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Das Feld

Roman

(3)
Taschenbuch
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Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Ein anderer hat nun endlich verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte siebenundsechzig Männer, doch nur einen hat sie geliebt.
In Robert Seethalers neuem Roman geht es um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Buch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlichen Erlebens.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Das Feld
Originalverlag: Hanser Berlin
Taschenbuch, Klappenbroschur, 272 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48998-5
Erschienen am  09. Dezember 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

"Vielleicht erzählten sie von drüben."

Von: Travel Without Moving

08.11.2020

"Er malte sich aus, wie es wäre, wenn jede der Stimmen noch einmal Gelegenheit bekäme, gehört zu werden. Natürlich würden sie vom Leben sprechen. Er dachte, dass der Mensch vielleicht erst dann endgültig über sein Leben urteilen konnte, wenn er sein Sterben hinter sich gebracht hatte. Aber vielleicht hatten die Toten gar kein Interesse an den Dingen, die hinter ihnen lagen. Vielleicht erzählten sie von drüben. Davon, wie es sich anfühlt, auf der anderen Seite zu stehen." (Seite 10) Ein Mann kommt fast täglich auf den Paulstädter Friedhof, der auch ‚das Feld‘ genannt wird. Er sitzt auf einer morschen Bank, denkt über die Toten nach, die hier begraben sind, ist überzeugt davon, die Toten sprechen zu hören. Und die Toten erzählen tatsächlich ihre Geschichte. Sie ergreifen einzeln das Wort, berichten von ihrem Leben, ihren Lieben, ihren Hoffnungen, Enttäuschungen, Sehnsüchten und Fehlern. Der Roman besteht aus vielen kleinen Geschichten der verstorbenen Einwohner Paulstädts, die sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Die einzelnen Geschichten sind unterschiedlich lang, bestehen aus einem einzigen Wort oder erstrecken sich über mehrere Seiten. Stets haben die Lebensgeschichten der Paulstädter etwas in mir angestoßen, stets sind sie meisterhaft geschrieben und mitreißend, sprachlich anspruchsvoll und dennoch flüssig und schnell lesbar, bisweilen tragisch, oft berührend. Nach ‚Der Trafikant‘ und ‚Der letzte Satz‘, die mir beide sehr gut gefallen haben, war ‚Das Feld‘ mein drittes Buch von Robert Seethaler und ist mein bisheriges Lieblingsbuch des Autors. Die Idee, eine komplexe Geschichte anhand der Toten eines Ortes zu erzählen, fand ich ungewöhnlich und spannend, und die Umsetzung ist Seethaler wirklich perfekt gelungen. ‚Das Feld‘ verbindet viele Leben und Geschichten zu einem Roman, der einen faszinierenden Blick auf das Leben, auf das Sterben und auf den Tod ermöglicht. Robert Seethaler: Das Feld. Goldmann, 2020, 269 Seiten; 12 Euro.

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Ruhig, klar und zum Nachdenken

Von: Lesen.ist.Liebe

22.02.2020

Der Friedhof von Paulstadt wird einfach nur "das Feld" genannt und die verstorbenen Bewohner dieser Stadt bekommen in diesem Buch eine letzte Stimme und berichten über ihr vergangenes Leben. Jedem Verstorbenen ist ein Kapitel gewidmet, die entsprechend kurz gefasst sind. Manche dieser Geschichten hängen direkt zusammen, bei anderen ist eine Verbindung erst später erkennbar, wieder andere sind ohne erkennbare Verbindung. Auch wenn es traurig klingt, so ist es dieses Buch nicht. Es erzählt von den vielen unterschiedlichen Wegen, die jemand im Leben einschlagen kann, vom Scheitern, vom Hoffen, von der Liebe und von Enttäuschung. Immer in einer ruhigen, klaren, sitzenden Sprache. Man taucht ein in viele Leben und Robert Seethaler schafft eine ganz besondere Atmosphäre in seinem Buch. Ein gutes Buch in schöner Sprache.

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Vita

Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane »Der Trafikant«, »Ein ganzes Leben«, »Das Feld« und »Der letzte Satz« wurden zu Bestsellern. Robert Seethaler lebt in Wien und Berlin.

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