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Rezensionen zu
Lebensstufen

Julian Barnes

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Julian Barnes „Lebensstufen“ btb Verlag – deutsch: 2014 Ein tiefsinniges, lesenswertes, bedenkenswertes Buch über Ballonfahrten, Fotografieren, Lieben, Sterben und Trauern. Über Höhen und Tiefen, den technischen Fortschritt und menschliche Beziehungen. Allein schon der erste Satz: „Man bringt zwei Dinge zusammen, die vorher nicht zusammengebracht wurden, und die Welt hat sich verändert.“ Zunächst könnte man denken, es handle sich um eine Geschichte der Ballonfahrt, oder der Fotografie. Höhe, Tiefe und Abbildungen werden jedoch als Metaphern verwendet um das eigentliche Thema des Buchs, die Trauer in einen größeren Rahmen zu setzten. „Man empfindet den schmerzlichen Verlust des gemeinsamen Vokabulars, der Metaphern, Neckereien, Abkürzungen, Insider-Witze, Albernheiten, vorgeblichen Rügen, amourösen Fußnoten – all der versteckten Anspielungen, die voller Erinnerungen sind, aber wertlos, wenn man sie Außenstehenden erzählt. “ p.108 Ich möchte auch noch den Klappentext zitieren: „Julian Barnes neues Buch handelt von Ballonfahrten, Fotografie, Liebe und Trauer. Davon, dass man zwei Menschen miteinander verbindet und sie wieder auseinanderreißt. Und von seiner Trauer über den Tod seiner Frau – schonungslos offen, präzise und zutiefst berührend.“ „Ein Taj Mahal aus Papier“ THE OBSERVER

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„Lebensstufen“ von Julian Barnes – ein Roman über geschichtsträchtige Ballonfahrten und die ersten Tage der Fotografie – und was all dies mit Liebe und Trauer zu tun hat. Julian Barnes – der mit seinem Buch „Vom Ende einer Geschichte“ den renommierten Man Booker Prize bekam – erzählt in diesem kleinen Buch von seiner Liebe zu seiner Frau, von ihrem Sterben und seinem Umgang mit der Trauer. Es ist eine kleine Perle geworden. Selten hat jemand so berührend und schonungslos ehrlich über einen persönlichen Verlust geschrieben: „….es stimmt, man kommt drüber hinweg…. Aber man kommt nicht so drüber hinweg wie ein Zug über die Downs: raus aus dem Tunnel, hinein in den Sonnenschein und rasch hinabgerattert zum Ärmelkanal; man kommt heraus wie eine Möwe aus einem Öllache. Man ist geteert und gefedert fürs Leben.“ „Es gibt vieles, was uns nicht umbringt, aber auf ewig schwächt.“ Julian Barnes: Lebensstufen. btb, 9,99 EUR

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In diesem Buch schreibt der erfolgreiche Autor Julian Barnes ganz privat über den Tod seiner Frau, die ihn ein Leben lang glücklich gemacht hat. Er schreibt darüber, wie es ist einen wichtigen Menschen zu verlieren und versuchte den Worten Leid und Trauer eine ganz eigene, besondere Defintion zu geben. Dies ist mein erstes Buch von dem umschwärmten Julian Barnes, aber bestimmt nicht mein letztes. Auch wenn ich wusste, das er ein sehr guter Autor und Wortjongleur sein sollte, war ich sehr überrascht als ich das erste Kapitel las. Es war wunderschön! Jedes Wort passte an seinen Platz, keines sprang aus der Reihe und obwohl man alles flüssig und einfach lesen konnte wurde ich gleichzeitig vom Inhalt berührt. Anfangs steigt man eher sachlich in die Geschichte ein, da Barnes über die unterschiedlichsten Ereignisse im Bereich der Ballonfahrt berichtet. Dann erzählt er kurz die Liebesgeschichte von einer Frau und einem Mann und schreibt schließlich über seine Frau, Pat. Besonders der letzte Abschnitt hat mein Herz berührt. Seine wahre, aufrichtige Liebe konnte man in jedem einzelnen Wort spüren. Ich habe wirklich einiges an Tränen vergossen. Nicht nur weil ich Barnes für den Verlust so sehr bemittleidet habe, sondern weil er einem das eigene Leid und die eigene Verletzlichkeit so schonungslos vors Auge führte. Ich hatte eigentlich einen guten, schönen Tag hinter mir doch nach dem Lesen fühlte ich mich tieftraurig. Und gleichzeitig unglaublich leicht. So als wäre ich ein Stückchen gewachsenen und würde etwas mehr wissen. Generell setzt sich Barnes in dem Buch sehr genau mit den beiden Wörtern Leiden und Trauern auseinander. Er spricht über dessen Wurzeln, Verlauf und auch deren Überwindung. Sehr beeindruckend! Besonders schön fand ich hier einfach, dass man nicht einer Geschichte lauscht die erzählt wird, sondern Barnes den Lesern einen Blick in seinen Kopf und sein Herz gewährt. ~ FAZIT ~ Dieses Buch ist ein kleines Juwel, dass man ganz fest an sich drücken möchte weil man es während dem Lesen so lieb gewonnen und so viele Tränen zwischen den Seiten verloren hat. Schön und unglaublich traurig zugleich.

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