Sie haben sich erfolgreich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Der gefrorene Himmel

Roman

eBook epubNEU
17,99 [D] inkl. MwSt.
17,99 [A] | CHF 22,00 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

»Richard Wagamese ist der geborene Geschichtenerzähler.« Louise Erdrich

Erstmals in deutscher Übersetzung - Richard Wagameses wegweisender Roman über das Schicksal eines kleinen Jungen, in dem die Geschichte eines ganzen Landes widerhallt.

Saul wächst in einem staatlichen Heim auf – wie so viele Kinder indigener Herkunft. Dem Zwang und der Kälte der Einrichtung kann Saul in den kostbaren Momenten entfliehen, wenn er auf Schlittschuhen über das Eishockeyfeld fliegt. Sein magisches Talent für das Spiel öffnet ihm einen Weg in die Freiheit. Und begleitet Saul auf der Suche nach der Geborgenheit einer Familie, dem kulturellen Erbe der Ojibwe-Indianer und der Versöhnung mit einer Welt, die keinen Platz für ihn vorgesehen hatte.

»Ein Roman der seltensten Art - sowohl bedeutend als auch ein Lesevergnügen, das einem das Herz bis zum Hals schlagen lässt.« Edmonton Journal

»[Ein] erzählerisch tiefgründige[r], farbenreiche[r] Roman. [...] Das Buch fesselt unwiderstehlich durch Beobachtungsvertrauen und Beschreibungsgenauigkeit.«

Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht (10. April 2021)

Aus dem Amerikanischen von Ingo Herzke
Originaltitel: Indian Horse
Originalverlag: Douglas & McIntyre
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-26289-1
Erschienen am  01. März 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Tragisch und mitreißend

Von: Hans G.

12.04.2021

Die deutsche Übersetzung des Titels ist der einzige Kritikpunkt, den ich an diesem Roman habe. Im Original heißt er "Indian Horse" und das hätte man m.E. auch in der deutschen Version so übernehmen sollen, denn es ist Saul "Indian Horse", den wir in dieser Geschichte von klein auf begleiten. Er steht im Mittelpunkt und das hätte der Titel so auch ausdrücken können. Aber genug zu meinem einzigen Kritikpunkt und weiter zum Roman selbst. Wie schon gesagt, wird die Geschichte aus Sicht von Saul, einem Ojibwe Indianer, erzählt. Wem die Geschichte der Ureinwohner Nordamerikas nicht ganz fremd ist, wird wissen, dass diese nach der Kolonisation schwere Zeiten durchmachen mussten. Ihnen wurde ihr Freiheitsrecht quasi abgesprochen, die "Zivilisierten" versuchten ihnen ihre Sitten aufzuzwingen und tausende Ureinwohner zerbrachen im Laufe der Jahrzehnte. Ihnen wurde ihre Geschichte geraubt, ihre Identität gestohlen und etwas Einmaliges ging dadurch wohl für immer verloren. Richard Wagamese schafft es in diesem Roman die Tragik eines ganzen Volkes in der Geschichte von Saul Indian Horse auszudrücken. Als Leser ist man zunächst fasziniert von den Erzählungen aus seiner Kindheit, die "Magie" der naturverbundenen Älteren der Familie fasziniert und doch wird man sofort von der Realität eingeholt, die so aussah: Auch wenn die Älteren versuchten, Traditionen aufrechtzuerhalten, waren sie nicht stark genug sich der unausweichlichen Übermacht der Weißen entgegenzusetzen. Wir begleiten Saul weiter durch den Lauf seines Lebens und Hoffnung quillt in uns auf, als wir ihn aufblühen sehen beim (Eis-)Hockeyspiel. Ungeahntes Talent verbirgt sich in ihm und die Seiten des Romans, auf denen es um das Hockeyspiel geht, sind voller Hoffnung geschrieben, wir fiebern mit Saul mit und sind guter Dinge. Doch werden wir bald auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, eine dunkle Wahrheit - wenn auch geahnt, so doch verstörend - holt uns ein und als Leser spürt man direkt die Traurigkeit ob des Verlustes einer ganzen Kultur. Mächtig und verstörend, mitreißend und niederschmetternd...Ein starker Roman, und ein Mahnmal, dass solch ein Verbrechen an einem Volk nicht wieder geschehen darf.

Lesen Sie weiter

Der gefrorene Himmel

Von: Susanne

11.04.2021

"Der gefrorene Himmel" ist das erste Buch von Richard Wagamese welches ich gelesen habe, aber definitiv nicht das Letzte. Es hat mich lange beschäftigt und beschäftigt mich noch immer. Die Geschichte der Indianer war mir bisher fremd. Leider sind Diskriminierung und Rassismus noch immer aktuell. Um die Kultur und Tradition der Indianer besser zu verstehen, werden ich seine anderen Bücher jetzt auch lesen. Das Buch war teilweise schwere Kost, wenn man weiß, daß es sich nicht um Fiktion handelt. Die Hauptperson, Saul vom Stamm der Ojibwe Indianer, wächst zunächst bei seiner Großmutter auf, die ihm alte Traditionen und Bräuche lehrt. Als sie stirbt kommt er ins Heim (Residential Schools). Dort wird ihm die Tradition und Kultur ausgetrieben. Gewalt, Missbrauch und Tod sind an der Tagesordnung und spielen eine größere Rolle als Schule. Sein Lichtblick ist das Eishockeyspiel, was er dort kennen und lieben lernt. Erst ist das Spiel ein Zufluchtsort für Saul, dort ist er sicher und frei, doch später gibt es auch dort Diskriminierung und Hass als es zum aufeinandertreffen mit Weißenteams kommt .... Ein tolles Buch was sehr nachdenklich macht!

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Richard Wagamese, geboren 1955 im Nordwesten Ontarios, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern Kanadas und indigenen Stimmen der First Nations. Er veröffentlichte 15 Bücher, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Publikumspreis des Canada-Reads-Programms des staatlichen Rundfunks für den Roman "Der gefrorene Himmel", dessen von Clint Eastwood produzierte Verfilmung ebenfalls preisgekrönt wurde. Als Kind von seinen Eltern getrennt, aufgewachsen in Heimen und bei Pflegefamilien, die ihm eine Beziehung zu seinen indigenen Wurzeln verboten, wurde Wagamese erst im Alter von 23 Jahren wieder mit seiner Familie vereint. Er ließ sich in Kamloops, British Columbia, nieder, wo ihm später von der Thompson Rivers University die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Richard Wagamese verstarb im Jahr 2017.

Zur Autor*innenseite

Ingo Herzke

Ingo Herzke, Jahrgang 1966, hat Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow studiert. Seit 1999 lebt er mit seiner Familie in Hamburg und übersetzt neben Gary Shteyngart u. a. Alan Bennett, Nick Hornby, A. L. Kennedy, Kate de Goldi, Joshua Cohen und A. M. Homes.

Zur Übersetzer*innenseite

Weitere E-Books des Autors