsche übersetzt. In dieser Rekonstruktion lässt sich nun ein witziger und belesener junger Poe entdecken, der die literarischen Moden um 1830 mit ihren Schauer- und Seefahrergeschichten satirisch aufs Korn nimmt. Beim Verständnis der zahlreichen Anspielungen helfen kundig ein Stellenkommentar und ein Nachwort.«

Heilbronner Stimme, Christoph Feil (18. December 2021)

»Ein Frühwerk, das jetzt zum ersten Mal vollständig in deutscher Übersetzung erschienen ist und in dem der Autor sich weniger als der Großmeister des Unheimlichen zeigt, als der berühmte literarische Zeremonienmeister menschlicher Ängste und Abgründe – sondern vielmehr als launiger Humorist und scharfzüngiger Parodist.«

»Mit jugendlichem Übermut spießt Poe die Marotten der damaligen Platzhirsche auf und treibt seine (Sprach-)Spielchen mit den Ränkespielen der (Schreib-)Mächtigen. Teuflisch und doppelbödig war der Autor bereits damals; Gift, Galle und Schwefel strömten ihm gleichsam aus der Feder. Das Lesevergnügen ist groß!«

Kleine Zeitung (A), Literatur-Newsletter, Bernd Melichar (23. October 2021)

»Edgar Allan Poe war ein Schriftsteller, ein facettenreiches und vielfältiges Genie, der die Gattung der Kriminalliteratur und Horrorliteratur prägte. Er ist dabei ein Meister der Kurzgeschichte geworden.«

Der phantastische Bücherbrief (01. October 2021)

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