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Lisa Wingate

Die Glasperlenmädchen

Roman

Hardcover
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»Blau ist die Farbe der Treue. Diese Perlen bedeuten, dass wir immer zusammenhalten, egal, wo wir sind …«

1875: Nachdem der Amerikanische Bürgerkrieg das Land in Chaos gestürzt hat, werden drei Frauen auf ihrer Reise nach Texas zu unfreiwilligen Weggefährtinnen: Lavinia, die Tochter weißer Plantagenbesitzer, ihre Halbschwester Juneau Jane sowie Hannie, eine ehemalige Sklavin. Jede der drei ist in eigener Mission unterwegs, während es Lavinia und Juneau jedoch um ihr Erbe geht, sehnt sich Hannie nach ihrer Familie, die von Sklavenhändlern verschleppt wurde. Einzig drei blaue Glasperlen sind Hannie als Andenken geblieben – und als Erkennungsmerkmal, sollte sie ihre Liebsten je wiedersehen …
1987: Als die frischgebackene Lehrerin Benedetta Silva das erste Mal die Schule in Augustine, Louisiana, betritt, ist nichts wie erwartet: Statt moderner Klassenzimmer und lernfreudiger Schüler begegnen ihr Armut sowie Skepsis gegenüber Fremden und jeder Art von Fortschritt. Eines Tages kommt ihr eine Idee: Wenn die Schüler Neuem gegenüber so unaufgeschlossen sind, wie verhält es sich dann mit der Vergangenheit? Kurz darauf ruft sie ein Ahnenforschungsprojekt ins Leben – und stößt dabei auf eine alte Geschichte, die alles verändert ...

Nach »Libellenschwestern« endlich der neue bewegende Roman von SPIEGEL-Bestsellerautorin Lisa Wingate – inspiriert von einer wahren Begebenheit!

»Von Anfang an versteht es die Autorin, fesselnd und emotional […] zu erzählen und über die Jahrhunderte hinweg den roten Faden zu spinnen.«

Donaukurier (04. September 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Andrea Brandl
Originaltitel: The Book of Lost Friends
Originalverlag: Ballantine, New York 2020
Hardcover mit Schutzumschlag, 528 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8090-2739-3
Erschienen am  26. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Dieses Buch spielt in: Louisiana, Vereinigte Staaten von Amerika

Rezensionen

Tolle Auseinandersetzung

Von: bookishhearts

24.12.2021

Nachdem ich dieses Jahr bereits den Roman "Libellenschwestern" von Lisa Wingate gelesen und sehr genossen habe, war ich auf ihren neuen Roman "Die Glasperlenmädchen" schon sehr gespannt. Und was soll ich sagen: Auch dieser Roman konnte mich mit seiner sehr eindrucksvollen Geschichte rund um die Sklaverei im Amerika des 19. Jahrhunderts und der immer noch schwelenden Vorurteile des 20. Jahrhunderts sehr überzeugen. Der Roman verknüpft zwei verschiedene Handlungsstränge Stück für Stück ineinander, wenngleich die kompletten Zusammenhänge erst ganz zum Schluss gezogen werden. Die meiste Zeit laufen die Handlungen in den verschiedenen Zeitzonen meistens abwechselnd nacheinander ab. Nach dem amerikanischem Bürgerkrieg wird die Sklavin Hannie noch als Kind von ihrer Mutter und den Geschwistern getrennt, die alle als Erkennungszeichen eine Perlenkette tragen. Durch glückliche Umstände kommt sie raus aus der Sklaverei und begibt sich als junge Erwachsene auf die Suche nach ihren Geschwistern bzw. versucht einen Weg zu finden, um diese auch befreien zu können. Dabei werden Lavinia, die Tochter weißer Plantagenbesitzer, ihre Halbschwester Juneau Jane, die selbst zur Hälfte farbig ist zu unfreiwilligen Weggefährten. Die drei müssen auf ihrem Weg jede Menge Unwägbarkeiten überwinden. Knapp 100 Jahre später tritt die junge Lehrerin Benedetta Silva eine Stelle als Lehrerin in Augustine, Louisiana, an. Dabei erwartet sie etwas ganz anderes, als sie sich vorgestellt hat. Statt eines gut ausgestatteten Klassenzimmers trifft sie auf Armut und viel Skepsis. Um die Schüler zu motivieren, ruft sie ein Projekt ins Leben: Die Schüler sollen sich mit ihrer Vergangenheit und der ihres Umfelds auseinandersetzen. Dabei kommen Dinge ans Licht, die nie jemand für möglich gehalten hätte. Sowohl Hannie, als auch Bernadette sind sehr gut dargestellte Figuren. Beide sind sehr charakterstark und müssen sich intensiv mit ihren individuellen Gegebenheiten auseinander setzen. Während des Lesens entdeckt man immer wieder neue Facetten an ihnen, da sie immer weiter wachsen. Es macht Spaß sie auf ihrem Weg zu begleiten. Generell merkt man, dass der Autorin sehr realistisch und individuelle Charaktere gelungen sind. Bin hin zu den Nebenfiguren wirken diese wohldurchdacht und tragen mit ihrer einzigartigen Art zum Gelingen der Handlung bei. Lisa Wingates Schreibstil ist überaus spannend und sehr bildhaft. Dadurch hat man die Geschehnisse sehr gut vor Augen und hat das Gefühl alles als stiller Beobachter mitzuerleben. Die Autorin schreibt sehr flüssig, so dass man sich von ihrem Worten in eine sehr emotionale und abwechslungsreiche Welt entführen lässt. Den einzigen leichten Kritikpunkt, den ich anbringen muss, ist, dass die Autorin sich zumindest bei der Handlung von Bernadette zunächst anfangs ein wenig in ihren Worten und dem Selbstmitleid ihrer Hauptfigur verliert. Jedoch ist dies auch im Grund schon Jammern auf hohen Niveau. Denn der Autorin ist ein sehr überzeugender Roman gelungen, der vor Detailgenauigkeit nur so strotzt. Fazit: "Die Glasperlenmädchen" von Lisa Wingate ist sehr eindrucksvoll geschrieben. Meiner Ansicht nach ist dies einer der Bücher, welche man gelesen haben sollte, wenn man sich für die Vergangenheit von Familien interessiert. Die Autorin überzeugt durch ihre sehr bildhafte Sprache und erzeugt so Spannung, während sie zugleich historische Fakten sehr anschaulich verdeutlicht. Für mich hat dieser Roman eine unbedingte Leseempfehlung verdient! Note: 2+ (💖💖💖💖)

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Grandios - aber man muss bereit dafür sein

Von: Kathrin Nievelstein

30.09.2021

„Du musst gut auf die Glasperlen aufpassen, kleiner Schatz. Eines Tages werden wir uns wiedersehen und dann werden wir uns mit ihrer Hilfe erkennen.“ (Buchumschlag) Bereits in ihrem letzten, wunderbaren Roman „Die Libellenschwestern“ hat sich die amerikanische Autorin und Journalistin Lisa Wingate einem dunklen Kapitel in der amerikanischen Geschichte angenommen. Da mich dieser Roman begeistert hat und mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist, habe ich der Neuerscheinung „Die Glasperlen Mädchen“ entgegen gefiebert. Dieses Mal geht es um ein weitaus bekannteres Thema in der amerikanischen Vergangenheit: dem Sklavenhandel. Geschickt baut Lisa Wingate die Geschichte, welche erneut auf einer wahren Begebenheit basiert, in zwei Zeitstränge auf: einmal aus der Sicht des Sklavenmädchens Hannie Gossett in Louisiana um 1875 und die der Lehrerin Benedetta/Benny Silva in Louisiana, 1987. Dazwischen findet man immer wieder Suchanzeigen aus der Rubrik „Vermisst“ im Southwestern... und erst nach und nach wird klar, was es damit auf sich hat. Da diese Seiten anders gestaltet sind als der Roman selbst, fallen sie auf und machen das Buch zu etwas besonderem. Allerdings fiel mir der Einstieg in beide Zeitgeschichten tatsächlich so schwer, dass ich das Buch immer wieder weggelegt habe. So habe ich letztendlich 3 Monate dafür gebraucht! Erst als ich mich „gezwungen“ habe, es weiterzulesen, kam ich in den Lesefluss und zum Schluß hat mich der Inhalt regelrecht gefesselt. Da war sie wieder: die Wingate-Magie! Die Autorin, welche nicht nur mit gut recherchiertem Background überzeugt, sondern auch mit einer bildhaften Sprache fesseln kann, da sie einen einsaugt in die Geschichte. Sie klagt an – ohne den Zeigefinger zu erheben. Aber sie bietet auch schwere Kost, die sich teilweise abseits der hier gängigen „Sklaven-Stories“ a la Hollywood bewegt. Man muss dafür bereit sein und ich gebe zu, ich war es zu Beginn des Buches nicht. Im Nachhinein ist „Die Glasperlen Mädchen“ erneut ein ausgezeichneter Roman, ein Jahres-Highlight, dem man sich stellen muss und sich nicht einfach davon unterhalten lassen kann. Der Roman ist vielschichtig, anklagend und wirkt anfangs ein wenig chaotisch. Aber er hat mich letztendlich gefesselt und ich denke gerne an ihn zurück – mit einer gewissen Entschuldigung, da ich mich zu Beginn nicht wirklich auf ihn eingelassen habe...

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Vita

Lisa Wingate, geboren im rheinischen Landstuhl, ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Ihren großen Durchbruch feierte sie mit »Die Libellenschwestern«. Der Roman führte nicht nur die »New York Times«-Bestsellerliste über ein Jahr hinweg an, er eroberte auch die SPIEGEL-Bestsellerliste sowie Tausende Leserherzen im Sturm. Die Autorin lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA.

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Pressestimmen

»Ein Roman über starke Frauen, Rassismus und Diskriminierung, der sich bis in die Neuzeit zieht.«

OK! (09. June 2021)

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