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Juli Zeh

Über Menschen

Roman

Über Menschen
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Trauen wir uns, Mensch zu sein?

Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie musste dringend raus aus der Stadt, auch wenn sie nicht genau weiß, wovor sie auf der Flucht ist. Großstadt, Lockdown, stressiger Job, ein übereifriger Freund, dazu Donald Trump, Brexit und Rechtspopulismus – wann ist die Welt eigentlich dermaßen durcheinander geraten? Dass Bracken, dieses kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht die ländliche Idylle ist, von der manche Städter träumen, war Dora klar. Alle haben sie vor der Provinz gewarnt. Jetzt sitzt sie trotzdem hier, in einem alten Haus auf einem verwilderten Grundstück, mit einem kahlrasierten Nachbarn hinter der Gartenmauer, der sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Doch dann passieren Dinge, die ihr Weltbild ins Wanken bringen. Sie trifft Menschen, die in kein Raster passen, und steht vor einer Herausforderung, die Antwort auf die große Frage verlangt, worauf es im Leben eigentlich ankommt.

Juli Zehs neuer großer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart und den Menschen, die sie hervorbringt. Von ihren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten. Und von ihren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn sie sich trauen, Mensch zu sein.


Originaltitel: Über Menschen
Originalverlag: Luchterhand Literaturverlag
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77219-3
Erscheint am 10. August 2022
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Rezensionen

Die Autorin sieht genau hin.

Von: kvel

14.02.2022

Text von der Verlagshomepage: Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein. »Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.« Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021) Meine Meinung – Achtung es wird aus dem Inhalt berichtet: Also ehrlich gesagt störte mich schon einiges in der Erzählung: Dass die Protagonistin sich mehr oder weniger des Mädchens annimmt. Ich fragte mich die ganze Zeit „Was ist mit der Mutter des Mädchens?“. Ich verstand auch nicht den Zustand des Hauses des Nazi-Nachbarn. Oder was soll das für eine Familienbeziehung zwischen der Protagonistin und ihrem Vater sein. Und wieso sollte sie so große Geldsorgen haben; und warum funktioniert ohne Geld dennoch alles irgendwie. Aber gut, das sind meine Probleme. Sehr gut gelungen fand ich jedeoch, die Entwicklung, die die Protagonistin durchgemacht hat – und ich empfand diese Entwicklung auch keineswegs als unlogisch oder konstruiert. Richtig gut fand ich in diesem Zusammenhang, die Beschreibungen bzgl. den großstädtischen Gutmenschentum, das sich in all seiner Rigorosität und Unbarmherzigkeit nur um das eigene Ego kreist. Während auf dem Lande sich alle Lebenswirklichkeiten im Kleinen tummeln – und jeder Betroffene auf die eine oder andere Weise versucht mit dem Leben klar zu kommen. Diese Herausarbeitungen fand ich wiklich sehr gelungen. Fazit: Lesenswert.

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Knackiger Titel, gut und schnell lesbar

Von: mariesbookishworld

12.02.2022

Juli Zeh nimmt den Leser mit auf zwei diametral entgegengesetzte Milieustudien zu Beginn der Corona Lockdown Zeit. Einmal ein Kreuzberger Intellektuellenpärchen, alle Klischees erfüllend und in ihrer Haltung zu Corona und den getroffenen Maßnahmen eher gegensätzlich bis extrem. Auf der anderen Seite eine eingeschworene Dorfgemeinschaft in der Prignitz, ein Sehnsuchtsort eingesperrter Großstadtbewohner mit allen denkbaren und undenkbaren Charakteren einer 30% AfD-Wählerschaft. Dora eine Werbegraphikerin zieht der Liebe wegen mit einem Online-Journalisten zusammen. Dieser wiederum belächelt die Tätigkeit seiner Partnerin, da er als Prophet der Apokalypse seinen Job als Weltrettung sieht. Aus dieser Situation kann sich Dora entziehen, da sie ein Gutsverwalterhaus in der Prignitz erwerben konnte. Sie verschwindet in die Provinz ohne ihrem Partner Dauer und Ort mitzuteilen. Der gewählte Zufluchtsort erweist sich als der komplette Gegenentwurf zu dem Stadtleben und es zeigt sich umgehend, dass eine Existenz dort ohne die Akzeptanz des Nachbarn auch mit seinen abzulehnenden politischen Überzeugungen nicht denkbar wäre. Und, auch wenn man es kaum erträgt, der Dorfnazi kann auch freundlich sein - zumindest zu einer erkennbar deutschen Frau, die Unterstützung benötigt. Insgesamt ist die Schilderung der Dorfidylle und der Clash-of-Culture sehr oberflächlich und mir persönlich viel zu flach, aber trotzdem eine gut lesbare und vergnügliche Geschichte. Ich hätte mir etwas mehr gewünscht, eine Fortsetzung ist denkbar...

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Vita

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Promotion im Europa- und Völkerrecht. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Heinrich-Böll-Preis (2019). Im Jahr 2018 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und wurde zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt. Zuletzt erschien im Luchterhand Literaturverlag der Roman »Über Menschen«, das meistverkaufte belletristische Hardcover des Jahres 2021.

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Events

13. Juni 2022

„Über Menschen und Literatur“, Moderation: Knut Elstermann

20:00 Uhr | Potsdam | Lesungen
Juli Zeh
Über Menschen

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