Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

,

Der Junge, der den Wind einfing

Eine afrikanische Heldengeschichte

Paperback
12,00 [D] inkl. MwSt.
12,40 [A] | CHF 17,90 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

William Kamkwambas bewegende Geschichte neu aufgelegt

William wächst auf einer Farm in Malawi auf, einem der ärmsten Länder der Welt. Nur kurz kann er zur Schule gehen. Dennoch baut er mit 14 Jahren ein Windrad, mit dem er Strom erzeugen kann. So erfüllt sich der wissbegierige Junge trotz vieler Hindernisse einen Traum und verändert damit das Leben seiner Familie und der Menschen in seinem Dorf.

Diese wahre Geschichte ist die Vorlage für den erfolgreichen Netflix-Film. Eine moderne Heldensaga, die zum Staunen anregt und Mut macht.


Aus dem Amerikanischen von Ulrike Kretschmer
Originaltitel: The Boy who Harnessed the Wind
Originalverlag: HarperCollins
Paperback , Klappenbroschur, 384 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
Mit zahlreichen Fotos und Abbildungen
ISBN: 978-3-424-35111-8
Erschienen am  25. Januar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Zwischen Magie, Aberglaube und Wissenschaft

Von: Jay

30.04.2021

*** Vorsicht kleine Spoiler *** William Kamkwamba schrieb sein Buch zusammen mit dem Journalisten Bryan Mealer, welcher die Erlebnisse in Williams Kindheit und Jugend und dessen Erinnerungen in Worte fasste. Ich dachte zuerst, der Großteil der Handlung würde der Bau des Windrads einnehmen, aber Williams Erlebnisse beginnen bereits im Alter von 5 Jahren. Es beginnt mit den Lebensumständen von Williams Familie und seinem Umfeld und vom harten Kampf um Nahrung, die man während der Regenzeit dem Boden abzuringen versucht. Man bekommt einen sehr guten Einblick in das Familienleben und ich wollte unbedingt wissen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Sehr ausführlich erzählt das Buch von den Lebensverhältnissen der Menschen in Malawi, von den Sitten und Gebräuchen und den vielen Problemen, denen sich die Kleinbauern auf dem Lande täglich stellen müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, ja, um zu überleben. Mir hat das sehr gefallen und ich bekam einen tiefgehenden Eindruck von Land und Leuten. Was für uns selbstverständlich ist, zum Beispiel fließendes Wasser und Strom im Haus oder eine große Auswahl an Nahrungsmitteln, ist für viele Malawier kaum erreichbarer Luxus. William schreibt eindrucksvoll, wie es ist in einem kleinen Dorf in Malawi aufzuwachsen, wo eine schlechte Ernte monatelangen Hunger und Krankheit für die Menschen und Tiere bedeutet. Er erzählt vom noch tief verwurzelten Aberglauben, den Glauben an Magie und der Rückständigkeit vieler seiner Landsleute, deren alte Traditionen oft auch dem Fortschritt im Wege stehen. Er erzählt von der Korruption der Politiker und von der Rücksichtslosigkeit der Händler, welche die Notlage der Menschen in Krisenzeiten ausnutzen. In diesem schwierigen Umfeld braucht es Menschen wie William Kamkwamba, die von einer positiven Zukunft träumen und die mit Forschungsdrang, Ehrgeiz und Ausdauer diese Zukunft gestalten wollen – trotz der widrigen Umstände. William Kamkwamba – ein Junge, der Hoffnung hat und gibt William will eine bessere Welt für sich, seine Familie und seine Freunde. Er ist lernbegierig, will vieles wissen und für ihn gibt es fast nichts Schöneres, als zur Schule zu gehen und viel Neues zu lernen. Durch sein Interesse an technischen Dingen entdeckt er nach und nach die Möglichkeiten der Stromerzeugung durch Windkraft und träumt von einem eigenen Windrad zur Herstellung von Strom und Licht im Haus der Familie. Mir hat gut gefallen, wie William die Arbeit an seinem Windrad beschreibt und dabei immer wieder improvisieren muss, ein bisschen wie Mark Watney in "Der Marsianer". Geld ist knapp, die Familie ist arm, also muss William sehr viel Mühsal in Kauf nehmen und gehörig seinen Grips anstrengen, bis sein Windrad endlich steht und funktioniert. Immer wieder unterstützen ihn dabei seine beiden Freunde Gilbert und Geoffrey, obwohl ihn viele andere für verrückt halten. Mir hat gefallen, dass William nicht aufgibt, sich nicht beirren lässt, obwohl in seine Schulkameraden auslachen und die Leute mit dem Kopf schütteln. Vielleicht ist es gerade diese Zielstrebigkeit, die mir William als Charakter ans Herz wachsen ließ. Natürlich geht die Geschichte gut aus für William und seine Familie. Doch wird sie irgendwann auch gut ausgehen für Malawi? Das Buch lässt hoffen, obgleich ich vor allem die Korruption in vielen afrikanischen Staaten als großes Problem ansehe. William Kamkwamba hat es geschafft Hoffnung zu wecken und vor allem auch seinen Lesern die Lebensumstände und Probleme seiner Generation in Afrika deutlich zu machen. Vor diesem Hintergrund ist das Buch gut gelungen, wie ich finde Mein Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil ich daraus sehr viel über das Land Malawi lernen konnte. Wer sich also für afrikanische Länder, insbesondere Malawi, interessiert wird sicherlich recht viele Informationen über die Sitten und Gebräuche und die Lebensumstände der Menschen in Malawi darin finden. Sogar einige geschichtliche Hintergründe werden dargelegt. Ein, wie ich finde, wirklich lesenswerter Roman.

Lesen Sie weiter

Lesenswertes Buch über ein sehr lernbegierigen Jungen in einem kleinen Dorf Malawis

Von: Lucie

25.04.2021

William wächst in Malawi in einem kleinen Dorf auf der väterlichen kleinen Farm auf. Zunächst kann er noch zur Schule gehen doch durch ein schlimmes Hungersjahr mit schlechter Ernte kann sein Vater sein Schulgeld nicht mehr bezahlen. Um trotzdem den Schulstoff so gut es geht allein zu lernen, leiht er sich Bücher aus einer Bücherei aus. Dabei entdeckt er seine Faszination für Physik und wie man mit etwas so selbstverständlichen wie Wind Strom erzeugen kann. Nur anhand von Lehrbüchern baut er daraufhin ein Windrad zur Stromerzeugung, was das komplette Lebens des Dorfes umkrempelt. Diese wahre Geschichte gibt einen faszinierenden Einblick in die Geschichte, Traditionen und das Leben auf dem Land in Malawi. In einem anschaulichen Erzählstil, werden immer wieder bestimmte Themenaspekte aufgegriffen und weiter erläutert, um im Anschluss wieder chronologisch in die Lebensgeschichte des Autors einzusteigen. Diese Art des Perspektivenwechsel (von der des kleinen Jungens, zu dem des älteren Ichs, dem Autor) ist anfangs etwas ungewohnt, aber die legt sich nach den ersten Kapitel. Man lernt indirekt einiges über den Maisanbau und über Stromerzeugung. Zudem gibt dieses Buch im Vergleich zum Film ein viel detaillgetreueres Bild ab. Die im Film typischerweise Überspitzung der Tatsachen um einen gewissen Dramatikbogen zu erreichen insbesondere bei Geschichten nach einer wahren Begebenheit wirkt nachdem man das Buch gelesen hat, eher als billige Spannungssteigerung, die diese Geschichte gar nicht nötig hat. Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, welches sehr anschaulich die Lebensverhältnisse und Grundsätze, in und mit denen der Autor aufgewachsen ist, verdeutlicht.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

William Kamkwamba wurde 1987 in einem Dorf in Malawi geboren. Seine besondere Geschichte fand rasch internationale Anerkennung, die ihm neue Türen öffnete. Er studierte Umwelttechnik am Darmouth College, USA, und war Sprecher auf mehreren TED Conferences. Heute pendelt er zwischen Malawi und den USA. Sein Bestseller »Der Junge, der den Wind einfing« wurde von Chiwetel Ejiofor verfilmt und erschien 2019 auf Netflix. Der Film lief auf dem Sundance Film Festival und wurde 2020 in der Kategorie Bester internationaler Film für den Oscar eingereicht. Die deutschsprachige Ausgabe des Buches wurde 2010 mit der Corine – Internationaler Buchpreis ausgezeichnet.

Bryan Mealer ist freier Journalist und Autor. Er war amerikanischer Korrespondent der Associated Press in Kinshasa und berichtete aus allen Regionen Afrikas. Mealer lebt mit seiner Familie in Austin, Texas.

www.williamkamkwamba.com; http://www.movingwindmills.org

Zur Autor*innenseite