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Crash

Roman

(2)
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In einer verunsicherten Gesellschaft wird der Gute zum Bösen und der Böse zum Helden

*** Platz 1 der Krimibestenliste! ***

Torsten Wolf steht unter Druck. Nach dem überraschenden Tod des Bauunternehmers Christof Nolden soll der Berliner Anwalt nun dessen Geschäfte lenken. Aber Wolf stößt im deutschlandweit agierenden Nolden-Konzern bald auf Ungereimtheiten - und auf massiven Widerstand im Unternehmen. Als Wolfs Assistentin spurlos verschwindet, deutet alles auf einen Zusammenhang mit den Geschäften des Immobilienkonzerns hin. Gemeinsam mit Isa Kurzeck, die bereits seit Jahren zu den kriminellen Machenschaften von Nolden-Bau recherchiert, versucht Wolf Licht ins Dunkel zu bringen. Aber je tiefer die beiden in die Konzernstrukturen eintauchen, desto deutlicher wird, dass es längst nicht mehr um die Geschicke eines Unternehmens geht, sondern um den Zusammenhalt unserer ganzen Gesellschaft.

»Glänzend geschrieben. Kühn konstruiert. Und hoffentlich nur Fantasie.« Wolfgang Schorlau

»„Crash“ ist Berlin Noir grotesk: je lascher die Politik, desto wilder der Krimi.«

Tobias Gohlis, Deutschlandfunk Kultur (06. August 2021)

ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-43990-0
Erschienen am  09. August 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Berlin, Deutschland

Rezensionen

Spannender Thriller, der Gesellschaftsportrait ist

Von: worldwidewave.de

15.09.2021

„Crash“ ist nach dem beeindruckenden Debüt mit „Feinde“ der zweite Thriller der Autorin Susanne Saygin mit den Protagonisten Isa und Can. Nach dem sehr guten Erstling hängt die Latte natürlich sehr hoch und tatsächlich fällt „Crash“ etwas ab, ist aber immer noch ein Lese-Tipp. Der Thriller ist eine gnadenlose Anklage und die sehr anschauliche Karikatur einer Clique aus Politik und Wirtschaft, die gnaden- und skrupellos auf die eigene Bereicherung aus ist. Außerdem bekommt die ausufernde Esoterik-, Seminar- und Retreat-Szene ihr Fett weg, als reine Geldmacherei aus den zum Teil ernsten psychologischen Problemen anderer Menschen. Man kann das Buch auch als Fortsetzung von „Feinde“ betrachten, denn wieder geht es um die kriminellen Machenschaften des Bauunternehmers Christof Nolden und dessen Konzern. Wer das erste Buch, in dem es um dubiose Praktiken mit Leiharbeitern und deren Arbeitsbedingungen ging, nicht gelesen hat, kommt aber trotzdem sehr gut in die Geschichte rein: zum einen steht der prima konstruierte Fall in diesem Band auch für sich alleine gut da, zum anderen gibt es zahlreiche Rückblenden, die kurz, aber verständlich gestaltet sind. Die Story: Der Berliner Anwalt Torsten Wolf soll nach dem überraschenden Tod Christof Noldens dessen Geschäfte lenken. Aber Wolf stößt im deutschlandweit agierenden Konzern schon bald auf massive finanzielle Ungereimtheiten, die einen Betrug vermuten lassen. Dann verschwindet seine neue Assistentin spurlos. Gemeinsam mit Isa Kurzeck, die seit Jahren zu den kriminellen Machenschaften von Nolden-Bau recherchiert und immer wieder gescheitert ist, versucht Wolf Licht ins Dunkel zu bringen und kommt einem Komplott auf die Spur, dass bis in die höchste Politik reicht. Autorin Susanne Saygin hatte ihren Lebensmittelpunkt knapp zwanzig Jahre lang in Köln, seit 2010 lebt und arbeitet sie in Berlin. So ist es kein Wunder, dass ihre Beschreibungen von Vierteln, Straßen und Treffpunkten verschiedenster Szenen akkurat und sehr anschaulich sind. Saygin schreibt sehr geradeaus und handlungsbezogen, ein gut konstruiertes Storytelling mit einigen überraschenden Wendungen. So gelingt es ihr, glaubhafte handelnde Personen zu schaffen und die Spannung von der ersten Seite an hochzuhalten. Gekonnt balanciert sie auf der Grenze zwischen der naturalistischen Darstellung von Verkommenheit und einer satirischen Überzeichnung. Dabei zeigt sie auf, dass die unglückselige Verflechtung von Politik und Wirtschaft die Machtergreifungsfantasien eines neuen, populistischen Nationalismus befeuert, der gekonnt mit sozialen Medien und Hightech umgeht, damit bis ins Merchandising spielt und vor allem die Jugend verführt. Ein spannendes Buch, welches nicht nur Thriller, sondern auch aktuelles Gesellschaftsportrait ist. Macht Lust auf mehr und dies ist durch die Konstruktion des Buches durchaus drin: „Crash“ endet offen, so dass eine Fortsetzung in einem Nachfolge-Buch möglich ist.

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Beängstigend realistisch!

Von: Elke Heid-Paulus

31.08.2021

Die Machenschaften fragwürdiger Immobiliengesellschaften sind in jüngster Vergangenheit in diversen Thrillern thematisiert worden, z.B. in Eckerts „Stunde der Wut“ oder Schorlaus „Kreuzberg Blues“. Nun also Susanne Saygins „Crash“, in dem es ein Wiedersehen mit dem Nolden-Konzern gibt, den wir bereits aus dem Vorgänger „Feinde“ kennen. Christof Nolden, der skrupellose Baulöwe ist tot. Herzinfarkt, keine Fremdeinwirkung. Seine Witwe soll die Geschäfte mit Unterstützung eines Vertreters der Wirtschaftskanzlei weiterführen, die sich bereits seit längerem um die Belange des Unternehmens kümmert. Die Wahl fällt auf Torsten Wolf, der kein gutes Gefühl bei der Übertragung des Mandats hat, aber den finanziellen Verlockungen nicht widerstehen kann. Zwar tauchen beim Prüfen der Bücher Ungereimtheiten auf, aber Geld ist ein mächtiger Ratgeber, und so verdrängt er sein ungutes Gefühl, zumal er keine Beweise findet. Als seine Assistentin spurlos verschwindet, kommt Isa ins Spiel, die Privatermittlerin, die wir aus dem Vorgänger kennen. Sie verlässt ihr mehr oder weniger freiwilliges Exil auf den Äußeren Hebriden, um nach ihrer Freundin zu suchen. Es spielt ihr in die Karten, dass Wolf eine neue Mitarbeiterin benötigt, sie bewirbt sich, bekommt die Stelle und prüft mit dessen Unterstützung die Zahlen des Konzerns. Gemeinsam kommen sie einer raffinierten Manipulation auf die Spur und finden heraus, welche Pläne die Witwe mit 50 Millionen Euro hat. Was Saygin in diesem Berlin-Roman beschreibt, wirkt nicht weit hergeholt und kann/könnte so jederzeit geschehen. „Crash“ ist ein moderner Roman, verankert in der Realität, der keine Morde braucht, um Spannung zu erzeugen. Es reicht das genaue Hinsehen. Und das macht die Autorin, wenn sie die Verflechtungen von Kapital und Politik und deren schmutzigen Geschäfte beschreibt. Geld verschafft die Möglichkeiten, ist gleich Macht, auch wenn es darum geht, mit unkonventionellen Mitteln den Boden für populistische Bewegungen zu bereiten. Beängstigend realistisch.

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Vita

Susanne Saygin, geboren 1967, aufgewachsen im Rheinland, Geschichtsstudium in Köln und Cambridge, Promotion in Oxford. Danach Tätigkeit im akademischen Projektmanagement und in der freien Wirtschaft. Die Autorin mit deutsch-türkischen Wurzeln hatte ihren Lebensmittelpunkt knapp zwanzig Jahre lang in Köln. Seit 2010 lebt und arbeitet sie in Berlin. Für ihren von der Presse hochgelobten Debütroman »Feinde« hat die Autorin über fünf Jahre lang recherchiert. »Crash« ist ihr zweiter Roman.

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Pressestimmen

»Crash hätte einen Platz auf der Bestsellerliste verdient, aber wahrscheinlich ist der Thriller dazu zu intelligent konstruiert und zu scharfzüngig geschrieben.«

FAZ, Hannes Hintermeier (06. September 2021)

»Crash gräbt sich immer tiefer in die übel riechenden Abgründe der Hauptstadt und in die Nähe einer ebenso ekligen populistischen Bewegung. Auf so wenig Raum so ein Panorama aufzuspannen – das muss man erst einmal hinbekommen.«

Elmar Krekeler, Welt am Sonntag (29. August 2021)

»Erschreckend authentisch.«

freundin (25. August 2021)

»Spannung pur!«

SUPERillu (05. August 2021)

»Vielschichtig, und dabei ein richtig spannender Krimi, mit gut angelegten Charakteren.«

Radio Bremen zwei (02. September 2021)

»Ein absolut zeitgenössischer moderner Berlin-Roman.«

rbb radioeins (16. August 2021)

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