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Klara und die Sonne

Roman

Bestseller Platz 20
Spiegel Hardcover Belletristik

Hardcover
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Der neue Roman des Nobelpreisträgers

Klara ist eine künstliche Intelligenz, entwickelt, um Jugendlichen eine Gefährtin zu sein auf dem Weg ins Erwachsenwerden. Vom Schaufenster eines Spielzeuggeschäfts aus beobachtet sie genau, was draußen vor sich geht, studiert das Verhalten der Kundinnen und Kunden und hofft, bald von einem jungen Menschen als neue Freundin ausgewählt zu werden. Als sich ihr Wunsch endlich erfüllt und ein Mädchen sie mit nach Hause nimmt, muss sie jedoch bald feststellen, dass sie auf die Versprechen von Menschen nicht allzu viel geben sollte.

KLARA UND DIE SONNE ist ein beeindruckendes, berührendes Buch und Klara eine unvergessliche Erzählerin, deren Blick auf unsere Welt die fundamentale Frage aufwirft, was es heißt zu lieben.

»Ishiguro beschert uns ein literarisches Wunder.«

NZZ am Sonntag, Markus Gasser (14. March 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
Originaltitel: Klara and the Sun
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-89667-693-1
Erschienen am  15. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Rezensionen

Orell Füssli Thalia AG

Von: Pauline Rose Gonin aus Bern

08.06.2021

Da ich vorher weder etwas von Ishiguro gelesen und nur wenig von ihm gehört habe, war es ein kleiner Sprung ins kalte Wasser (im positiven Sinne, wie sich schließlich herausstellte). Im Gespräch mit FreundInnen und MitarbeiterInnen bekam ich ausschließlich gute Eindrücke von Ishiguros Texten zu hören, weshalb ich mich selbst davon überzeugen wollte. Und das hat die Geschichte von Klara schließlich auch geschafft. Ishiguro schafft es tatsächlich, das "Denken" dieser K.I. so zu beschreiben, dass man sich fast fragt, ob er selber solche Maschinen kennt. Bis ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich nicht genau, wie ich mir solche Roboter vorstellen musste. Nachdem ich es gelesen hatte, dachte ich; Genau so habe ich mir eine K.I. vorgestellt. Vielleicht habe ich diesen Eindruck auch einfach, weil ich mich mit dieser Thematik noch nicht eingehend beschäftigt habe. Klaras starke emphatische Veranlagung, aber eben auch die Tatsache, dass sie wie ein Kind jeden Prozess erst einmal durchleben und so lernen muss und sich selber durch Erfahrungen und Gespräche optimiert, machen sie zu einer Figur mit der ich als Mensch sehr stark sympathisieren kann. Die unterschwellig offensichtliche Kritik am perfekten Menschen bringt mich an einen Punkt, an dem ich mich zwar auf ein Zeitalter der K.I.s freue und gleichzeitig auch eine gute Portion Respekt mitnehme. Ich glaube nicht an einen perfekten Menschen und ich finde es ehrlich schön, das Kazuo Ishiguro dieses Thema an der ekligsten Stelle ans Licht bringt und dem Leser vors Gesicht hält: Wenn Eltern sich nicht perfektionieren konnten, müssen ihre Kinder dran glauben. Nicht zum Wohle des Kindes, sondern um den Ehrgeiz der Eltern zu befriedigen. Und genau das spiegelt auch eine gewisse Realität wieder, in der wir leben. Eine Realität, die definitiv auch hinterfragt werden sollte. Eben das, was Ishiguro auch tut wie ich finde. Unter anderem mit Klara, die alles andere als perfekt ist. Zwar ist der Roman eigentlich ohne viel Hektik und sehr gemütlich geschrieben - kontrovers dazu steht allerdings Klaras dringlicher Wunsch, Jodies Leben zu retten. Hierbei finde ich eben gerade interessant, dass Klara Jodie auf eine Art anerkennt, die wir Menschen vielleicht als Liebe definieren würden. Es bringt eine spannende Frage auf, nämlich; "Was ist Liebe eigentlich?". Damit stellen sich schließlich auch Fragen wie; "Wie wird Liebe gezeigt?" und "Wie muss eine Beziehung gestaltet sein, damit wir von Liebe reden?" und auch "Kann Klara als K.I. so etwas wie Liebe empfinden?" Natürlich lässt sich die letztere Frage sehr unterschiedlich beantworten. Eine interessante Zwischendurch-Lektüre, die einem mehr zum Denken anregt, als man vielleicht zuerst erwarten würde.

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Intelligent und mitreissend

Von: Kat

05.06.2021

Ich habe mir mehr vom Worldbuilding, dem Konzept der künstlichen Intelligenz und den Ishiguros üblichen Beobachtungen über die Menschheit erwartet. Mehr will ich nicht sagen und ihr solltet es selbst lesen, wenn ihr wollt oder Ishiguro magt!

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Vita

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.

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Barbara Schaden

Barbara Schaden studierte Romanistik und Turkologie in Wien und München, arbeitete anschließend als Verlagslektorin und ist seit 1992 freiberufliche Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. Sie übersetzt neben Kazuo Ishiguro unter anderem Patricia Duncker und Nadine Gordimer. Barbara Schaden lebt in München.

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Links

Pressestimmen

»'Klara und die Sonne‘ zeigt den Literaturnobelpreisträger auf der Höhe seiner Kunst.«

Berliner Morgenpost, Felix Müller (13. March 2021)

»Brillant und berührend.«

FOCUS (13. March 2021)

»Der in Japan geborene Brite verbindet Zugänglichkeit mit Anspruch zu etwas, das zu Recht Grenzen überschreitende Weltliteratur genannt werden kann.«

NZZ, Tobias Sedlmaier (16. March 2021)

»Kazuo Ishiguros Roman ist ein unaufdringliches Plädoyer für Glaube, Liebe und Hoffnung in einer durch und durch technologisierten Zeit.«

Nürnberger Nachrichten, Welf Grombacher (15. March 2021)