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Über Menschen

Roman

Über Menschen
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Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht.

Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein.

»Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.«

Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-27718-5
Erschienen am  22. März 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Über Menschen in besonderen Lebenssituationen

Von: SterneüberSterne

15.04.2021

Dora zieht aufs Land. In ein winziges Dorf in Brandenburg. Und zwar jetzt, zu Corona-Zeiten. Sie hat genug von der Pandemie, von ihrem Freund, der immer mehr abdreht im Kampf gegen Klimawandel und Corona, vor der Hektik um sie herum. Dieser Roman bietet Gelegenheit Einblicke zu gewinnen wie es ist, wenn man seine Komfortzone verlässt. Wie es ist, wenn man zum ersten Mal seit langem improvisieren muss und sich Situationen gegenübersieht, die man in der Theorie ganz leicht beantwortet hätte. Ganz nebenbei erfahren die Leser, wie Doras Leben bisher verlaufen ist. Alles wird von Juli Zeh in einer wundervoll (erfindungs-) reichen Sprache beschrieben, keine Spur sentimental oder wehleidig, denn die Dinge sind wie sie sind. Man muss nur entscheiden, wie man damit umgeht. Die Pandemie spielt nicht die Hauptrolle, sie läuft mehr neben der eigentlichen Handlung her. Sollten wir in Jahren vergessen haben, was uns 2020 umgetrieben hat, hier kann man nochmal die Eckpunkte nachlesen. Ein wundervolles Buch für Leser, die sich an wortreicher Sprache erfreuen, es schadet auch nichts, bereit zu sein, sich über andere Lebenskonzepte Gedanken zu machen und immer wieder überrascht zu werden, wie es in Doras Leben zugeht.

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über Menschen in Zeiten von Corona

Von: Melea

08.04.2021

Berlin im Corona- Modus, dazu ein überspannter Freund mit Übermotivation fürs Klima: Werbetexterin Dora hält es in ihrer WG nicht mehr aus, eine Veränderung muss her. Sie zieht mit Hund in ein kleines brandenburgisches Dorf mitten ins große Nix. Wer hier kein Auto hat – so wie Dora – hat es schwer. Das alte Haus, 4000 qm vernachlässigter Garten und ein Dorf mit schrägen Bewohnern bescheren der mutigen Aussteigerin eine erlebnisreiche Zeit, bei der man sie als Leser gerne begleitet. Neben den heiß diskutierten Themen, die Corona mit sich brachte (Lockdown, Homeschooling, Querdenker und Coronaleugner…) geht es hier auch um die vielen unterschiedlichen Charaktere, die Nachbarn in dem 285 Seelendorf (Dora eingerechnet). Dem Klischee wird Juli Zeh gerecht, als hier Nazis, Rassisten und AfD-Wähler auftauchen, aber sie zeigt auf, dass diese Eckdaten die Menschen nicht ausmachen, zwingt den Leser zu Reflexion. Man muss mit Dora neu denken und hinterfragen, was hinter welcher Fassade steckt, erschrickt vielleicht mit ihr über ein Vorurteil, dessen man sich gewahr wird. Eventuell wird daraufhin die eine oder andere klemmende Schublade im Hirnkastel geöffnet, gelüftet und neu sortiert, vielleicht bestärkt es Manchen aber auch in seiner Sicht auf die Einstellungen. Mal drüber nachdenken schadet ja nicht. ;) Mir hat das Buch gefallen, es war unterhaltsam, teils humorvoll, regte aber auch zum Nachdenken an und porträtierte unsere aktuelle Zeit.

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Vita

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015), und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (2019). 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

www.juli-zeh.de

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Pressestimmen

»Mitten ins Herz der deutschen Überforderung schießt Juli Zehs neues Werk: mit viel Witz und Mitgefühl und auch mit einer großen Portion Hoffnung auf eine versöhnlichere Gesellschaft.«

Felicitas Twickel / ZDF aspekte (19. März 2021)

»Der erste echte Corona-Roman, der mitten im Lockdown im Frühjahr 2020 spielt und subtil die gesellschaftlichen und ganz privaten Folgen der Pandemie beschreibt.«

Jörg Magenau / Süddeutsche Zeitung (22. März 2021)

»Unaufgeregt und trotzdem politisch pointiert zeichnet sie das Porträt eines Dorfes mit aussterbender Infrastruktur, prekären Biografien, rechter Gesinnung.

Stephanie Metzger / Bayern2 (22. März 2021)

»Juli Zeh ist mit ›Über Menschen‹ ein großer Wurf gelungen. Der Roman packt und macht es sich und seinem Publikum nicht einfach.«

Nadine Kreuzahler / rbb Inforadio (22. März 2021)

»›Über Menschen‹ blickt unter die Oberfläche von Ideologien und Gesinnungen.«

Stefan Kister / Stuttgarter Zeitung (22. März 2021)

»Juli Zeh erzählt gewandt, findig und szenisch spannend von einer postheroischen Figur, mit Arbeits- statt Angstschweiß, zwischen Durchhalten und Durchhangeln.«

Michael Braun / Kölner Stadt-Anzeiger (23. März 2021)

»Ein versöhnlicher Roman, der nichts Böses verschweigt, aber demonstriert, dass die Welt, weniger ideologisch betrachtet, ein bisschen menschlicher sein könnte.«

Jörg Magenau / Deutschlandfunk Kultur (20. März 2021)

»›Über Menschen‹ ist das Buch der Stunde gerade zu Corona-Zeiten, wo sich so vieles klärt und beschleunigt, samt Abstürzen, Einsamkeit, heilsgewissen Hassausbrüchen.«

Jutta Duhm-Heitzmann / WDR 3 (22. März 2021)

»Ich würde das wahnsinnig gerne Allen zum Lesen empfehlen, um mal diese ganzen Mauern einzureißen, die irgendwie zwischen den verschiedenen Gruppen existieren.«

Frank Dietschreit / rbb Kultur (19. März 2021)