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Okay, danke, ciao!

Eine Geschichte über Freundschaft und Obdachlosigkeit

Paperback
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Knapp eine Million Menschen in Deutschland ist wohnungslos. Viele leben dauerhaft auf der Straße und sind obdachlos. Passanten, die an ihnen vorbeieilen, gucken betreten oder im schlimmsten Fall angewidert weg. Nicht so Katja Hübner. Als sie im Mai 2017 im Hamburger Schanzenviertel einem hilflosen jungen Mann begegnet, schaut sie genauer hin und merkt schnell, dass hier jemand Hilfe braucht. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sie keine Ahnung vom Leben auf der Straße. Sie weiß auch nicht, wie man einem Obdachlosen hilft. Oder ob das überhaupt erwünscht ist. Das hält sie jedoch nicht davon ab, ihre Hilfe anzubieten. Damit rettet sie ein Leben.


Paperback , Klappenbroschur, 192 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-27292-7
Erschienen am  13. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Absolut lesenswerter Erfahrungsbericht

Von: Literaturentochter

19.07.2021

𝚁𝚎𝚣𝚎𝚗𝚜𝚒𝚘𝚗 zu „Okay, danke, ciao!“ von Katja Hübner. 𝙸𝚗𝚑𝚊𝚕𝚝: Die Autorin Katja Hübner berichtet in ihrem Buch „Okay, danke, ciao!“ über ihre Begegnungen mit Marc, einem jungen Obdachlosen mit einer psychischen Erkrankung. Der Bericht beginnt im Mai 2017 und die Begegnungen finden in Hamburgs Schanzenviertel, genauer im Schanzenpark statt. Aus anfänglichen knappen Wortwechseln entwickelt Katja Hübner eine Routine und setzt sich immer mehr für Marc ein, um seine Lebenssituation zu verbessern. Der Erfahrungsbericht erstreckt sich über drei Jahre. 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐: Katja Hübner möchte mit diesem Buch ihre Geschichte mit uns teilen und sich diese gleichzeitig von der Seele schreiben. Mich hat dieses Buch emotional sehr berührt. Die Autorin sieht sich selbst als „Opfer ihrer eigenen Empathie“ (S. 59). Meine Bewunderung für ihr Engagement hat sie jedoch definitiv und ich war geschockt, als beschrieben wurde, dass sich Menschen an ihrem Handeln echauffieren („‘Wenn Sie ihn hier füttern, wird er nie verschwinden‘ […] Als würde ich Tauben füttern“ (S. 45). Ohne Vorkenntnisse bezüglich Marcs psychischer Erkrankung geht die Autorin unvoreingenommen auf diesen Menschen zu und unterstützt ihn, vor allem in Hinblick auf den nächsten sehr kalten Winter. Marcs Psychosen erschweren den Kontakt anfänglich sehr und machen sein Verhalten nicht nachvollziehbar, doch durch Mitgefühl und stetigem Tun gelingt es Hübner eine gemeinsame Ebene mit Marc zu finden und dieser kann sich mehr und mehr auf Unterstützung einlassen. Zuletzt entsteht dadurch eine (ungleiche) Freundschaft. („Ich habe Marc ins Herz geschlossen. Er ist zu einem Freund geworden, auch wenn diese Freundschaft so einseitig zu sein scheint“ (S. 90)). Das Buch ist authentisch, wertfrei und sehr offen geschrieben, dadurch lässt es sich superflüssig lesen. Allerdings fehlen mir teils Absätze bei Szenenwechseln. Ich habe das Buch an einem Tag gelesen. 𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝: Absolut lesenswert. Dieser Erfahrungsbericht regt zum Nachdenken an, macht Mut und ist ein wertfreier Spiegel der Gesellschaft und unseres Versorgungsapparats.

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Ein Buch zum Nachdenken

Von: diebecca

14.06.2021

In dem Buch Okay, Danke, Ciao! Von Katja Hübner geht es um den jungen Obdachlosen Marc, der psychisch krank ist. Katja Hübner begegnet ihm erstmals in einer Grünanlage mitten in Hamburgs Schanzenviertel. Er findet Halt auf einer Parkbank, die er nicht verlässt. Katja beginnt sich um ihn zu kümmern, doch es kommen bald die Wintermonate. Sie lässt nichts unversucht, vermutlich rettet sie ihm dadurch das Leben. Das Cover hat erstmal wenig farbliche Akzente, ist aber stimmig. Mit dem Titel konnte ich erstmal wenig anfangen. Nach dem Lesen des Buches passt beides zur Geschichte wie die Faust aufs Auge. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Katja erzählt eine Geschichte, die wirklich so passiert ist, die Themen, die dabei angesprochen werden, drehen sich um Obdachlosigkeit, und psychische Krankheit. Katja ist eine empathische Frau, die helfen möchte und dabei nicht aufgibt. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Katja und Marc. Am Ende des Buches findet man noch Informationen über Psychosen, Psychatrie und Obdachlosigkeit. Dazu Informationsquellen für Betroffene und Angehörige. Ein sehr interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt. Zu einem Thema, das vielen täglich begegnet, das man aber eher ignoriert oder einfach nicht darüber nachdenkt. Vielleicht sollten wir das alle öfter mal tun?

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Vita

Katja Hübner, in Darmstadt geboren, studierte in Würzburg Kommunikationsdesign und führt heute die Agentur Kommune Art in Hamburg. Hier betreut sie als Grafikerin zahlreiche Kunden aus der Musikbranche, unter anderem Udo Lindenberg, für den sie seit Jahren die Albumcover gestaltet. Katja Hübner lebt mit ihrer Tochter und ihrem Partner im Hamburger Schanzenviertel, unweit der Grünanlage, in der sie Marc erstmals begegnet ist.

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