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Christina Henry

Die Chroniken der Meerjungfrau - Der Fluch der Wellen

Roman

eBook epub
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Christina Henrys düstere Neuinterpretation des Meerjungfrauen-Mythos: die berühmte Legende verwoben mit gruseliger Realität.

Einst zog ein einsamer Fischer sein Netz an Land und fand darin eine Frau. Eine Frau mit schwarzem Haar und Augen, in denen sich der Sturm des Meeres widerspiegelte. Anstelle von Beinen hatte sie einen Fischschwanz, und obwohl sie die Worte des Fischers nicht verstand, rührte sie seine Einsamkeit, und sie blieb bei ihm. Ihre Liebe dauerte an, bis sein Tod ihn von der unsterblichen Meerjungfrau trennte.

Doch Gerüchte über dieses rätselhafte Wesen sind längst laut geworden – und haben die Aufmerksamkeit eines Mannes erregt, der mit seinem Zirkus durch das Land zieht und den Menschen ihre schlimmsten Albträume hinter Gittern vorführt. Sein Name ist P.T. Barnum, und er sucht eine Meerjungfrau ...



Alle Bücher von Christina Henry:
Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland
Die Chroniken von Alice – Die Schwarze Königin
Die Chroniken von Alice – Dunkelheit im Spiegelland
Die Chroniken von Peter Pan – Albtraum im Nimmerland
Die Chroniken der Meerjungfrau – Der Fluch der Wellen
Die Chroniken von Rotkäppchen – Allein im tiefen, tiefen Wald

Die Bände (außer Alice) sind unabhängig voneinander lesbar.

»Das Reboot der Geschichte der kleinen Meerjungfrau […] begeistert sowohl als magische Lovestory wie auch als feministische Fantasy.«

Grazia (11. November 2021)

Aus dem Amerikanischen von Sigrun Zühlke
Originaltitel: The Mermaid
Originalverlag: Berkley, New York 2018
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-25636-4
Erschienen am  18. October 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Unterhaltsam und mysteriös

Von: Roman-Tipps

23.12.2021

Das Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen war immer eines meiner Lieblingsgeschichten, noch dazu mit einem sehr traurigen Ende, welches mir das Herz brechen konnte und mir Tränen in die Augen trieb. Deshalb war ich umso gespannter auf „Die Chroniken der Meerjungfrau – Der Fluch der Wellen“ von Christina Henry, der finsteren Nacherzählung des Märchenklassikers und mittlerweile der 5. Band der Reihe „Die dunklen Chroniken“. Letztendlich ist die Story neben dem Alice-Kurzgeschichtenband leider der schwächste Band der Reihe. Sie ist sehr anders als das Märchen, was nichts Schlechtes bedeuten soll, und nicht so finster, wie ich gedacht habe. „Die Chroniken der Meerjungfrau – Der Fluch der Wellen“ wird aus der Sicht von verschiedenen Charakteren in Form des personalen Erzählers erzählt. Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und zeigt eine Meerjungfrau, die von zu Hause wegschwimmt, um mehr von der Welt erfahren zu können. Dabei trifft sie auf einen Fischer und beide verlieben sich unsterblich ineinander. Um mit ihm zusammenleben zu können, begibt sie sich an Land und schafft es, sich in einen Menschen zu verwandeln. Viele Jahre verbringen sie gemeinsam, bis der Fischer stirbt und die Meerjungfrau, die sich Amelia genannt hat, alleine zurücklässt. Amelia lebt lange Zeit in Trauer – und zeigt nie ein Anzeichen von Alter, sie bleibt ewig jung. Auch ihre Verwandlungen von Mensch zu Meerjungfrau und umgekehrt bleiben nicht unbemerkt. Gerüchte verbreiten sich. Und eines Tages erfährt der Museumsinhaber und Schausteller P. T. Barnum von der Meerjungfrau und will sie unbedingt für seine Show haben. Doch was passiert, wenn die Menschheit mit etwas konfrontiert wird, was alle nur für einen Mythos halten? Im Großen und Ganzen wirkt der Anfang des Buches noch ein Stück wie ein Märchen. Doch sobald P. T. Barnum mit im Spiel ist, geht die Story in eine ganz andere Richtung. Man lernt Amelia, die Meerjungfrau, welche voller Trauer um ihren Verlust ist, als eine willensstarke Frau kennen, die unbeirrbar und hartnäckig versucht, ihr Ziel zu erreichen – nämlich die Welt zu sehen. Und dafür braucht sie Geld. Und P. T. Barnum sieht die Chance mit Amelia einen riesigen Gewinn zu machen. Während seinem besten Freund und Rechtsanwalt Levi Lyman Sorgen plagen, was Barnum alles tun würde, damit seine Rechnung auch aufgeht. Mir hat diese Richtung, welche die Geschichte einnahm, nicht so gefallen. Es ist oft ein Hin und Her zwischen den Charakteren, jeder will das Beste für sich durchsetzen – und das alles wird scheinbar unendlich in die Länge gezogen, denn die Konflikte wiederholen sich auch in der einen oder anderen Form. Ab und zu wird die Langatmigkeit aber auch durch einen Spannungspunkt unterbrochen, durch den die Geschichte eine mysteriöse Note bekommt, doch das ist leider nicht von langer Dauer. Manche Szenen hätten definitiv gerne länger sein können, während andere zu viel Raum in Anspruch genommen haben. Auch finster wird es nicht, es sei denn, man zählt die trostlose und grausame Welt hinzu, in welcher die Charaktere leben. Christina Henrys Schreibstil ist jedoch so gewohnt unvergleichbar und malerisch wie immer. Insgesamt schwankte ich hier zwischen 3 und 4 Sternen. Letztendlich habe ich 4 Sterne vergeben, weil es in den letzten Abschnitten gegen Ende doch recht emotional wurde und an Spannung zunahm. Fazit: Neben dem Alice-Kurzgeschichtenband der schwächste Band der Reihe. Es wird nicht finster, dafür manchmal mysteriös. Meistens zieht sich die Geschichte scheinbar endlos. Doch positive Punkte sind wieder Christina Henrys Schreibstil und eine Spannungszunahme zum Ende hin.

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Die Chroniken der Meerjungfrau - Der Fluch der Wellen (Christina Henry)

Von: Poldi

02.12.2021

Rezension aus Deutschland vom 30. November 2021 Amalia, eine Meerjungfrau sehnt sich nach der Welt der Menschen und besucht deswegen immer wieder die Küste. Als sie eines Tages in das Netz eines Fischers gerät und dieser sie wieder freilässt, entschließt sie sich, bei ihm zu bleiben und ihr Leben mit ihr zu teilen. Doch dieses ist viel länger als das Leben des Fischers, und so machen Gerüchte um die geheimnisvolle Frau an der Seite des Fischers die Runde. Und diese bekommt auch P.T. Barnum zu Gehör, die unbedingt eine echte Meerjungfrau als neueste Attraktion für sein Museum haben will… In ihren „Dunklen Chroniken“ entführt die amerikanische Autorin Christina Henry ihre Leser in alternative Versionen bekannter Märchen und Kindergeschichten, die bislang immer einen sehr düsteren und brutalen Ton hatten. Der fünfte Band, der wieder unabhängig von den anderen Geschichten gelesen werden kann und vollständig in sich abgeschlossen ist, nimmt sich dabei der Sage um die Meerjungfrauen an. In dieser Version heißt sie Amalia und lernt auf den ersten Seiten die Liebe kennen und verliert diese wieder, was emotional durchaus aufgeladen ist und dem Leser zudem den Mythos um die Wesen näherbringt – ein sehr gelungener Einstieg. Die Wende zu der eigentlichen Geschichte um P.T. Barnum ist danach flüssig und stimmig geraten, doch in begann mich unwillkürlich zu fragen, wann diese faszinierende Düsternis, die ständige Bedrohung aufkommen würde. Um es vorwegzunehmen: Diese Geschichte ist deutlich handzahmer als die Vorgängerbände und spielt sich eher auf der Beziehungsebene ab als dass eine spannende Handlung im Vordergrund stehen würde. Dabei ist es durchaus interessant zu beobachten, wie sich das Verhältnis zwischen der Meerjungfrau und dem Museumsbesitzer entwickelt, wie sich Machtverhältnisse verschieben und wie sie zwischen gegenseitiger Abhängigkeit und Liebe zueinander schwanken. Dabei lernt man die beiden auch intensiv kennen, beide haben interessante Charaktere. Die eingebundenen Themen sind unterhaltsam und gesellschaftskritisch, immer wieder wurde man zum Nachdenken angeregt. Hübsch, nur ist dieser Band bei weitem nicht so fesselnd wie erwartet, sondern ist eher ein Drama mit fantastischem Hintergrund denn ein schauriger Horrorroman. Betrachtet man „Die Chroniken der Meerjungfrau“ unabhängig von den anderen Bänden, ist eine lesenswerte und kurzweilige Geschichte entstanden, die die Beziehung zweier ungleicher Charaktere auf interessante Weise beleuchtet. Doch eingeordnet in die „Dunklen Chroniken“ fehlt Spannung, fehlt Düsternis, fehlen packende Momente. So blieb ich etwas ernüchtert zurück, obwohl ich die vorherrschende Stimmung eigentlich schön fand.

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Vita

Die Amerikanerin Christina Henry ist als Fantasyautorin bekannt für ihre finsteren Neuerzählungen von literarischen Klassikern wie »Alice im Wunderland«, »Peter Pan« oder »Die kleine Meerjungfrau«. Im deutschsprachigen Raum wurden diese unter dem Titel »Die Dunklen Chroniken« bekannt und gehören zu den erfolgreichsten Fantasy-Büchern der letzten Jahre. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin liebt Langstreckenläufe, Bücher sowie Samurai- und Zombiefilme. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Chicago.

www.christinahenry.net

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