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Gespräche mit Freunden

Roman

Taschenbuch
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Frances und ihre Freundin Bobbi, Studentinnen in Dublin, lernen das gut zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Sie treffen sich bei Events, zum Essen, führen Gespräche. Persönlich und online diskutieren sie über Sex und Freundschaft, Kunst und Literatur, Politik und Genderfragen und, natürlich, über sich selbst. Während Bobbi von Melissa fasziniert ist, fühlt sich Frances immer stärker zu Nick hingezogen … Ein intensiver Roman über Intimität, Untreue und die Möglichkeit der Liebe, eine hinreißende, kluge Antwort auf die Frage, wie es ist, heute jung und weiblich zu sein.


Aus dem Englischen von Zoë Beck
Originaltitel: Conversations with Friends
Originalverlag: Luchterhand
Taschenbuch, Klappenbroschur, 400 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71966-2
Erschienen am  09. Juni 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Dublin, Irland

Rezensionen

Gespräche mit Freunden

Von: Lupina15

16.11.2020

Schon mit "Normale Menschen" konnte mich Sally Rooney absolut begeistern. Natürlich war ich nach Mariannes und Connells Geschichte neugierig auf ihren Debütroman. Mit "Gespräche mit Freunden" zeichnet Rooney ein brutal ehrliches Bild verschiedener Gefühlslagen, in denen man sich als Leser wiederfindet. Das Buch wird aus der Sicht von Frances erzählt. Sie ist einundzwanzig und tritt mit ihrer Freundin Bobbi bei Spoken Word Performances in Dublin auf. Sie lernen auf einer Veranstaltung das Ehepaar Nick und Melissa kennen. Ihre Leben verflechten sich miteinander. Frances und Bobbi waren einmal ein Paar, sind aber nur noch Freundinnen. Ihre Freundschaft ist kompliziert. Sie tun sich nicht immer gut, doch brauchen einander. Da beide nicht immer offen und ehrlich zueinander sind, haben sie falsche Bilder vom jeweils anderen, die in der Geschichte immer wieder neu gemalt werden. Frances beginnt eine Affäre mit Nick, während Bobbi sich zu Melissa hingezogen fühlt. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind sehr feinfühlig dargestellt. Rooney scheut sich nicht davor, die dunkelsten Gedanken und Begierden ihrer Protagonistrn zu erkunden und damit auch unsere Gesellschaft zu spiegeln. Frances wirkt als Erzählerin oft unnahbar, obwohl wir alles durch ihre Augen erleben und ihre Gefühle kennen. Ich konnte mich bis zum Ende nicht entscheiden, ob sie mir sympathisch war oder nicht. Die Charaktere in Rooneys Geschichte sind vielschichtig und je mehr man liest, desto mehr Schichten werden sichtbar. Es gibt kein schwarz und weiß, das wäre zu einfach. Rooney mag es kompliziert, lässt den Leser zwischen den Zeilen lesen und das Ungesagte für sich sprechen. Da ich "Normale Menschen" vorher gelesen habe, sind mir einige Parallelen aufgefallen. Marianne und Frances ähneln sich in ihrem Denken sehr, doch ihr Umfeld unterscheidet sich grundlegend voneinander. Frances ist eine Künstlerin, auch wenn sie das selbst nicht sieht. Rooney hat verschiedene Welten aufeinanderprallen lassen und interessante Diskusionnen verfasst. Sie greift sowohl politische als auch soziale Themen auf und stellt sie wertfrei dar. Die Dinge sind so, wie sie sind. Da Frances manchmal selbst nicht weiß, was sie denken soll, wird man automatisch selbst zum Denken angeregt. Ich mag Rooney präzisen und klaren Schreibstil sehr gern. Sie schafft es wie keine Andere, Gefühle und Zustände zu beschreiben, Charaktere zu erschaffen, bei denen man sich nie ganz sicher ist, wie sie sich verhalten werden und Geschichten zu erzählen, die aus dem Leben gegriffen scheinen, die aber voller Poesie sind. Mir hat "Gespräche mit Freunden" sehr gut gefallen. Es ist eines dieser Bücher, die einen aufwühlen und ein wenig unbefriedigt zurücklassen, aber diese gewisse Sogwirkung beim Lesen entfalten, sodass man einfach nicht aufhören kann, Seite um Seite zu verschlingen. Definitiv eine klare Leseempfehlung!

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Ein Highlight

Von: Emily

29.07.2020

Die Geschichte wird komplett aus der Sicht der jungen irischen Studentin Frances erzählt. Frances erzählt uns eine Geschichte. Sie erzählt was passiert ist und durch den einzigartigen Schreibstil der Autorin hatte ich das Gefühl, dass Frances vor mir sitzt und mir als einer Freundin erzählt was damals zwischen ihr, Bobbi, Melissa und Nick passiert ist. Frances und Bobbi kennen sich schon einige Jahre und waren mal ein Paar. Nun sind sie Freunde. Bei einem Auftritt lernen sie Melissa und Nick kennen. Das Ehepaar ist um die zehn Jahre älter als die Studentinnen. Er ist nicht ganz so erfolgreicher Schauspieler und sie ist eine nicht ganz so erfolgreichen Schriftstellerin die aber auch eine starke Leidenschaft zum Fotografieren hat. Die vier lernen sich kennen und werden sowas wie Freunden. Nick und Melissa laden Frances und Bobbi in ihren Freundeskreis und ihre vier Wände ein. Es werden tatsächlich viele Gespäche geführt. Aber wie es halt auch in Wirklichkeit ist. Es wird nie alles gesagt. Es wird sich oft bis immer missverstanden. Die wahren Gefühle und Beweggründe werden für sich behalten. Wahre und schwerwiegende Probleme tot geschwiegen und kommt es zu Missverständnissen. Es geht in diesem Buch um Freundschaft, um Geheimnisse unter Freunden, treue und Untreue zwischen Freunden und Paaren. Dieses Buch und seine Protagonisten sind aus dem Leben gegriffen und diese Figuren exstieren wahrscheinlich in jeder Stadt und in fast jedem Freundeskreis. Und genau das wahr es was mir auch so gut gefallen hat. Das Buch ist ungeschönt und irgendwie echt. Die Figuren haben mit unter wirklich schwerwiegenden Probleme und diese werden nicht schön geredet und lösen sich nicht wegen eines Happy Ends plötzlich in Luft auf. Die Geschichte wirkt echt. Und das war wirklich mal was angenehmes anderes. Eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne von mir.

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Vita

Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normale Menschen« wurde für den Man Booker Prize 2018 nominiert und gewann u.a. den Costa Novel Award, den An Post Irish Novel of the Year Award und den British Book Award (Novel of the Year und Book of the Year).

Zur Autor*innenseite

Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.

zoebeck.net

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