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Der Junge, der den Wind einfing

Eine afrikanische Heldengeschichte

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William Kamkwambas bewegende Geschichte neu aufgelegt

William wächst auf einer Farm in Malawi auf, einem der ärmsten Länder der Welt. Nur kurz kann er zur Schule gehen. Dennoch baut er mit 14 Jahren ein Windrad, mit dem er Strom erzeugen kann. So erfüllt sich der wissbegierige Junge trotz vieler Hindernisse einen Traum und verändert damit das Leben seiner Familie und der Menschen in seinem Dorf.

Diese wahre Geschichte ist die Vorlage für den erfolgreichen Netflix-Film. Eine moderne Heldensaga, die zum Staunen anregt und Mut macht.


Aus dem Amerikanischen von Ulrike Kretschmer
Originaltitel: The Boy who Harnessed the Wind
Originalverlag: HarperCollins
Paperback , Klappenbroschur, 384 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
Mit zahlreichen Fotos und Abbildungen
ISBN: 978-3-424-35111-8
Erschienen am  25. Januar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Sympathisch, inspirierend und farbenfroh

Von: Sandra Falke

21.02.2021

William Kamkwamba ist eine außergewöhnliche Person. Er ist ein junger malawischer Wissenschaftler, der die Einschränkungen seiner gegebenen Umstände durch harte Arbeit, überdurchschnittliches Talent und herausragende Leistungen überwunden hat. „Der Junge, der den Wind einfing“ ist die Romanvariante seiner außerordentlichen Lebensgeschichte, die vor kurzem auch bei Netflix als Filmversion erschien. Der Untertitel des Romans weist darauf hin, dass es sich um eine „afrikanische Heldengeschichte“ handelt – zwei Wörter, die das Buch mit einer ziemlichen Genauigkeit beschreiben. Einerseits ist die Geschichte afrikanisch im Sinne einer kleinen politischen und soziokulturellen Historie Malawis, die Kamkwamba seinen Lesern aus der Perspektive eines herkömmlichen Dorfbewohners schildert. Sicherlich sind bereits von klein auf einige sozialkritische Noten bemerkbar, doch gehören die emotionale Intelligenz und der Humor zunächst einem kleinen Jungen. Bis aus Kamkwamba ein Mann wird – der die Armut seines Landes umso klarer erkennt, je größere Teile der restlichen Welt er kennenlernt. William Kamkwamba ist eine Person des realen Lebens, seine TED-Talks sind auf YouTube schnell gefunden. Der Roman beschreibt seine Lebensgeschichte jedoch über die herausragenden Leistungen hinaus, für die er am ehesten bekannt ist. Überdies verfügt „Der Junge, der den Wind einfing“ über eine enorme Vielfalt an soziokulturellen und ökopolitischen Details über das Leben in Malawi. Für den an kultureller Diversität interessierten Leser ist dieses Buch demnach eine große Bereicherung. Die vollständige Rezension findest Du auf sandrafalke.com.

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Die eindringlich erzählte und berührende Geschichte eines technisch begabten Jungen in einem der ärmsten Länder der Welt

Von: umgeBUCHt

11.02.2021

Mehr, als dass diese Geschichte von einen wissbegierigen Jungen handelt, der in Malawi aufwächst und mit 14 Jahren ein Windrad baut, war mir im Vorfeld über dieses Buch nicht bekannt. Aber ich hatte große Lust darauf, wieder einmal etwas für meine BUCHwelreise zu lesen und so ging es dieses Mal für mich nach Malawi, in ein Land, das zwischen Mosambik, Sambia und Tansania liegt und über das ich nicht das Geringste wusste. Belohnt wurde ich mit einer wahren Geschichte, die mich tief berührte und auf vielen Ebenen ansprach. William Kamkwamba wurde 1987 in Malawi geboren und wächst in einem der ärmsten Staaten der Welt auf. Malawi kämpft gegen Dürre, Hunger und AIDS, nicht jeder hat Zugang zu frischem Wasser oder gar Elektrizität. In vielen Dörfern herrscht der Glaube an Magie vor, während Bildung Mangelware bleibt. Wie viele andere malawische Kinder muss William schon früh die Schule verlassen und auf der Farm seiner Familie mithelfen, weil seine Eltern die Schulgebühren nicht bezahlen können. Fasziniert von Naturwissenschaft und Technik eignet sich der Junge dank einer kleinen Bücherei von nun an selber Wissen an und beschließt, eine eigene Windturbine zu bauen. Gegen Widerstände und Spott errichtet er 2001 im Alter von 14 Jahren aus Schrott, Eukalyptusholz und Fahrradteilen ein Windrad, das Strom und Wasser in sein Dorf bringt. Seine besondere Geschichte findet rasch internationale Anerkennung, die ihm neue Türen öffnet. Sponsoren ermöglichen dem Autodidakt wieder die Schule zu besuchen, er studiert Umwelttechnik am Darmouth College, USA, und ist Sprecher auf mehreren TED Conferences. Heute pendelt er zwischen Malawi und den USA und arbeitet hauptberuflich mit dem Moving Windmills Project zusammen um das Moving Windmills Innovation Center in Kasungu (Malawi) zum Leben zu erwecken. William Kamkwamba verfasste den 2009 erschienenen Bestseller über sein Leben gemeinsam mit dem freien Journalisten und Autor Bryan Mealer. Erzählt wird darin natürlich, wie es zu dem Bau des Windrads mitsamt technischen Kniffen und späteren Weiterentwicklungen kam, die sich aus dem Ausprobieren und aus Fehlern lernen ergeben. Aber dieses Buch ist so viel mehr als allein die Erfolgsgeschichte des technisch begabten Jungen. Denn diese aus der Ich-Perspektive William Kamkwambas eindringlich erzählte Geschichte bringt einem die Probleme des Landes so nah, dass man schmerzlich die Auswirkungen von Korruption, Aberglaube, Traditionen, mangelnder Bildung und Hungersnot miterlebt und mitfiebert. Und doch ist es keine Verbitterung über die Zustände, die aus diesem Buch spricht. Vielmehr ist es ein hoffnungsvolles Buch, das zeigt, dass man auch unter sehr schwierigen Umständen etwas erreichen kann. Ein tief berührendes Plädoyer dafür, dass jeder von uns die Welt zum Positiven verändern kann. Und eine Geschichte, die mir so nah ging, dass sie mich zu Tränen rührte, weil ich mich darüber gefreut habe, dass William schließlich doch wieder zur Schule gehen konnte. Zwar weiß man dies bereits, wenn man den Klappentext des Buches liest, aber diese Geschichte geht wirklich zu Herzen. Verfilmt wurde das Buch von Chiwetel Ejiofor und erschien 2019 auf Netflix. Der Film lief auf dem Sundance Film Festival und wurde 2020 in der Kategorie Bester internationaler Film für den Oscar eingereicht. Nachdem ich vollends begeistert das Buch beendet hatte, schaute ich mir am nächsten Tag den Film (bei Netflix) an. Leider hat er mir nicht so gut wie das Buch gefallen. Manches wurde anders als im Buch dargestellt und ich vermisste insgesamt den Tiefgang der Geschichte. Immerhin hat dieser Film dafür gesorgt, dass das Buch vor kurzem neu veröffentlicht und ich endlich darauf aufmerksam wurde. Dafür bin ich dankbar, denn „Der Junge, der den Wind einfing“ ist für mich ein echtes Lesehighlight und eine Geschichte, die ich nicht so schnell vergessen werde.

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Vita

William Kamkwamba wurde 1987 in einem Dorf in Malawi geboren. Seine besondere Geschichte fand rasch internationale Anerkennung, die ihm neue Türen öffnete. Er studierte Umwelttechnik am Darmouth College, USA, und war Sprecher auf mehreren TED Conferences. Heute pendelt er zwischen Malawi und den USA. Sein Bestseller »Der Junge, der den Wind einfing« wurde von Chiwetel Ejiofor verfilmt und erschien 2019 auf Netflix. Der Film lief auf dem Sundance Film Festival und wurde 2020 in der Kategorie Bester internationaler Film für den Oscar eingereicht. Die deutschsprachige Ausgabe des Buches wurde 2010 mit der Corine – Internationaler Buchpreis ausgezeichnet.

Bryan Mealer ist freier Journalist und Autor. Er war amerikanischer Korrespondent der Associated Press in Kinshasa und berichtete aus allen Regionen Afrikas. Mealer lebt mit seiner Familie in Austin, Texas.

www.williamkamkwamba.com; http://www.movingwindmills.org

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