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Richard Wagamese

Der gefrorene Himmel

Roman

Der gefrorene Himmel
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»Richard Wagamese ist der geborene Geschichtenerzähler.« Louise Erdrich

Erstmals in deutscher Übersetzung - Richard Wagameses wegweisender Roman über das Schicksal eines kleinen Jungen, in dem die Geschichte eines ganzen Landes widerhallt.

Saul wächst in einem staatlichen Heim auf – wie so viele Kinder indigener Herkunft. Dem Zwang und der Kälte der Einrichtung kann Saul in den kostbaren Momenten entfliehen, wenn er auf Schlittschuhen über das Eishockeyfeld fliegt. Sein magisches Talent für das Spiel öffnet ihm einen Weg in die Freiheit. Und begleitet Saul auf der Suche nach der Geborgenheit einer Familie, dem kulturellen Erbe der Ojibwe-Indianer und der Versöhnung mit einer Welt, die keinen Platz für ihn vorgesehen hatte.

»Ein Roman der seltensten Art - sowohl bedeutend als auch ein Lesevergnügen, das einem das Herz bis zum Hals schlagen lässt.« Edmonton Journal


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Ingo Herzke
Originaltitel: Indian Horse
Originalverlag: Blessing
Taschenbuch, Klappenbroschur, ca. 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42708-2
Erscheint am 15. February 2023

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Rezensionen

Wunderbarer Roman

Von: Lesetante

05.06.2022

Lange schon liegt das Buch bei mir zu Hause. Lange hatte ich keine Muße es zu lesen, obwohl ich es beim Eintreffen anlas und für gut befand. Jetzt war die Zeit gekommen und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Ich habe es nicht bereut, im Gegenteil, diese Geschichte hat mich sehr mitgenommen und am Ende sogar zu Tränen gerührt. Wir begleiten den Indianerjungen Saul Indian Horse von seinem 6. bis zu seinem 33. Lebensjahr durch diverse Stationen seines Lebens. Alle sind geprägt von seiner Herkunft. Nachdem ihm erst seine Schwester weggenommen wurde, später dann auch sein Bruder (beide wurden aufgefangen und in das staatliche kanadische System eingegliedert, entgegen dem Willen der Eltern, diese flüchten sich darauf hin in den Alkohol),  bleibt er allein mit seiner Großmutter zurück und beide versuchen Halt auf altem indianischen Boden zu finden. Das gelingt nicht und so findet auch er sich bald in kanadischer Obhut wieder, in einer Schule, die von Nonnen geleitet wird. Dort herrscht nichts als Gewalt und Demütigung, und er muss versuchen, sich und seine Seele zu schützen. Das gelingt ihm über eine lange Zeit, aber irgendwann kann er die Augen vor dem, was ihm passiert ist, nicht mehr verschließen. Seine Reise zu sich selbst beginnt und auch auf dieser macht er viele unliebsame Bekanntschaften, die ihn letztendlich aber lehren, dass sein Leben lebenswert ist. Der Autor, der leider schon verstorben ist, zählt zu den bekanntesten kanadischen Autoren, die sich mit der indigenen Geschichte befasst haben und ist dafür vielfach ausgezeichnet worden. Im Jahr 2021 war Kanada Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse und in diesem Zusammenhang wurde auch der Roman „Der gefrorene Himmel“ präsentiert. Richard Wagamese versteht es hervorragend den Leser mit auf eine Reise zu nehmen und die Geschichte und Probleme der indigenen Stämme Kanadas deutlich zu machen. Beim Lesen hat man die ursprüngliche Landschaft vor Augen, fast kann man den Geruch der Wälder wahrnehmen und das Plätschern der Flüsse hören, so hervorragend beschreibt er die nordkanadische Natur. Sehr eindringlich erzählt er die Geschichte seines Protagonisten in all ihren Farben. Es geht um Ausgrenzung, Rassismus, Flucht, Demütigung, Gewalt, Drogen, aber auch ums Ankommen. Dieses ist jedoch erst möglich, wenn man den Mut hat, sich demjenigen zu stellen, der einem im Spiegel begegnet. Viele haben es nicht geschafft, haben den Freitod gewählt, sind an der Gewalt zerbrochen, und auch diejenigen, die sich dem Schmerz gestellt haben, sind nicht ohne Narben geblieben. Man kann so gut sein, wie man will, d.h. aber nicht automatisch, dass man von der Gesellschaft akzeptiert wird. Und damit sind wir bei einem sehr aktuellen Thema. Ein großartiger Roman mit einem wunderbaren Protagonisten, hervorragend erzählt – ein echtes Highlight.

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Kein Licht des Lebens

Von: nil_liest

17.12.2021

Noch ein Kanadier, den es zu entdecken gilt, denn Richard Wagamese ist einer DER bekanntesten Schriftsteller Kanadas mit indigenen Wurzeln. Er verstarb leider bereits 2017, in dem Jahr in dem „Der gefrorene Himmel“ in Canada in die Kinos kam, nachdem das Buch 2013 den Burt Award for First Nations, Inuit and Métis Literature bekam. Es erschien 2012 im Original. „Der gefrorene Himmel“ ist ein zutiefst erschütterndes Buch das beispielhaft die sogenannten Residential Schools in Kanada des letzten Jahrhunderts beleuchtet. In 139 solcher Einrichtungen wurden indigene Kinder gesteckt und durchlitten dort ihre Schulzeit. In diesem Roman verarbeitet Wagamese echte Geschichten, nicht seine eigenen, aber aus seinem näheren Umfeld und die eines berühmten NHL Profis mit indigenen kanadischen Wurzeln: Fred Sasakamoose. Das Buch ist die Geschichte eines indigenen Jungens, Saul Indian Horse, der zunächst bei der Großmutter lebt, dann aber in der St. Jerome’s Residential School in Ontario landet. Hier erlebt er erschütterndes und verliebt sich zugleich in das Eishockey spielen. Durch den Sport schafft er es raus in die Freiheit, aber diese eine Flucht endet mit einem anderen Mittel des Vergessens: Alkohol. Dieser Roman lässt einen Verzweifeln und es tut weh, wahrlich kein Buch was uns Freude bringt, aber so unglaublich wichtig für die Aufarbeitung der kanadischen Vergangenheit, wie sie mit ihren indigenen Völkern umgegangen sind. Und doch zugleich eine Liebeserklärung an das Eishockey! Dieser Spagat ist eine Meisterleistung. Der Schreibstil ist nüchtern, aber trotz allem schön. Fazit: Traut euch es zu lesen und lernt daraus!

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Vita

Richard Wagamese, geboren 1955 im Nordwesten Ontarios, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern Kanadas und indigenen Stimmen der First Nations. Er veröffentlichte 15 Bücher, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Publikumspreis des Canada-Reads-Programms des staatlichen Rundfunks für den Roman "Der gefrorene Himmel", dessen von Clint Eastwood produzierte Verfilmung ebenfalls preisgekrönt wurde. Als Kind von seinen Eltern getrennt, aufgewachsen in Heimen und bei Pflegefamilien, die ihm eine Beziehung zu seinen indigenen Wurzeln verboten, wurde Wagamese erst im Alter von 23 Jahren wieder mit seiner Familie vereint. Er ließ sich in Kamloops, British Columbia, nieder, wo ihm später von der Thompson Rivers University die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Richard Wagamese verstarb im Jahr 2017.

Zum Autor

Ingo Herzke

Ingo Herzke, Jahrgang 1966, hat Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow studiert. Seit 1999 lebt er mit seiner Familie in Hamburg und übersetzt neben Gary Shteyngart u. a. Alan Bennett, Nick Hornby, A. L. Kennedy, Kate de Goldi, Joshua Cohen und A. M. Homes.

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