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Von der Pflicht

Eine Betrachtung

(4)

Bestseller Platz 9
Spiegel Hardcover Sachbücher

Hardcover
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Ein dringend notwendiger Weckruf von Deutschlands bekanntestem Philosophen

In den Jahren 2020 und 2021, der Zeit der Covid-19-Pandemie, ereignete sich ein bemerkenswertes Schauspiel. Während der weitaus größte Teil der Menschen Empathie mit den Schwachen und besonders Gefährdeten zeigte, entpflichtete sich eine Minderheit davon und rebellierte gegen die staatlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit aller Bürger.

Für Richard David Precht ein Anlass, darüber nachzudenken, was eigentlich die Pflicht des Fürsorge- und Vorsorgestaates gegenüber seinen Bürgern ist und was die Pflicht seiner Bürger. Was schulden wir dem Staat und was sind die Rechte der Anderen auf uns? Die Frage führt ein Dilemma vor Augen: Auf der einen Seite sind wir darauf konditioniert, egoistische Konsumenten zu sein. Und auf der anderen Seite braucht der Staat zu seinem Funktionieren genau das Gegenteil, nämlich solidarische Staatsbürger. Könnte es da nicht hilfreich sein, das Pflichtgefühl der Bürger in der liberalen Demokratie durch zwei Pflichtjahre zu stärken? Eines nach dem Schulabschluss und eines beim Eintritt in die Rente, um allen Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich selbst in der Pflicht gegenüber dem Staat und auch gegenüber anderen zu erfahren?

»Dieses Buch ist so interessant, weil es in den Fokus rückt, was wir gerne von uns wegschieben. Wir fordern alles Mögliche vom Staat ein. Die andere Seite der Medaille ist die Frage nach der Eigenverantwortlichkeit.«


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 176 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-442-31639-7
Erschienen am  29. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Das schlechteste Buch von Precht

Von: Walter Schaffer aus Leutkirch

16.05.2021

Als langjähriger Precht-Fan bin ich von seinem neuen Buch furchtbar enttäuscht. Er wiederholt mainstream-Medienberichte, schmückt diese mit den Zitaten von alten - und neueren - Philosophen und kommt letztlich zu Schlußfolgerungen, welche logische Folge wohl nur ihm erschlossen bleibt. Kein Wort des Zweifels und der Verantwortung der Verantwortlichen in dieser Zeit der "Pflicht". Sehr, sehr Schade darum und es bleibt die Hoffnung, dass Precht die Stärke beweist hier seine Darstellung besser und wissender zu durchleuchten und zu revidieren.

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informativ und lösungsorientiert

Von: IN LIBRIS FUTURA

24.04.2021

"Die Aufforderung, als Staatsbürger seinen Pflichten nachzukommen, wird mit Faschismus und Diktatur gleichgesetzt." Richard David Precht zeigt anhand der Corona-Pandemie, dass nicht nur der Staat Rechte und Pflichtenuns gegenüber hat. Auch wir haben Pflichten, die dem Staat - heute also dem Allgemeinwohl - zugute kommen. Wie sehr dieses Pflichtgefühl in den letzten Jahrhzehnten allerdings abgenommen hat verdeutlicht sich in der Pandemie. Querdenker-Demos, Vorwürfe der Diktatur und Freiheitsberaubung und Empörung ohne Gleichen. Diese Dinge prägen die Medien, auch wenn nur ein geringer Teil der Bevölkerung solche Denkweisen pflegt und zeigt. Precht erläutert, warum es wichtig ist, dass der Staat beispielsweise das Freiheitsrecht einschränkt: "Geraten Grundrechte miteinander in Konflikt, wie zum Beispiel in der Pandemie das Recht auf Leben und das Recht auf Freiheit, so darf - nein muss! - der Staat abwägen, welches der beiden Grundrechte er im Konfliktfall höher bewertet, um es wirkungsvoll zu schützen." Während Precht diese Abwägung rechtfertigt, kritisiert er aber auch viele Punkte. Das sind zum einen die "weitreichenden Maßnahmen" und Verantwortlichkeit "für den Schutz menschlichen Lebens" in der Pandemie. Während Epidemiologen wie nie zuvor im Fokus der Medien und Beratung stehen, wird auf Wissenschaftler des Klimawandels weiterhin kaum gehört. Zurecht fragt Precht daher, warum bei "ebenfalls kollektiv bedrohlichen Risiken" keine solche Maßnahmen ergriffen werden? Zum anderen bringt er Vorschläge wie seinen Vorschlag zur Einführung von zwei sozialen Jahren unter. Eines nach der Schule und eines vor Rentenbeginn. So würden soziale Berufe möglicherweise attraktiver, auf jeden Fall aber ein Eindruck bei den Menschen erweckt und den Branchen mit viel Unterstützung geholfen. Die Abschaffung von Wehrpflicht und Zivildienst sieht er weiterhin kritisch. Denn: Menschen, die in der Pflege, in Krankenhäusern, bei Ärzten usw. arbeiten, finden sich wahrscheinlich selten auf Querdenker-Demos. "Grundrechte können nur dann ausgelebt werden, wenn der Staat das Seine dafür tut, ein solches Ausleben auch zu ermöglichen." Spannende Gedankengänge, logische Argumentationen und lösungsorientierte Vorschläge prägen Richard David Prechts "Von der Pflicht". Während der Staat den Rahmen für ein Leben mit gesundheitlicher, finanzieller und rechtlicher Sicherheit bietet, fordert er auch einige Pflichten von seinen Bürgern. Diese Pflicht ruft Precht sehr deutlich ins Bewusstsein. Ohne belehrend zu wirken bewirkt das Buch eine Reflexion seiner eigenen Denkweise. Vieles spricht er auch in den omnipräsenten Medienauftritten an. Die Ausführungen im Buch ersetzen diese Einblicke allerdings nicht. Eine Empfehlung für die Zeit während und nach der Pandemie!

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Vita

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit seinem sensationellen Erfolg mit »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?« waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen große Bestseller und wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF.

Zur Autor*innenseite

Events

04. Nov. 2021

"Persönlichkeiten im Gespräch": Richard David Precht im Gespräch mit MDR-Kulturchef Reinhard Bärenz

18:00 Uhr | Halle | Lesungen
Richard David Precht
Von der Pflicht

Pressestimmen

»"Von der Pflicht" überzeugt mit starken Argumenten, konstruktiver Kritik, interessanten Denkanstößen und der Einladung zur Selbstreflexion. Ein Buch, das zur Diskussion anregt.«

Paussauer Neue Presse (12. May 2021)