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Jo Baker

Ein Ire in Paris

Roman

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Über die Kraft des Schreibens – Samuel Becketts Kriegsjahre

Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, hält sich der Schriftsteller in seinem Elternhaus in Irland auf. Die Mutter ist froh, sie möchte den Sohn immer in ihrer Nähe wissen. Trotzdem verlässt der junge Mann seine sichere Heimat und kehrt zum Künstlerkreis um James Joyce und Marcel Duchamp und zu seiner Geliebten nach Paris zurück. Als seine Freunde nach und nach verschwinden, schließt er sich der Résistance an. Jo Baker nähert sich dem rätselhaften Samuel Beckett über die dunklen Jahre seiner künstlerischen Anfänge und zeigt, wie die entbehrungsreichen Kriegsjahre und das endlose Warten auf ein Ende sein Werk prägten, das Jahrzehnte später weltbekannt wurde.

»Präzise und eindringlich geschrieben. Wer ‚Ein Ire in Paris‘ liest, versteht, dass diese prägenden Jahre den Erfolg des späteren Literaturnobelpreisträgers begründen.«

Gala (12. July 2018)

Aus dem Englischen von Sabine Schwenk
Originaltitel: A Country Road, A Tree
Originalverlag: Doubleday
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20152-4
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein bewegendes Buch

Von: Fredi.liest

28.02.2021

Im September 1939 kehrt der irischer Schriftsteller Samuel Beckett trotz des Kriegsausbruchs von einer Dublinreise zu seiner Geliebten, der Pianistin Suzanne Déchevaux-Dumesnil, nach Paris zurück. Jo Baker zeichnet in „Ein Ire in Paris gemacht“ein literarisches Porträt, in dessen Zentrum die Kriegserfahrung in Frankreich Becketts steht und zugleich auch eine Hommage an Samuel Beckett ist, der 1969 den Nobelpreis für Literatur bekommt. In der Pariser Künstlerszene begegnet er Marcel Duchamp, Nora und James Joyce, dessen neu publizierter Roman „Finnegans Wake“ wegen des Kriegsbeginns untergeht. Beckett, der auch in Paris an seiner Schreibblockade leidet, beschließt sich der Résistance anzuschließen, wegen dieser politischen Aktivität im Widerstand - 1942 wird Beckett an die Gestapo verraten - muss Beckett mit Suzanne aus Paris fliehen, zunächst nach Vichy, dann nach Arcachon, eine Odyssee der Flucht und des Wartens beginnt. Sie warten auf Hilfe, auf Unterkunft, auf neue Papiere und sie warten auf das Ende des Krieges. Jo Baker beschreibt schonungslos dieses Leben von der Hand in den Mund, den Hunger, Durst, Entbehrung, Erschöpfung, ausgelöst durch die Wirren und Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Tatsächlich hat mir dieser Roman geholfen einen besseren Zugang zu Becketts Werke zu bekommen. Es ist ein Buch, das mich als Leserin gefordert habe, denn die Unruhe und Verzweiflung der Protagonisten ist wie die gesamte bedrückende Atmosphäre zum Greifen nahe. Das Buch war definitiv eins meiner Highlights der letzten Zeit.

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Große Kunst

Von: Little Shamrock Library

19.02.2019

Eine grandiose Romanbiographie. Jo Baker beschreibt das Leben und Schaffen von Samuel Beckett, während seiner Zeit in Frankreich, zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Ein Genie am Rande des Wahnsinns. So lässt es sich wohl treffend beschreiben. Samuel Beckett wirkt, eigen, verschlossen, sozial inkompetent und doch wieder hilfsbereit, loyal, interessiert. Jo Baker schafft es durch ihren Protagonisten Samuel Beckett, die Wirren und Schrecken des zweiten Weltkriegs, für uns lebendig werden zu lassen. Das Buch versprüht eine Melancholie, die sich fast bis in Angst steigert. Sie schafft es sehr gut Gefühle zu transportieren. Oft ist es mir schwer gefallen weiter zu lesen. Die Stimmung in diesem Buch ist erdrückend. Deutlich beschreibt Baker, wie das Genie in Beckett erwacht, getrieben vom Drang zu Schreiben, schafft er es immer wieder sich zu motivieren, sein Überleben in der wohl verrückt gewordenen Welt, zu sichern. Jo Baker ist es gelungen Fakten und Fitkrion wunderbar miteinander zu verbinden. Ein toller Roman, der gelesen gehört. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Parteien an Macht gewinnen, die offen gegen Völkergruppen hetzen. Ich hoffe für uns alle, dass wir aufmerksam bleiben. Vielen Dank an das Bloggerportal und den KNAUS Verlag, die mir ein Belegexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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Vita

Jo Baker wurde in Lancashire geboren und studierte an der Oxford University und der Queen’s University in Belfast, wo sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Seither veröffentlichte sie fünf Romane, die ihr in der Presse viel Lob einbrachten. Mit "Im Hause Longbourn" gelang ihr der internationale Durchbruch. Jo Baker lebt mit ihrer Familie in Lancaster.

Zur Autorin

Sabine Schwenk

Sabine Schwenk, 1964 geboren, studierte Romanistik und Philosophie und übersetzt zeitgenössische Literatur aus dem Englischen und dem Französischen, darunter Bücher von Céline Curiol, Elizabeth Gilbert, Anne Tyler und Jeanette Winterson.

Zur Übersetzerin

Pressestimmen

»Jo Baker hat mit diesem Roman ein spannendes, sprachmächtiges Meisterwerk geschaffen, das einem die rätselhafte Figur Samuel Beckett und damit auch seine Werke näherbringt.«

Nürnberger Nachrichten, Leonhard F. Seidl (03. September 2018)

»Ausgesprochen lesenswerte Lektüre.«

Ruhr Nachrichten, Britta Helmbold (08. August 2018)

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