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Lisa Wingate

Libellenschwestern

Roman
Der New-York-Times-Bestseller

Taschenbuch
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Eine Familie, vier Schwestern. Ein Unglück, das sie für immer trennt. Eine Liebe, die sie auf ewig eint.
Der bewegende SPIEGEL-Bestseller, inspiriert von einer wahren Geschichte.

Für Avery hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie auf May trifft. Die 90-Jährige erkennt ihr Libellenarmband, ein Erbstück, und besitzt auch ein Foto von Averys Großmutter. Was hat diese Frau mit ihrer Familie zu tun? Bald stößt Avery auf ein Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel der Geschichte führt … Memphis, 1939: Die junge Rill lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie in ein Waisenhaus verschleppt. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie nicht brechen will, ihr aber mehr abverlangt, als sie geben kann …

»Eine berührende Geschichte, die zu Herzen geht.«

TV für mich (31. October 2019)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Andrea Brandl
Originaltitel: Before We Were Yours
Originalverlag: Ballantine, New York 2017
Taschenbuch, Klappenbroschur, 528 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0377-3
Erschienen am  16. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Memphis, Vereinigte Staaten von Amerika

Rezensionen

Unerschütterliche Geschwisterliebe

Von: Seite 101

02.09.2021

Dieses Buch war ein Stöberfund. Wenn ich schon beim Gebrauchtbuchhändler bestelle, dann muss sich das auch lohnen. Ich mag die Farbgebung des Covers sehr. Es verspricht irgendwie Hoffnung. Mein Beuteschema Der Klappentext verrät es schon. „Libellenschwestern“ passt voll und ganz in mein derzeitiges Beuteschema. Zwei Geschichten in einem, einmal die Vergangenheit, einmal die Gegenwart, die Zeiten, die sich ineinander verstricken und zum guten Schluss ein großes Ganzes zu bilden. Avery trifft durch Zufall auf die 90 jährige May. Sie erkennt Averys Familienarmband, das Libellenarmband wieder. Avery spürt, dass diese May irgendetwas mit Averys Familie zu tun hat. Drei Generationen schildern jeweils ihre Geschichte aus ihrer Perspektive. Ein Familiendrama Durch die Perspektivwechsel entsteht nach und nach ein kompletter Eindruck und man wird in ein trauriges Familiendrama verwickelt. Averys, Mays und Rills Geschichte scheinen zunächst gar nichts miteinander zu tun zu haben. Da ist zum einen Rill, die das Vorgehen einer Zwangsadoption und das Auseinanderreißen einer intakten Familie beleuchtet. May berichtet von ihrem Leben in den 40ern und Avery versucht ein gewaltiges Familienpuzzle zusammenzusetzen. Die Charaktere wachsen einem direkt ans Herz. Die Geschichte ist dramatisch, traurig und bittersüß zugleich. Lisa Wingate versteht es, Gefühle zu transportieren. Alle Erzählstränge werden miteinander verstrickt, so dass die Geschichte in einem einzigen Ende zum Abschluss kommt. Ein Anfang und ein Ende Die Portagonsiten bekommen einen gemeinsamen Start und ein gemeinsames Ende. Das Leben mittendrin jedoch erlebt jeder für sich, mal besser, mal schlechter. Obwohl „Libellenschwestern“ ein Buch ist, das wie viele andere Bücher aufgebaut ist, war es stets spannend. Jeder Ebene auf ihre ganz besondere Art. Für wirklich gut gelungene Unterhaltung und ein schweres, berührtes Herz am Ende bekommt das Buch 5 von 5 Eselsöhrchen von mir.

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"Wollen Sie ein echtes, lebendiges Weihnachtsgeschenk?"

Von: Isabel (engi)

07.04.2021

Stünde nicht auf dem Klappentext, dass dieser Roman in Teilen auf einer wahren Geschichte beruht, ich hätte es nicht geglaubt! Bei den Libellenschwestern handelt es sich mal wieder um einen Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, die am Ende verknüpft werden. Oft schon ging es mir so dass ich dachte, die Vergangenheit ist ja spannend, aber die Gegenwart doch wohl eher als Füllmaterial gedacht. Diesmal jedoch konnten mich beide Stränge fesseln … In der Gegenwart lernen wir die junge Anwältin Avery kennen, deren Leben eigentlich schon vorbestimmt zu sein scheint. Hineingeboren in eine erfolgreiche Politiker- und Juristenfamilie steht für alle fest, sie wird in Papas Fußstapfen treten und das lieber heute als morgen, denn Papa ist schwerkrank. Auch der Ehemann ist ausgesucht und dem gemeinsamen Glück steht – zumindest, wenn man Averys Mutter und zukünftiger Schwiegermutter Glauben schenkt – nichts mehr im Weg. Kurz nachdem Avery aber durch Zufall, der ihr unbekannten alten Dame May (Rill) in einem Altersheim begegnet, scheint ihr Weltbild ins Wanken zu geraten … In den 1930er Jahre, als Rill noch Kind war, lebten sie, ihre Eltern und Geschwister auf einem Hausboot in Tennessee. Sie waren arm, doch die Kinder waren glücklich um ihre Freiheit auf dem Fluss. Als eine schwere Geburt die Mutter aus dem Leben reißt, ist es jedoch um ihre Unabhängigkeit geschehen. Sie werden zu Opfern der kinderraubenden Georgie Tann der Tennessee Children’s Home Society, die auf illegale Weise Kinder in ihren Besitz brachte, um sie später meistbietend im wahrsten Sinne des Wortes zu verscherbeln. So beginnt der lange Leidensweg der Geschwister Foss … Natürlich lädt ein solches Buch zur Recherche im Internet ein. Was ich da zu lesen bekam, verursachte mir Gänsehaut. Noch bis in die 50er Jahre wurde diese Form von Kinderraub praktiziert und die Kinder ihren potenziellen neuen Eltern sogar als „Weihnachtsgeschenk“ schmackhaft gemacht. Für die Allgemeinheit war Tann nur eine mütterliche, wohlgesinnte Frau, die ihr Leben der Rettung von Kindern in Not verschrieben hatte. Dadurch dass sie die Adoption von Kindern durch reiche, bekannte Familien so zelebrierte, wurden Adoptionen allgemein immer beliebter. Waisenkindern haftete nicht länger der Ruf an, dass sie unerwünscht oder von Grund auf verdorben waren. Georgias hochkarätige Kunden waren Politiker wie der New Yorker Gouverneur Herbert Lehman, und Hollywood-Stars wie Joan Crawford und June Allyson und ihr Mann, Dick Powell. Ehemalige Mitarbeiter aus Tanns Waisenhaus in Memphis erzählen von bis zu sieben Babys an einem Tag, die alle im Schutz der Dunkelheit zu „Pflegefamilien“ nach Kalifornien, New York und in andere Staaten gebracht wurden. In Wahrheit wurden diese Kinder zu lukrativen Preisen außerhalb des Staates adoptiert und Tann behielt den Löwenanteil der exorbitanten Vermittlungsgebühren für sich. Als man sie wegen ihrer Methoden befragte, lobte Georgia ihre Vorgehensweise selbst in höchsten Tönen, denn die Kinder wurden schließlich von armen Eltern, die sie angeblich nie angemessen großziehen könnten, zur „feinen Gesellschaft“ gebracht. (Quelle: penguinrandomhouse.de) Das Buch ist keine leichte Kost, das Thema aber verdient am Leben erhalten zu bleiben, damit solche Grausamkeiten sich nie wiederholen mögen. Von mir gibt es wohlverdiente fünf von fünf Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sperrigen Themen nicht einfach aus dem Weg gehen.

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Vita

Lisa Wingate ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Ihren großen Durchbruch feierte sie mit »Die Libellenschwestern«. Der Roman führte nicht nur die »New York Times«-Bestsellerliste über ein Jahr hinweg an, er eroberte auch Tausende Leserherzen weltweit im Sturm. Die Autorin lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA.

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