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Gerard Donovan

Winter in Maine

Roman - Geschenkausgabe

(6)
Taschenbuch
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Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format.

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbull terrier. Eines Nachmittags wird sein Hund aus nächster Nähe erschossen, offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss…


Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Originaltitel: Julius Winsome
Originalverlag: The Overlook Press, Peter Mayer Publishers, Inc., Woodstock & New York
Taschenbuch, Flexibler Einband, 288 Seiten, 9,0 x 14,3 cm
ISBN: 978-3-442-74759-7
Erschienen am  11. August 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Kein typischer Aussteigerroman

Von: Jukebook_juliet

09.06.2021

Inhalt: Julius Winsome hat den Schuss gehört. Zumindest glaubt er das, denn in den Wäldern von Maine ist kurz vor Winteranbruch Jagdsaison – es hätte also auch jeder andere Schuss gewesen sein können. Sein geliebter Pitbullterrier Hobbes jedenfalls schafft es gerade noch, sich 500 Meter zu ihm hin zu schleppen, bevor er an der aus nächster Nähe kaltblütig in seinen Rücken gefeuerten Schrotflintenladung zugrunde geht. Kurzerhand nimmt Winsome, der in der Einsamkeit mit seinen geerbten Büchern und den antiquierten Worten Shakespeares lebt, sein ebenfalls geerbtes Scharfschützengewehr und macht seinerseits Jagd auf die Jäger. Meine Meinung: Der Einstieg in die Geschichte ist denkbar brutal und traurig: Der Hund des Einsiedlers Julius Winsome wird absichtlich erschossen. Dies trieb mir als Tierbesitzerin die Tränen in die Augen, sodass ich nach den ersten paar Seiten bereits emotional völlig aufgewühlt war. Den daraus folgenden Rachefeldzug des belesenen und eigentlich eher ruhigen Julius gegen scheinbar wahllos jeden, konnte ich trotzdem nicht recht nachvollziehen und umso weiter die Geschichte vorangeschritten war, desto weniger mochte ich ihn. Außerdem war die Luft nach etwa der Hälfte des Buches einfach raus. Ein bisschen schade bei so wenigen Seiten. Sprachlich war dieses Buch für mich allerdings ein Highlight. Fazit: Kein typischer Aussteigerroman. Eher die Erzählung des Rachefeldzuges eines Einsiedlers ohne Moral und ohne jeglicher Wertung. Brutal und erschreckend. Meine Bewertung: 4/5 Sterne

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Krimi über einen sanftmütigen Eremiten, der zum kaltblütigen Mörder wird,Krimi über einen sanftmütigen Eremiten, der durch den Tod seines Hundes zum kaltblütigen Mörder wird

Von: 3lesendemaedels

07.01.2020

Mit 3282 Büchern lebt Julius in einer abgelegenen Hütte in den Wäldern von Maine. Er sitzt lesend vor dem Kamin, als er draußen einen Schuss hört. Dies ist nicht ungewöhnlich im Herbst, wenn die Jagdsaison begonnen hat. Doch als sein Hund nach einiger Zeit nicht zurückkehrt, beginnt er sich Sorgen zu machen. Er findet Hobbes, angeschossen von einer Schrotflinte aus unmittelbarer Nähe vor. Zwanzig Meilen sind es mit dem Auto zum Tierarzt. Aber dieser kann nur den Kopf schütteln. Am selben Abend begräbt Julius seinen treuen und einzigen Freund in seiner Einsamkeit vor der Hütte. Das Plakat, das er am nächsten Tag vor dem Supermarkt in der nächsten Kleinstadt anbringt "Hund erschossen, Hinweise erbeten", wird innerhalb kürzester Zeit mit einer Botschaft überschrieben und er begreift, dass niemand seine Trauer versteht. Aber Julius will Rache nehmen an allen Jägern, um den alleinigen Mörder zu finden. Jeder Tierbesitzer könnte die Wut verstehen, die sich aufgrund eine solch unsinnigen Tat entfachen würde. Die Brutalität und Kaltblütigkeit, die Julius daraufhin entfaltet, beschreibt der Schriftsteller trotzdem großartig mit einer sanften Melancholie, die die Gefühle des sanftmütigen Eremiten nachvollziehbar machen.

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Vita

Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie, Germanistik und klassische Gitarre, veröffentlichte Gedichtbände, Shortstorys und Romane. Sein erster Roman »Ein bitterkalter Nachmittag« wurde mit dem Kerry Group Irish Fiction Award ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Man Booker Prize. Sein Roman »Winter in Maine« war ein internationaler Bestseller.

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Thomas Gunkel

Thomas Gunkel, 1956 in Treysa geboren, arbeitete mehrere Jahre als Erzieher. Nach seinem Studium der Germanistik und Geografie in Marburg/Lahn wurde er 1991 Literaturübersetzer. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. Larry Brown, John Cheever, Stewart O'Nan, William Trevor und Richard Yates.

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