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Und die Braut schloss die Tür

Roman

(5)
eBook epub
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Eine geistreiche, unterhaltsame Komödie über arabische Juden in Israel und zugleich eine subtile Auseinandersetzung mit der Selbstfindung der Frau: Kurz vor ihrer Hochzeit schließt sich Margi in ihrem Zimmer ein und verkündet: „Ich heirate nicht.“ Aber warum? Die Braut bleibt stumm – was bei den anderen einen Tumult an schmerzlichen Erinnerungen und unterdrückten Konflikten hervorruft. Der Bräutigam Matti kann nicht anders, als an ihrer Liebe zu zweifeln; ihre Mutter Nadja muss daran denken, dass sie vor zehn Jahren ihre jüngere Tochter Natalie und vor fünf Jahren ihren Mann verloren hat; Mattis Eltern zerbrechen sich über die Kosten des Fests den Kopf; Margis Cousin Ilan, der Schmuck und Frauenklieder liebt und eine enge Beziehung zur schwerhörigen Großmutter Savtona hat, will unbedingt helfen und steht nur im Weg. Als alle Überredungskünste zu versagen drohen, scheint einzig die alte Savtona den Schlüssel zum Herzen der Braut zu finden ...

»Ein tragikomisches Kammerstück über komplizierte Zwischenmenschlichkeiten.«

Annabelle (21. November 2018)

Aus dem Hebräischen von Gundula Schiffer
Originaltitel: And the Bride Closed the Door
Originalverlag: Keter
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-21583-5
Erschienen am  20. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Die Braut, die sich traut

Von: Lesereien

18.06.2021

“Ich heirate nicht, heirate nicht, heirate nicht” lässt Ronit Matalon die Protagonistin ihres Romans "Und die Braut schloss die Tür" ausrufen. Margi schließt am Tag ihres Hochzeit die Tür zu ihrem Schlafzimmer und zeigt sich der Familie nicht mehr. Sie verweigert jedes Gesprächs, gibt keine Antworten und geht auf keine Bitten ein. Matalon kurzer Roman ist eine ausdrucksstarke Charakterstudie. Wie in einem Kammerspiel lässt er den einzelnen Charakteren Raum. Da ist zum Beispiel Nadja, Margis Mutter, die sich nur darüber sorgt, ob sie nun für die Kosten der geplatzten Hochzeit aufkommen muss. Oder Matti, der Bräutigam, den die Situation überfordert, der gekränkt ist und sich in der Überlegung verliert, ob Margi ihn nun wirklich liebt oder nicht. Ilan, der Cousin der Braut, interessiert sich indessen nur für Schmuck und Kleidung und kann dem Anblick seiner eigenen Augen kaum widerstehen. Über all diesen Charakterstudien steht natürlich die Figur der Braut, die es gewagt hat, sich den Traditionen zu widersetzen, die die Anpassung verweigert und aus dem Rahmen fällt. Das selbstbewusste und starke “Nein” der Braut, von der an diesem Tag ausschließlich ein “Ja” erwartet wird, macht den Roman zu einem Kommentar über Selbstbestimmung, Konventionen- und Erwartungsbrüchen und dem Willen, sich zu widersetzen. Der Roman ist ein Familientableau, wie man es gekonnter wohl kaum festhalten könnte. Seine Beschreibungen und kurzen Bemerkungen zeichnen sich zum Teil durch einen dunklen Humor aus, um gleich im nächsten Augenblick wieder ernster zu werden. Kein Wort scheint dabei zu viel, kein Satz zu lang, keine Szene am falschen Platz. "Und die Braut schloss die Tür" ist ein wunderbar kluges und gelungenes Buch, das es verdient hat, den Weg in die Hände möglichst vieler Leser zu finden.

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Poetisch und sehr vielschichtig

Von: Livia

03.11.2018

Beschreibung des Verlages: Eine geistreiche, unterhaltsame Komödie über arabische Juden in Israel und zugleich eine subtile Auseinandersetzung mit der Selbstfindung der Frau. Kurz vor ihrer Hochzeit schließt sich Margi in ihrem Zimmer ein und verkündet: „Ich heirate nicht.“ Aber warum? Die Braut bleibt stumm – was bei den anderen einen Tumult an schmerzlichen Erinnerungen und unterdrückten Konflikten hervorruft. Der Bräutigam Matti kann nicht anders, als an ihrer Liebe zu zweifeln; ihre Mutter Nadja muss daran denken, dass sie vor zehn Jahren ihre jüngere Tochter Natalie und vor fünf Jahren ihren Mann verloren hat; Mattis Eltern zerbrechen sich über die Kosten des Fests den Kopf; Margis Cousin Ilan, der Schmuck und Frauenklieder liebt und eine enge Beziehung zur schwerhörigen Großmutter Savtona hat, will unbedingt helfen und steht nur im Weg. Als alle Überredungskünste zu versagen drohen, scheint einzig die alte Savtona den Schlüssel zum Herzen der Braut zu finden ... Meine Meinung: Dieses Buch ist erst gerade im Oktober bei mir eingezogen und ich konnte es kaum erwarten, es endlich zu lesen. In den letzten Tagen hatte ich nämlich zum ersten Mal im Oktober wirklich Zeit, zu lesen, und leider haben mich gleich zwei Bücher nicht komplett überzeugen können, weshalb nun nach einigen leichteren Romanen endlich wieder einmal ein anderes Genre hermusste. "Und die Braut schloss die Tür" hat mich direkt in ein chaotisches Geschehen hineinkatapultiert: Margi scheint ihre Hochzeit platzen lassen zu wollen, die Emotionen kochen hoch und plötzlich überschlagen sich Rettungsversuche, kleine Zwiste und persönliche Bedenken und fliessen zu einer amüsant dargestellten Geschichte zusammen, die auch mit leisen Tönen überzeugen kann. Diese bunte Mischung an sprachlicher Finesse, kulturellen Eigenheiten, Vorurteilen und ganz viel zartem bis bittersüssem Humor haben mich komplett überzeugt. Schreibstil und Handlung: Bereits in der Beschreibung könnt ihr erkennen, dass wir es zwar mit ganz wenigen Buchseiten, aber sehr vielen Facetten zu tun haben. Unterschiedliche Figuren und ihre Persönlichkeiten, drei Generationen und Lebensansichten, ein Brautpaar, ein Elternpaar und ganz viele kleine und grössere Meinungsverschiedenheiten, zugleich aber auch die unterschiedlichsten Lösungsansätze für gefühlt alle Probleme der Menschheit. Auch der Schreibstil macht keine Umschweife: sofort ist man als Leserin und Leser mitten im Buch, mitten im Geschehen, möchte eingreifen, möchte vermitteln und möchte verstehen. Und dann entwickelt sich eine Geschichte, die unendlich reich ist, die innerhalb von ganz wenigen Seiten von Verlust, Liebe, Enttäuschung, Schmerz und Emanzipation erzählt, die eine starke Braut und eine weise Grossmutter, aber auch eine trauernde Mutter und Ehefrau, einen respektvollen Bräutigam und dessen Eltern, sowie eine ganze auf eine definitive Entscheidung wartende Hochzeitsgesellschaft beinhaltet. Dies wird mit einer humorvollen und einfühlsamen Sprache erzählt, die manchmal sehr sanft und poetisch, manchmal aber auch kritisch und fast ein wenig bissig wirkt, die aber immer perfekt zur Situation und den Figuren passt. Meine Empfehlung: Sehr gerne empfehle ich euch dieses poetische und von einer sanften Melancholie, aber auch einem manchmal fast schon bösen Humor durchzogene Buch weiter, das die Geschichte einer selbstbestimmten Braut und den starken Frauen in ihrem Leben beinhaltet. Wie viele Wege gibt es, eine Braut, die sich nicht trauen will, aus ihrer Kammer zu locken? Und welcher Weg führt direkt zu ihrem Herzen? Findet es heraus, lest dieses Buch. Zusätzliche Infos: Titel: Und die Braut schloss die Tür Originaltitel: And the Bride Closed the Door (Wehakala sagra et hadelet) Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 160 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Hebräisch Übersetzt von: Gundula Schiffer Verlag: Luchterhand Literaturverlag Erschienen: 20.08.2018 ISBN: 978-3-630-87564-4

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Vita

Ronit Matalon wurde 1959 als Kind ägyptisch-jüdischer Immigranten in der Nähe von Tel Aviv geboren. Sie hat Literatur und Philosophie studiert und als Journalistin und Literaturkritikerin gearbeitet. Sie hat mehrere Romane veröffentlicht, wurde u.a. 2009 mit dem Bernstein Prize und 2017 mit dem Brenner Prize, dem Literaturpreis des Israelischen Schriftstellerverbandes, ausgezeichnet, war Dozentin an der Universität Haifa und der Sam-Spiegel-Filmschule in Jerusalem. Ronit Matalon starb Ende des Jahres 2017.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Es ist eine Novelle im klassischen Sinn, schlank und stringent durchkomponiert.«

Jakob Hessing / Frankfurter Allgemeine Zeitung (13. December 2018)

»Mit ihrer bittersüßen Komödie ›Und die Braut schloss die Tür‹ macht Ronit Matalion die Kluft zwischen den in Israel lebenden Menschen deutlich.«

Biggi Müller / Radio BRF1 (15. October 2018)

»Der Roman besticht durch seine Spache, und die Autorin weiß gezielt Ironie einzusetzen.«

Christian Rohracher / www.sandammeer.at (29. August 2018)