Gehe hin, stelle einen Wächter

Roman

Hardcover
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Der sensationelle Manuskriptfund - das literarische Großereignis!

Harper Lee hat bisher nur einen Roman veröffentlicht, doch dieser hat der US-amerikanischen Schriftstellerin Weltruhm eingebracht: „Wer die Nachtigall stört“, erschienen 1960 und ein Jahr später mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet, ist mit 40 Millionen verkauften Exemplaren und Übersetzungen in mehr als 40 Sprachen eines der meistgelesenen Bücher weltweit. Mit „Gehe hin, stelle einen Wächter“ – zeitlich vor „Wer die Nachtigall stört“ entstanden – erscheint nun das Erstlingswerk. Das Manuskript wurde nie veröffentlicht und galt als verschollen – bis es eine Freundin der inzwischen 89-jährigen Autorin im September 2014 fand.

In „Gehe hin, stelle einen Wächter“ treffen wir die geliebten Charaktere aus „Wer die Nachtigall stört“ wieder, 20 Jahre später: Eine inzwischen erwachsene Jean Louise Finch, „Scout“, kehrt zurück nach Maycomb und sieht sich in der kleinen Stadt in Alabama, die sie so geprägt hat, mit gesellschaftspolitischen Problemen konfrontiert, die nicht zuletzt auch ihr Verhältnis zu ihrem Vater Atticus infrage stellen.

Ein Roman über die turbulenten Ereignisse im Amerika der 1950er-Jahre, der zugleich ein faszinierend neues Licht auf den Klassiker wirft. Bewegend, humorvoll und überwältigend – ein Roman, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht.

„Eines ist mit diesem Roman, der fortan immer mit seinem Vorgänger gelesen werden muss, endgültig bewiesen: Harper Lee ist kein ‘One-Hit-Wonder‘.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung (16. Juli 2015)

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Originaltitel: Go Set A Watchman
Originalverlag: Harper Collins
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-421-04719-9
Erschienen am  17. Juli 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Hammer!

Von: Sophia Maier aus Gauting

27.11.2020

Das Buch ist nicht nur eine fantastsiche Fortsetzung von "wer die Nachtigall stört", um herauszufinden was mit den Charakteren passierte (fast jeder wird erwähnt) sondern auch für sich ein wunderbares Buch. Alleinstehend muss ich sagen, dass ich es sogar fast lieber mag als die Nachtigall, da es sich einige Längen spart und nicht ganz so kindlich ist sondern aus Sicht einer starken, reflektierten, klugen jungen Frau. Es ist auch heute, 70 Jahre nach der Verfassung brandaktuell und behandelt Themen wie Sexismus, Emanzipation und Rassismus. Es ist sejr kurzweilig, wunderbar geschrieben, hat teilweise einen sehr trockenen, aber guten, Humor und kluge Gedanken. Es hat mich sehr gefesselt.

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DER NEUE ROMAN VON HARPER LEE IST EIN ENTWURF

Von: Tanja Jeschke aus Stuttgart

02.06.2016

Rezension Harper Lee: Geh hin, stelle einen Wächter. Roman, DVA 2015, 314 Seiten. DER NEUE ROMAN VON HARPER LEE IST EIN ENTWURF Von Tanja Jeschke Die US-Autorin Harper Lee hatte einen zweiten Roman in der Schublade. Was für eine Sensation, als das im letzten Jahr entdeckt wurde! Denn wer kennt nicht ihren wunderbaren Bestseller „Wer die Nachtigall stört“, der 1962 mit Gregory Peck erfolgreich verfilmt wurde und drei Oscars bekam. Wer würde da nicht voller Neugier zu ihrem neuen Roman greifen, zumal man auch hier wieder auf Scout trifft, auf ihren Vater Atticus und das Städtchen Maycomb in Alabama? Es geht zwar das Gerücht, dass die inzwischen 89-jährige Harper Lee, die in den vergangenen Jahrzehnten sehr zurückgezogen lebte, selbst gar nicht überzeugt war von der Veröffentlichung. Dennoch schafften es die Verlage in der ganzen Welt, ihren „neuen Roman“ gleichzeitig herauszubringen und die Sensation dadurch noch zu steigern. Bei DVA ist er also unter dem Titel „Geh hin, stelle einen Wächter“ erschienen. Was ist nun dran an dieser Entdeckung? Überzieht uns wieder die Gänsehaut des Mitfieberns mit der Gerechtigkeit, der Atticus in der „Nachtigall“ so großartig seine Stimme leiht? Spüren wir wieder die Schwüle des amerikanischen Südens, vollgesogen mit den Düften üppiger Begonien? Zittern wir mit Scout und ihrem Bruder auf der Schwelle des Begreifens, wie diese Welt wirklich ist? Nein, all das ist nicht der Fall. Aber lassen wir die Sensation doch ruhig platzen, lassen wir diesen neuen Roman das sein, was er ist: Der Entwurf einer werdenden Autorin. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Dieser Entwurf ist von 1957, d.h. er ist älter als die „Nachtigall“, gleichzeitig sind auch die Figuren älter, Scout bereits 26, in New York lebend, sie kommt heim und gerät in eine tiefe Auseinandersetzung mit Atticus. Denn, und das hören wir gar nicht gern: Atticus ist hier nicht der grandiose Gerechte, der es den rassistischen Südstaatlern zeigt, nein, er ist selber ein erzkonservativer Knochen, unbelehrbar in seinem Denken über die „Neger“. Das ist ein harter Bruch, über den man nicht so recht hinweg kommt. Die Frage, wie dieser Mann, der hier in der Bürgerwehr reaktionärer Südstaatler mitwirkt, in der „Nachtigall“ als ein solcher Gentleman auftreten kann, steht ungelöst im Raum, ungelöst wie auch vieles andere. Aber genau das ist das Recht eines Entwurfs. Die vielen Dialoge zwischen Atticus und Scout leisten die mühsame Denkarbeit für die literarische Ausbalanciertheit ihres späteren Nachtigall-Romans. Deshalb wirkt dieser „neue“ Text unfertig, unorganisiert, er plaudert vom Weg ab und Scout erzählt weitschweifige Anekdoten aus der Familien- und Stadtgeschichte. Am Ende hört sie schließlich doch auf ihren Onkel, der sie väterlich belehrt, und auch das liest man nicht gern. Aber ein Entwurf darf das. Er darf sich nur nicht für einen guten Roman halten. Und das wusste Harper Lee.

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Vita

Harper Lee wurde 1926 in Monroeville/Alabama geboren. Sie studierte ab 1945 Jura an der Universität von Alabama, ging aber vor dem Abschluss nach New York und arbeitete bei einer internationalen Luftverkehrsgesellschaft. Für das 1960 veröffentlichte Debüt und ihr bis 2015 einziges Buch "Wer die Nachtigall stört" erhielt sie mehrere Preise, u.a. den Pulitzer-Preis. Der Roman zählt zu den bedeutendsten US-amerikanischen Werken des 20. Jahrhunderts, wurde in 40 Sprachen übersetzt und hat sich international rund 40 Millionen Mal verkauft. "Gehe hin, stelle einen Wächter" wurde von Harper Lee vor ihrem Weltbestseller "Wer die Nachtigall stört" geschrieben und galt als verschollen. 2015, fast sechzig Jahre später, erschien er unter großer weltweiter Aufmerksamkeit und führte in Deutschland und der englischsprachigen Welt die Bestsellerlisten an. Harper Lee, 2007 mit der amerikanischen Freiheitsmedaille des Präsidenten ausgezeichnet, lebte zurückgezogen in ihrem Heimatort Monroeville/Alabama, wo sie im Februar 2016 verstarb.

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Ulrike Wasel

Ulrike Wasel und Klaus Timmermann leben und arbeiten seit vielen Jahren als Übersetzer angloamerikanischer Literatur in Düsseldorf. Zu den von ihnen ins Deutsche übertragenen Autorinnen und Autoren zählen Andre Dubus III, Dave Eggers, Tana French, Jane Harper, Jess Kidd, Harper Lee und Delia Owens.

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Pressestimmen

„Eine literarische Sensation.“

Süddeutsche Zeitung (11. Juli 2015)

„Der Roman ist auf schmerzhafte Weise die bessere Literatur, weil er moralisch nicht so selbstgewiss ist, sondern unsicher wie wir alle.“

Der Spiegel (18. Juli 2015)

"Ein immens politischer, vor allem diskursiver Roman."

DIE WELT (15. Juli 2015)

"Eine große erzählerische Kraft (…). Man wünscht sich nach der Lektüre, Harper Lee hätte (...) noch ein paar weitere Romane veröffentlicht."

Zeit Online (15. Juli 2015)

"Nur beide Bücher zusammen (...) geben einen wirklichen Einblick in den Geist jener Zeit."

Spiegel Online (15. Juli 2015)

„Die literarische Sensation des Sommers.“

WDR5 (14. Juli 2015)

»Verstörend, witzig, ernst, kurzweilig – alles auf einmal ist dieser Roman.«

Süddeutsche Zeitung, 16.07.2016

"'Gehe hin, stelle einen Wächter' ist vermutlich das ehrlichere Buch. Es schildert anschaulich und offen, wie Menschen in den Südstaaten über Rassentrennung dachten."

Berliner Zeitung (15. Juli 2015)

"Flüssig und mitreißend geschrieben und (...) auch mehr als ein halbes Jahrhundert später kein bisschen vergilbt."

DPA, Christina Horsten (15. Juli 2015)

"Eines der aufregendsten Leserlebnisse seit langem."

Rheinische Post (16. Juli 2015)

"(Es) zeigten jüngst die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Ferguson, wie traurig-aktuell der Roman nach fast 60 Jahren noch ist."

Kölnische Rundschau (15. Juli 2015)

»Märchenhaft: Ein neues Buch von Harper Lee. […] Die Rückkehr der Nachtigall.«

sueddeutsche.de, 04.02.2015

»Es ist eine Literatur-Sensation.«

stern.de, 05.02.2015

"Hier wird eine nationale Ikone gestürzt. Zur richtigen Zeit."

Gießener Allgemeine (16. Juli 2015)

»Die Sensation, die Medien, Fans und Buchhändler auf der ganzen Welt hyperventilieren lässt: Ein Manuskript ist aufgetaucht.«

NZZ am Sonntag (CH), 08.02.2015

»Spannend erzählt, mal mit feinem, mal mit bitterem Witz, mit genauem Blick auf die Zeit und dabei menschlich zeitlos.«

DONAUKURIER, 17.07.2015

»Kühn komponiert […]. Die Dekonstruktion eines Mythos.«

Süddeutsche Zeitung, Fritz Göttler, 17.07.2015

»›Gehe hin, stelle einen Wächter‹ [ist] ein packender Coming-of-Age-Roman.«

die tageszeitung, 25.07.2015

»Der Roman ist wie eine Flaschenpost. Mehr als ein halbes Jahrhundert war er unterwegs, bis er seine Leser gefunden hat.«

deutschlandfunk.de, 26.07.2015

»Ein Weltbestseller, eine literarische Sensation, ein unvergängliches Werk.«

denglers-buchkritik.de, Von Alex Dengler, 10.08.2015

»Eine elegant und glänzend geschriebene Geschichte - und eine, die sich auch aus heutiger Sicht noch auf eine hellsichtige Weise zeitgenössisch liest.«

funkhauseuropa.de, 11.08.2015

»Eine glänzend geschriebene, sehr emotionale und wirklichkeitsnahe Geschichte, die zum Teil traurig und schmerzhaft aber auch oftmals amüsant daherkommt.«

Radio Mülheim Sdg. Literadio, 09.08.2015

»Großartig, genial, wunderbar, eigentlich kann ich nicht genug Lobesworte finden.«

eschborner-zeitung.de, 24.12.2015

»Trotzdem ist dieses einst abgelehnte Manuskript unbedingt lesenswert. Es besitzt unbestreitbare Qualitäten und es thematisiert mit Leidenschaft und Witz eine Fülle zeittypischer Konflikte.«

SWR2 Forum Buch, 09.08.2015

»Die Sprache der Geschichte des Vorgängerromans ist uneitel und klar, doch vom ersten Satz an packend und faszinierend.«

Frau und Mutter, 10/15

»Ein psychologisches Meisterwerk über Rassentrennung, Zivilcourage und über das Erwachsenwerden.«

Der Sonntag, 20.09.2015

»Solch brillante Unterhaltung wie hier hat man noch nie in die Hand bekommen.«

literaturmarkt.info, 28.09.2015

»Atemberaubend!«

Neue Westfälische, 10.12.2015