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Franka Frei

Krötensex

Roman

Paperback
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Weder verliebt, noch in Berlin

Amerika. So heißt das Kaff in der ostdeutschen Provinz, in das es Frieda verschlägt, um ihr Studium zu beenden. Selbst schuld, wer das Kleingedruckte in der Studienordnung nicht liest. Leider passt dieses Provinzloch so gar nicht zu Friedas life goal: vegane, Adorno zitierende Weltverbessererin sein, die um die W›elt trampt und ihren shit together hat – wie Freia, Friedas perfekte Zwillingsschwester. Mühelos attraktiv sein wie Freia, das ist die Devise! Sonst wird’s zu viel. Und zu viel ist Frieda eh schon: zu laut, zu groß, zu viel Make-up. Immer und überall. Ob sich am Ende trotzdem body positivity und ein lebenslauftaugliches Praktikum finden lassen?

»Ein wahnwitziges Buch. So federleicht wie Franka schreiben nur die, denen das Leben noch nicht dazwischen gekommen ist.« Caroline Rosales

»Frei schreibt in authentischem Ton über eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst.«

Freundin (10. March 2021)

ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-42332-9
Erschienen am  08. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Berlin, Deutschland

Rezensionen

Zeitgenössische Coming-of-Age Story

Von: eat.read.love

22.06.2021

Bei "Krötensex" handelt es sich um ein zeitgenössisches Coming-of-Age, in dem ich mich als junge Frau sehr stark wiedergefunden habe. Deswegen hat diese Geschichte für mich so gut funktioniert: Auch ich bin eine junge Frau, die sich mit dem Erwachsenwerden beschäftigt. Wer möchte ich sein? Wie sollen andere mich wahrnehmen? Welche Generationenkämpfe müssen wir heute kämpfen? Genau da hat Franka Frei eingesetzt. Sie hat mit ihrer Protagonistin genau dorthin getroffen, wo es momentan am meisten weh tut. Nämlich am Selbstwert, der nicht nur von außen bestimmt wird, sondern auch von innen. Der Selbstwert, der durch Vergleiche mit anderen leidet und der durch das Frausein in unserer Gesellschaft bestimmt wird. Frieda wird innerlich hin und her geworfen von den Anforderungen, die ihre Generation an sie stellt: Sei möglichst unabhängig, tue alles für deine Selbstverwirklichung und sei dabei möglichst schlank, feminin (was auch immer das heißt) und begehrenswert. Verhalte dich möglich frei, reise um die Welt und sammle Erfahrungen, achte aber dennoch auf deinen ökologischen Fußabtruck. Unter dieser Last schrumpft Frieda immer mehr zusammen - genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen möchte. Selbst der Gang zur Psychotherapie wird hier als Schritt der Selbstverwirklichung und als Handlung nach außen behandelt, nach dem Motto "Ich kann meiner Instagram-Gemeinde ja nicht mit mental health kommen, wenn ich im echten Leben nicht für meine mentale Gesundheit sorge". Beim Lesen hat das immer wieder geschmerzt, weil ich aus dieser Mentalität selbst so viel habe. Ständig muss man überprüfen, ob man gerade etwas der Gesellschaft wegen tut, oder weil man es wirklich will. Wir leben momentan in einer Ratgeber-Gesellschaft: Optimiere dich und dein Leben, wo es nur geht. Einziges Ziel: Sei glücklich, optimiere dich, verwirkliche dich. Das sind alles Dinge, die ihre Berechtigung haben, aber auch Wege, die in einen Wahn des Nicht-genug-Seins führen können. Auch wenn Friedas Gedanken oftmals ernst und kritisch sind, ist das Buch dennoch locker zu lesen. Es macht Spaß, Frieda und ihre Clique zu begleiten. Ein paar Längen hatte es schon, aber so ist das ja auch beim Erwachsenwerden ;)

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Witzig und wichtig!

Von: ricysreadingcorner

30.05.2021

Ha! Ich wette, auch dir ging es so wie mir. Du hast diesen Titel und das Cover gesehen und konntest einfach nicht weiterscrollen bzw. weitergehen, falls dir das Buch zum ersten Mal ganz analog in der Buchhandlung in die Quere gekommen ist. Selbst, wenn man nicht auf Anhieb denkt Wow, das muss ich lesen! Will man doch zumindest wissen, worum es in diesem Buch mit dem sonderbaren Cover und verrückten Titel geht. Oder? ODER? Worum geht’s? Es geht um Frieda, Studentin, Anfang 20, die es versäumt hat beim Einschreiben an ihrer privaten Hochschule das Kleingedruckte zu lesen. Diese wirbt nämlich ganz großspurig mit Studieren in Berlin und Amerika, gemeint sind aber nicht die USA sondern ein kleines Kaff in Ostdeutschland, das aus nicht viel mehr als ein paar Häusern, der Privathochschule und einem Studiklub besteht. Dorthin verschlägt es nun also Frieda und zwei ihrer Freunde. Ein kleiner Kulturschock für die Berliner Großstadtkids und speziell für Frieda, deren Ziel es eigentlich ist, möglichst wie ihre Zwillingsschwester Freia zu sein: cool, interessant, mühelos attraktiv, immer in der Weltgeschichte unterwegs und dabei die Welt verbessernd durch hippen Aktivismus. Von sich selbst hat Frieda leider ein ganz anderes Bild, sie hält sich immer für zu viel: zu laut, zu groß, zu viel Make-Up und trotz teurem Privathochschulstudium malt sie sich nichtmal beruflich gute Chancen aus, wenn sie nicht bald einen halbwegs interessanten Praktikumsplatz findet. Meine Meinung Ich denke, mit Frieda können sich sehr viele junge Frauen identifizieren. Nach dem Abi ist sie erstmal ein wenig gereist, dann hat die angefangen, irgendwas mit Business zu studieren, weiß aber eigentlich gar nicht so genau was sie will, wohnt in Berlin in einer ranzigen aber hippen WG, ist unsicher, hat ein geringes Selbstwertgefühl und ihr Leben bisher im Schatten ihrer Zwillingsschwester verbracht. Sie denkt, wenn sie nur ein bisschen mehr wie Freia sein könnte, wäre alles besser. Freia ist durch ihren Aktivismus und ihre Social-Media-Kanäle eine kleine Berühmtheit. Sie pendelt durch die Weltgeschichte und die Männer liegen ihr zu Füßen. Natürlich ist sie viel zu freiheitsliebend, um sich je wirklich auf einen von ihnen einzulassen. Von sich selbst hält Frieda hingegen so wenig, dass sie das Gefühl hat für jeden, der sich nur halbwegs für sie interessiert, dankbar sein zu müssen und da sie sowieso nicht weiß, was genau sie mit ihrem Leben anfangen will, lässt sie sich auch bei vielen anderen Dingen eher von außen beeinflussen. Und so lässt sie sich irgendwie treiben, allerdings nicht im positiven Sinne. Eigentlich ist sie ziemlich unglücklich dabei. Eher dümpelt sie so vor sich hin. Gerät in Bettgeschichten und Beziehungen, die ihr eigentlich nicht gut tun, landet auf Partys, auf denen sie nicht sein will, lässt sich von Freia zum Social-Media-Sternchen machen und nimmt Jobs an, die sie nicht machen möchte. Nun ist sie selbst nicht mehr die Einzige, die ständig an sich selbst herumkritisiert. In dieser Welt aus Likes und Kooperationen, bemerkt sie immer mehr die Heuchlerei, die hinter angeblichem Aktivismus für Klimaschutz, Feminismus, Body-Positivity etc. steckt. Leider hat sie aber weder den Mut und vor allem immer weniger die Energie, sich wirklich dagegen zu wehren. Dieser Roman hat so eine starke Message und ist dabei trotzdem so lustig und leicht zu lesen. Ich habe ihn verschlungen und möchte ihn wärmstens empfehlen. Während der erste Teil in Amerika eine lustige, feierwütige, wenn auch etwas planlose Episode in Friedas Leben zeigt, die ein bisschen an amerikanische College-Filme erinnert, zeigen sich auch hier schon immer wieder Friedas Unsicherheiten und ihr fehlendes Selbstwertgefühl. Zurück in Berlin, in ihrem wahren Leben sozusagen, werden diese Probleme plötzlich drängender und obwohl der Stil weiterhin locker und amüsant bleibt, bekommt die Story nun eine ganz andere Ernsthaftigkeit. Auch wenn mein Studentenleben ganz anders aussah als Friedas, kann ich ihre Gefühle und Probleme doch zu gut verstehen. Man ist in einer Phase, in der man sich selbst noch nicht so wirklich kennt, lässt sich bei dieser Selbstfindung allzu oft von anderen beeinflussen und macht Dinge, die einem einfach so zufallen, da man ja auch gar nicht wirklich weiß, was man eigentlich wirklich will oder keinen Mut hat, dafür einzustehen. Dieser Roman ist perfekt für junge Frauen, die sich unsicher fühlen, sich ständig mit anderen vergleichen und immer das Gefühl haben nicht genug zu sein. Für alle, die sich von Models in Kleidergröße S, die Body-Positivity propagieren und Klimaaktivist*innen, die mal eben für eine Demo in einen Kurzstreckenflieger steigen und Blogger*innen, die einem weißmachen wollen, wie wichtig Selfcare ist, während sie selbst den ganzen Tag Storys über ihr perfektes total beschäftigtes Leben posten, hinters Licht geführt fühlen. Ihr wollt etwas über Body-Positivity und Selbstfürsorge lesen? Ich wette aus diesem Roman könnte ihr mehr lernen, als von den meisten Selbsthilferatgebern und er ist dazu auch noch absolut unterhaltsam! Große Leseempfehlung!

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Vita

Franka Frei, 1995 in Köln geboren und in Salzburg aufgewachsen, studierte Angewandte Medien und Gender Studies, machte tausend Praktika und meditiert mittlerweile fast genauso viel wie sie auf Instagram abhängt. Auf das unerwartete Viralgehen ihrer Bachelorarbeit folgte im Frühjahr 2020 ihr Sachbuch »Periode ist politisch. Ein Manifest gegen das Menstruationstabu.« Neben ihrem menstruationsaktivistischen Engagement arbeitet sie als freie Journalistin, hält Vorträge an Universitäten im In- und Ausland und ist hin und wieder sogar im Radio zu hören.

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Pressestimmen

»Der Roman ist modern, klug und unglaublich lustig. [...] Das Buch trifft ohne Frage den aktuellen Zeitgeist. Franka Frei beschreibt auf erfrischende Weise, wie es ist, sich zu wenig und zu viel zu finden, ratlos und planlos zu sein und trotzdem weiterzumachen, sich selbst zu finden und zu lieben jenseits aller aufgedrückten Normen.«

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