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Sengendes Licht, die Sonne und alles andere

Die Geschichte von Joy Division

(7)
Hardcover
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Joy Division gelten bis heute als einflussreichste Protagonisten des Post-Punk und Bezugspunkt für nachfolgende Entwicklungen wie Gothic Rock, Dark Wave oder Indie-Rock. Obwohl die Band nur zwei offizielle Studioalben aufnahm, sorgten diese und einige legendenumwitterte Liveauftritte dafür, dass Joy Division zur aufregendsten Undergroundband ihrer Zeit aufstiegen. Doch kurz vor der ersten großen Amerika-Tour nahm sich Sänger Ian Curtis das Leben.

Der Musikjournalist Jon Savage hat zahlreiche Interviews mit zentralen Figuren der Joy-Division-Geschichte zu einer umfassenden Oral History zusammengestellt. Entstanden ist die beeindruckende Geschichte einer Band, die eine ganze Generation bewegte und das Bild der Stadt Manchester entscheidend prägte. Und es ist auch der niederschmetternde Bericht über Krankheit und innere Dämonen, die einen charismatischen Sänger und visionären Texter dazu brachten, der Welt zu entfliehen.»

»Vielmehr kuratiert er die Stimmen von Dabeigewesenen; er lässt Musikjournalisten, alte Freunde, Bandkollegen sprechen, die sich mit ihren Erzählungen aufs Angenehmste ergänzen, wiederholen, widersprechen.«

DIE ZEIT, Martin Eimermacher (23. April 2020)

Aus dem Englischen von Conny Lösch
Originaltitel: The Searing Light, the Sun and Everything Else: Joy Division
Originalverlag: Faber and Faber
Hardcover, Pappband, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 20 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-453-27251-4
Erschienen am  27. April 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

JOY DIVISION- eine legendäre Band...

Von: Booksfish

08.11.2020

Joy Division gehört für mich zu einer der einflussreichsten Bands überhaupt. Sie ebneten den Weg für völlig neue Ideen und Entwicklungen, nicht nur im Bereich Post- Punk. Genre wie Dark Wave, Indie Rock und Gothic Rock wurden maßgeblich von Joy Divison beeinflusst. In „Sengendes Licht, die Sonne und alles andere“ (was für ein wunderschöner Titel bitte) erschienen 2020 bei heyne.hardcore , vereint Jon Savage zahlreiche Interviews, die er über die Jahre mit den wichtigsten Personen in der „Joy Divison Geschichte“ geführt hat. Darunter eben auch Bernard Summer, Peter Hook und Stephen Morris. An dieser Stelle möchte ich gleich sagen, dieses Buch ist absolut nur was für Fans oder für Menschen, die sich generell für Musik Geschichte mit dem Fokus auf Uk 60/70er Jahre interessieren. Das Buch ist durch die Interview Form sehr intensiv, stark und detailreich. Es geht in sehr vielen Kneipen, Clubs- wir sind bei den ersten Versuchen/ Auftritten der Band bis hin zum ersten Studio Album dabei. Besonders die späteren Erzählungen über Ian Curtis haben mich sehr berührt, dieser Mann war einfach so begabt. Hatte so ein wahnsinnig feinfühliges Gespür für Texte, Musik und Visionen einer Generation. Man erfährt aber nicht nur über die Band viel, sondern auch über das Label Factory und Manchester zu dieser Zeit allgemein. Zwischendrin sind auch auch Bilder, Flyer und Konzertplakate eingestreut, was diese Dichte an Informationen und Berichten ein wenig auflockert. Zudem ist das Buch chronologisch aufgeteilt und man hat am Anfang des Buches auch nochmal ein Personenregister, so kommt man auch nicht durcheinander. Große Empfehlung für Fans von Joy Divison und für die, dies vielleicht noch werden wollen! ;)

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Echt und unverfälscht

Von: Thomas Lawall

01.09.2020

Paul Morley, ein englischer Musikjournalist, schrieb zum Konzert am 31.05.1977 im Rafters, Manchester, von "vorhersehbaren" Klängen, aber auch von der "schwer erklärbaren Weise", wie sich die Band von den anderen neuen Formationen unterschied. Pete Shelley, Gründer, Gitarrist und Sänger der Punk-Band Buzzcocks, wollte der Truppe um Sänger Ian Curtis den Namen "Stiff Kittens" verpassen, was die Band ablehnte. Dennoch wurde jener Name auf Plakate gedruckt, weshalb sie beim ersten Konzert am 29.05.1977 verkünden mussten, dass sie nicht selbige seien, sondern "Warsaw". Zunächst deutete nichts darauf hin, dass die allzu unverbindlichen Klänge einer "bemühten Rockband" irgendwann einmal Geschichte schreiben sollten. Immerhin äußerte Morley in einem Interview eine ahnungsvolle Aussage zum Stand der Dinge: "Dieses Bemühen hatte was Interessantes." Erst mit der umstrittenen Umbenennung der Band in "Joy Division", welche fast zwangsweise politische Unterstellungen verursachte, kam Bewegung in den Bekanntheitsgrad, wenn auch die Veränderungen im Sound durch eine Verkettung von Zufällen entstanden. Erstens hatte man stets keinen wirklichen Plan und zweitens nicht einmal ein Aufnahmegerät, um die Dinge, die meist spontan und unkontrolliert entstanden, vernünftig zu rekapitulieren. "Wir haben uns nicht gegenseitig angespornt, eher vollkommen ignoriert. Wir befanden uns alle auf unserer eigenen Insel ...". Keinen Plan hat auch der Rezensent, denn wie sollte man der Ausnahmeband jemals mit Worten gerecht werden. Als Phönix aus der Asche des Post-Punk entstiegen, zelebrierten Joy Division eine verhaltensauffällige Eigenständigkeit, die sich als nicht reproduzierbar zeigte. Vielmehr öffnete sie bis dahin nicht vorhandene Türen für Musikrichtungen wie Dark Wave, Gothic Rock und den wiederum daraus entstandenen Ablegern. Die Umsetzung der Bandgeschichte anhand zahlreicher Interviews, die mit Fotografen, Autoren, Managern, Produzenten, weiteren Zeitzeugen, Ian Curtis' Ehefrau und Bandmitgliedern selbst geführt wurden, hat, wie jede Medaille, zwei Seiten. Die unkommentierte Aneinanderreihung der Originalzitate hat etwas von einer unverfälschten Authentizität, kann aber auch ermüden. Das Personenverzeichnis am Ende, sowie die Reihenfolge deren Auftretens zu Beginn aufzuzählen, erleichtert die Lektüre ganz allgemein. Anstrengend ist sie trotzdem, weil sie -Insider werden jubeln- allzu sehr ins Detail geht. Die immer wieder auftretenden Kuriositäten erheitern dann hin und wieder die ernüchternde Lektüre. Witzig sind Gitarrist Sumners Seitenhiebe auf den "amerikanischen Westküstenkram" der Siebziger oder auf Rick Wakemans (Yes) Soli, den er befähigt sah, "tausend Noten in einer Sekunde" zu spielen. Kurios auch die Tatsache, was man mit Omas modifiziertem Grammophon alles anfangen konnte! Die Zusammenstellung zu einer "Oral History" kommt vielleicht etwas kantig und spröde daher, bleibt aber echt und unverfälscht. Der Grabstein für eine Band, die es so nie wieder geben wird. Eine nüchterne Aufzählung persönlicher, mitunter im Widerspruch stehender Eindrücke. Gut möglich, dass es Ian Curtis genau so gewollt hätte.

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Vita

Jon Savage, geboren 1953 in London, ist ein britischer Pop-Musikjournalist und Publizist. Für die Musikzeitschriften Sounds, New Musical Express und Melody Maker war er von 1977 bis in die 1980er hinein tätig. Seither schrieb Savage regelmäßig als Popmusik-Kritiker für die angesehenen britischen Tageszeitungen The Observer und den New Statesman sowie das Magazin Mojo.Bekannt wurde er vor allem durch seine vielbeachteten Bücher England's Dreaming von 1991 (dt. 2001) sowie Teenage von 2007 (dt. 2008).

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Conny Lösch

Conny Lösch hat in Frankfurt am Main Anglistik und Philosophie studiert, lebt seit vielen Jahren in Berlin und hat unter anderem Bücher von Don Winslow, Tracey Thorn und Jon Savage aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

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Pressestimmen

»Der Popexperte verzichtet dabei auf Starkult und Kommentierung sondern lässt die Zeitzeug*innen zu Wort kommen, die damals in Manchester mit dabei waren«

»Die Oral History von Joy Division ... zeichnet die Tragödie und ihre Entstehung nach.«

»Man erhält ganz neue Einblicke in Curtis′ Texte.«

»Trotz des tragischen Endes ist es ein durchaus euphorisches und teils geradezu heiteres Buch, das auf Verklärung und Bedeutungshuberei verzichtet.«

Falter, Gerhard Stöger (13. May 2020)

»Ein bemerkenswertes Buch-Projekt«

»Stattdessen montiert er Zitate der Protagonisten, sodass sich ein chronologisches Tableau entwickelt, das Widersprüche lebendig einwebt, zugleich fast schon wie Detektivarbeit anmutet.«

Rolling Stone (30. April 2020)

»Ein verdammt gutes Buch«

Abendzeitung (03. June 2020)

»Savage gelingt es, anhand der Aussagen das Lebensgefühl der jungen Menschen im trostlosen Manchester zu vermitteln, aber auch die Atmosphäre der Subkultur und die Energie des Underground.«

APA, Wolfgang Hauptmann (18. May 2020)

»Was für ein spannendes, gelungenes Buch, welches in edler Optik und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet ist . So muss eine Rockbiografie sein.«

kamikaze radio (07. May 2020)

»Hervorragend aufgearbeitet«

»Die Erinnerungen der Zeitzeugen ergänzen sich ganz wunderbar, sie wiederholen und widersprechen sich aber auch, was einen ganz besonderen Reiz ausmacht.«

Emder Zeitung (13. June 2020)

»Savages berührendes Buch erzählt die Geschichte der Menschen hinter dem unvergesslichen Sound.«

Loud & Quiet (08. April 2019)

»Sengendes Licht, die Sonne und alles andere erzählt davon, wie Ende der Siebziger eine Gruppe unzufriedener Jugendlicher der Schutthalde Manchester neues Leben einhauchte.«

Q (08. April 2019)

»Das knappe, lebendige Portrait einer Gruppe, deren Musik seit 40 Jahren inspiriert, schockiert und begeistert.«

Mojo (08. April 2019)

»Das Buch besitzt eine Wärme und Leichtigkeit, die vielen Porträts dieser Band abgehen. Dass die Geschichte so mit Leben gefüllt wird, macht sie umso schmerzlicher.«

Sunday Times (08. April 2019)