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Gerard Donovan

In die Arme der Flut

Roman

In die Arme der Flut
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Nebel steigt auf über dem Fluss bei Ross Point in Maine, und auch um die hohe Brücke vor der Mündung ins Meer wallen Nebelschwaden. Dort steht Luke Roy und wartet. Er will springen - schon öfter hat er an Selbstmord gedacht. Als der Himmel endlich klar wird, hört er vom Fluss her Schreie. Ein Ausflugsboot ist gekentert, und ein Junge wird von der Strömung Richtung Klippen und Meer getrieben. Luke zögert nicht: Der Außenseiter wird zum Helden wider Willen, und sein Leben ändert sich auf eine Weise, die er sich nie hätte träumen lassen …


Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Originaltitel: The Dead Lit Faintly
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-08830-9
Erschienen am  04. October 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Eine mitreißende Geschichte

Von: Reni King

11.10.2021

Nachdem man den Buchrücken gelesen hat, wird man direkt in die Szene katapultiert in der Luke Roy beschloss, von einer hohen Brücke zu springen. Man bekommt einen Einblick in sein Leben und wieso er sich dafür entschied, dass er eben dieses so gerne beenden möchte. Jedoch änderte sich sein vorhaben als er den ertrinkenden Jungen sah und sich nun um dessen Rettung bemühte. Von nun an gerät Luke in den Mittelpunkt von Medien und Politik, doch auch dieses Leben bringt Schattenseiten mit sich,die einem nicht nur Freude bereiten. Die Geschichte an sich hat mich sehr mitgenommen, obwohl ich anfänglich Schwierigkeiten hatte, überhaupt reinzukommen. Der Autor erzählt sehr ausführlich und auch über die Schönheit des Ortes, wobei ich dort ab und an das Gefühl hatte, dass er etwas abschweifen würde, was eben für mich ein zäher Prozess beim lesen war. Doch das wurde ab der Mitte des Buches besser und ich wurde mitgerissen, genauso wie meine Gefühle die zwischendurch eine Pause brauchten. Was mir persönlich wichtig wäre, dass es eine Triggerwarnung für dieses Buch geben sollte. Denn gerade als selbst betroffene Person mit Depression war es eine kleine Herausforderung, sich nicht allzu sehr hinein zu fühlen und sich selbst aus dem Gedankenkarusell zu ziehen. Würde ich das Buch weiterempfehlen? Ja, wer auf tiefgründige und etwas poetisch Erzählte Geschichten steht, kommt hier auf seine kosten.

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Das Leben nach dem Suizid

Von: Doris Day

10.10.2021

Luke ist auf dem Weg zur Arbeit, überquert eine Brücke und, da er ohnehin keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht, beschließt, sich von der Brücke zu stürzen. Als Nebel aufzieht, hält er einen Moment inne, denkt über sein Leben noch einmal nach und springt dann doch nicht. Aber dann springt er doch noch, allerdings nicht, um sich das Leben zu nehmen, sonder um ein Leben zu retten: das Leben eines Jungen, den er von der Brücke aus im Wasser ertrinken sieht. Die Heldentat bringt ihn in die Medien. Er wird mitten im Wahlkampf das Objekt der Begierde von Politikern, die sich über dieses Ereignis profilieren wollen. Irgendwie verselbständigt sich die Sache dermaßen, so das Luk nicht mehr wirklich Herr über sein Leben ist. Die Medien spielen ihre Macht aus. Der Junge Paul, der von Luk gerettet wurde, ist nach der Rettung erstmal nur eine Randfigur im Roman, aber das ändert sich im Verlauf der Geschichte. Paul ist das Kind eines abdachlosen ters, dem das Sorgerecht entzogen wurde. Das ist der Punkt, an dem das Leben von Luk und Paul sich in gewisser Weise miteinander verbindet. Hier sei nicht zu viel verraten, nimmt doch die Geschichte eine überraschende Wendung am Ende. Der Roman hat einige Längen, vor allen Dingen am Anfang. Die Gedankengänge von Luk werden in epischer Tiefe geschildert, allerdings in sehr bildhafter, poetischen Sprache, wobei die Gründe für die Lebensmüdigkeit von Luk für mich eher befremdlich sind. Für mch ist der Roman quasi ein Psychogram, in dem es sehr in die Tiefe und Widersprüchlichkeiten eines Mannes geht, der in seiner Jugend einen Unfall erlitten hat, von dem er sich nie wirklich erholt hat. Schwere Kost für Menschen, für die ein Glas eher halb leer als halbvoll ist. - Dennoch interessant!

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Vita

Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie, Germanistik und klassische Gitarre, veröffentlichte Gedichtbände, Shortstorys und Romane. Sein erster Roman »Ein bitterkalter Nachmittag« wurde mit dem Kerry Group Irish Fiction Award ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Man Booker Prize. Sein Roman »Winter in Maine« war ein internationaler Bestseller.

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Thomas Gunkel

Thomas Gunkel, 1956 in Treysa geboren, arbeitete mehrere Jahre als Erzieher. Nach seinem Studium der Germanistik und Geografie in Marburg/Lahn wurde er 1991 Literaturübersetzer. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. Larry Brown, John Cheever, Stewart O'Nan, William Trevor und Richard Yates.

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