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Kazuo Ishiguro

Damals in Nagasaki

Roman

(4)
Paperback
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Nagasaki, Anfang der Fünfzigerjahre: Die Zerstörungen des Krieges sind der Stadt immer noch anzusehen, doch zwischen den Ruinen entstehen bereits neue, moderne Hochhäuser. In einem von diesen lebt Etsuko, zusammen mit ihrem Mann Jiro. Während dieser verbittert versucht Karriere zu machen, kümmert sich Etsuko um den Haushalt. Unterhaltung hat sie wenig, oft steht sie am Fenster und beobachtet, wie sich die Welt um sie herum verändert. Eines Tages zieht eine Frau in die Holzhütte unten am Fluss ein, zusammen mit ihrer kleinen Tochter. Etsuko freundet sich mit den beiden an und muss bald feststellen, wie ihre Nachbarin über ihrem Traum vom Glück mit einem amerikanischen Soldaten mehr und mehr ihr Kind vergisst.


Aus dem Englischen von Margarete Längsfeld
Originaltitel: A Pale View of Hills
Originalverlag: btb / Faber & Faber, London
Paperback , Klappenbroschur, 224 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-89667-699-3
Erschienen am  15. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein toller Roman des Nobelpreisträgers

Von: Bibliokate

29.12.2021

Kazuo Ishiguro, geboren 1954 in Nagasaki erzählt in seinem frühesten Roman die Geschichte zweier Frauen in einer nach dem 2. Weltkrieg zerstörten Stadt. Er erzählt vom Traum von einem besseren Leben. Etsuko, frisch verheiratet ist bestrebt eine gute Ehefrau und Mutter zu werden, ganz wie es den Traditionen in ihrem Heimatland entspricht. Saschiko, träumt von einem besseren Leben für sich und ihre Tochter und hat nur ein Ziel: Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, und das Land aus dem der Mann stammt den sie liebt. Die beiden Frauen Freunden sich an und damit wird auch Saschikos Tochter, ein unbändiges undurchsichtiges Kind, das, schwerstens traumatisiert dadurch Zeuge eines Kindsmordes geworden zu sein, ein wichtiger Teil der Erzählung. Der Roman handelt von Zusammenhalt, Hoffnung auf ein besseres Leben in einer vom Krieg schwer verwüsteten, besetzten Stadt. Aber auch davon das, wenn man zusammen hält etwas großartiges neues entstehen kann und man lernen kann mit der Vergangenheit und den erlebten Verlusten, Verletzungen und Traumata weiterzuleben so gut es geht und irgendwie weiterzumachen. Zum Autor: Kazuo Ishiguro wurde am 8.November 1954 in Nagasaki, Japan geboren. 2017 erhielt Ishiguro den Literaturnobelpreis. Er schrieb bis jetzt 8 Romane und einige Erzählungen. Heute lebt Ishiguro mit seiner Frau und seiner Tochter in London. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ishiguros Sprache ist sehr klar, die Geschichte war sehr interessant, man fühlt beim Lesen allerdings immer wieder eine Art Bedrohung innerhalb der Geschichte, so als würde eine große Katastrophe folgen.

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Ishiguros japanischster Roman

Von: schillerbuch

12.01.2021

Der Inhalt Ich wähle wieder die Inhaltsangabe des Verlages: „Nagasaki, Anfang der Fünfzigerjahre: Die Zerstörungen des Krieges sind der Stadt immer noch anzusehen, doch zwischen den Ruinen entstehen bereits neue, moderne Hochhäuser. In einem von diesen lebt Etsuko, zusammen mit ihrem Mann Jiro. Während dieser verbittert versucht Karriere zu machen, kümmert sich Etsuko um den Haushalt. Unterhaltung hat sie wenig, oft steht sie am Fenster und beobachtet, wie sich die Welt um sie herum verändert. Eines Tages zieht eine Frau in die Holzhütte unten am Fluss ein, zusammen mit ihrer kleinen Tochter. Etsuko freundet sich mit den beiden an und muss bald feststellen, wie ihre Nachbarin über ihrem Traum vom Glück mit einem amerikanischen Soldaten mehr und mehr und mehr ihr Kind vergisst.“ (© Heyne Verlag) Meine Meinung In einer der ganz wenigen Rezensionen, die im Netz zu finden sind, ist zu lesen, daß dieser bereits 1982 erschienene Roman von Ishiguro sein japanischster sei. Und so hatte ich eine Art Déjà-vu und erinnerte mich an den Roman von Marion Poschmann „Die Kieferninseln“, der ebenfalls in Japan spielt und mit dem ich mich schwer tat. Japan ist mir eben leider doch recht fremd und ich freute mich auf den Abend im Lesekreis, für das ich das Buch gelesen hatte, und den Austausch, von dem ich mir erhoffte, manches besser zu verstehen. So war es auch dieses Mal. Manches, was nicht nur mir rätselhaft erschien, blieb es, anderes konnten wir klären. Mit der Geschichte von Etsuko tauchen wir tief ein in die Nachkriegszeit. Noch ist Japan besetzt von den Amerikanern, die Einwohner von Nagasaki sind traumatisiert, denn es gibt kaum eine Familie, die nicht Angehörige im Bombeninferno verloren hat. Aber es gibt auch Hoffnung, die Wirtschaft boomt und die jüngere Generation begehrt auf gegen die strenge japanische Tradition. Auch in Etsukos Familie zeigt sich dieser Generationenkonflikt zwischen ihrem Mann und dessen Vater. Das Paar erwartet sein erstes Kind und während Jiro auf Arbeit ist, freundet sich Etsuko mit der Frau an, die in eine Hütte neben der Siedlung einzieht. Immer wieder passt sie auf die Tochter von Sachiko auf, während diese sich mit ihrem amerikanischen Freud trifft. Mariko ist schwierig, oft aggressiv und ganz offensichtlich traumatisiert. Als Sachiko mit ihr und dem Amerikaner in dessen Heimat gehen möchte, wehrt das Kind sich mit Händen und Füssen dagegen. Das alles erzählt Ishiguro in einer ruhigen Sprache. Vieles wird nur angedeutet, so wie in Japan vieles auch nicht offen ausgesprochen wird. Die Schachpartien, die Jiro und sein Vater während eines ausgedehnten Besuches miteinander spielen, sind nur Fassade für eine ganz andere Auseinandersetzung. Auch Etsuko zeigt sich gegen Ende des Romans von einer ganz anderen Seite, die auf das bisher Erzählte ein völlig neues Licht wirft. Eingebettet ist diese Erzählebene in eine Rahmenhandlung: Etsuko lebt in England, ihr zweiter Mann ist tot und ihre Tochter aus erster Ehe, Keiko, hat sich vor kurzem das Leben genommen. Etsuko und ihre Tochter aus zweiter Ehe, Niki, verbringen 5 Tage miteinander, in denen sich Etsuko zurückerinnert an die Zeit in Nagasaki, jedoch ohne mit Niki darüber zu sprechen. Warum Etsuko Japan verlassen hat, was mit ihrem ersten Mann geschehen ist – all das erfahren wir nicht, wir können uns lediglich aus Andeutungen Gedanken machen. Ob diese Gedankenspiele jedoch zutreffen, das erfahren wir nicht. Fazit: In der Tat – ein sehr japanischer Roman. Aber in interessantes Stück Literatur über den Bruch alter Traditionen, über traumatisierte Menschen, Trauer und Schuld. Lesenswert für alle, die bereit sind, sich auf eine ganz andere Kultur einzulassen.

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Vita

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.

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