Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Sabine Rennefanz

Die Mutter meiner Mutter

Taschenbuch
10,00 [D] inkl. MwSt.
10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Als der Krieg zu Ende war, fing für die 14-jährige Anna der Kampf erst an. Ihre Mutter tot, ihr Vater von den Russen verhaftet. Sie flüchtet nach Westen in ein Dorf in der sowjetischen Besatzungszone. 1949 kehrt Friedrich Stein aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück, ein gebrochener Mann. Eines Abends überfällt er Anna auf dem Dachboden des Hauses, sie wird schwanger. Man zwingt Friedrich, Anna zu heiraten. Das ganze Dorf weiß von dem Verbrechen, die Kinder aber sollen nie davon erfahren. Auch nach Friedrichs Tod hält Anna ihr Schweigen aufrecht. Warum? Und was macht die Wahrheit mit den Töchtern und Enkelinnen, als sie sie schließlich erfahren?


Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-71540-4
Erschienen am  11. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Bedrückend, aber eine spannende Lebensgeschichte

Von: _bookish_cat_

14.03.2020

Beim Lesen dieser Geschichte habe ich mich unwohl gefühlt. Warum? Weil dieses Geheimnis, was der Großvater wohl verbrochen hat, die ganze Zeit unausgesprochen über der erzählten Geschichte schwebt, und erst am Ende ausgesprochen wird. Aber auch die Situation der Protaginistinnen ist alles andere als schön. Die Mutter der Mutter der Erzählerin hatte kein einfaches Leben. Die Geschichte beruht wohl auf wahren Begebenheiten, was es nicht leichter macht. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, es werden überwiegend kurze, prägnante Sätze verwendet. Da die Enkelin die Geschichte ihrer Großmutter erzählt, gibt es zwar ein gewisses Maß an Distanz, aber man ist immer noch sehr nah an den Gefühlen und der Story dran. Ich bewundere die Großmutter. Sie war eine einfache Frau, die alle Rückschläge im Leben hinnahm und versuchte, das Beste daraus zu machen. Schön war das für sie augenscheinlich nur selten. Aber ihre Generation Beschwert sich nicht und macht weiter. "Denn das, worüber man nicht spricht, existiert auch nicht." S. 54 "Wie heißt es so schön? Die Zeit heilt alle Wunden. Natürlich Blödsinn. Die Zeit heilt nichts."

Lesen Sie weiter

Ein gutes Buch!

Von: Sarah Janina

27.02.2017

Dieses Buch erzählt vom Krieg und von der Zeit danach und konnte mich mit einer schönen Sprache relativ gut fesseln. Womöglich eine sehr wichtige Geschichte für die Generation, die den Krieg nicht mehr miterlebt hat, aber die Nachwirkungen davon vielleicht in dem ein oder anderen Familienmitglied noch spürt oder erkennt. Man lernt die Hauptperson in der Geschichte gut kennen und auch sehr innig, das ganze Gefühlsleben wird vor dem Leser ausgebreitet, ein Detail, welches ich in Büchern unglaublich zu schätzen weiß. Das bringt mich dem Menschen, über den ich lese, einfach viel näher und ich kann mich sehr gut hineinversetzen. Ingesamt war es für mich ein schönes Buch, das ich gerne gelesen habe und das in manchen Hinblicken sicher noch nachwirken wird. Vor allem aber der Stil hatte es mir angetan und die Möglichkeit einmal in eine Familie dieser Zeit einzutauchen.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, arbeitet als Redakteurin für die "Berliner Zeitung" und wurde für ihre Arbeit u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Ihr erstes Buch, "Eisenkinder", stand mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Zur Autor*innenseite

Videos

Links

Weitere Bücher der Autorin