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Gerard Donovan

Winter in Maine

Roman

(6)
Taschenbuch
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Kann man sich für den Verlust der vollkommenen Liebe rächen?

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbullterrier. Eines Nachmittags wird sein Hund aus nächster Nähe erschossen, offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss …

»Ein kleines Meisterwerk ... eines jener seltenen Bücher, die lebensklug und dabei höchst unterhaltsam sind.«

Colum McCann

Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Originaltitel: Julius Winsome
Originalverlag: The Overlook Press, Peter Mayer Publishers, Inc., Woodstock & New York
Taschenbuch, Broschur, 208 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74224-0
Erschienen am  08. August 2011
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Kein typischer Aussteigerroman

Von: Jukebook_juliet

09.06.2021

Inhalt: Julius Winsome hat den Schuss gehört. Zumindest glaubt er das, denn in den Wäldern von Maine ist kurz vor Winteranbruch Jagdsaison – es hätte also auch jeder andere Schuss gewesen sein können. Sein geliebter Pitbullterrier Hobbes jedenfalls schafft es gerade noch, sich 500 Meter zu ihm hin zu schleppen, bevor er an der aus nächster Nähe kaltblütig in seinen Rücken gefeuerten Schrotflintenladung zugrunde geht. Kurzerhand nimmt Winsome, der in der Einsamkeit mit seinen geerbten Büchern und den antiquierten Worten Shakespeares lebt, sein ebenfalls geerbtes Scharfschützengewehr und macht seinerseits Jagd auf die Jäger. Meine Meinung: Der Einstieg in die Geschichte ist denkbar brutal und traurig: Der Hund des Einsiedlers Julius Winsome wird absichtlich erschossen. Dies trieb mir als Tierbesitzerin die Tränen in die Augen, sodass ich nach den ersten paar Seiten bereits emotional völlig aufgewühlt war. Den daraus folgenden Rachefeldzug des belesenen und eigentlich eher ruhigen Julius gegen scheinbar wahllos jeden, konnte ich trotzdem nicht recht nachvollziehen und umso weiter die Geschichte vorangeschritten war, desto weniger mochte ich ihn. Außerdem war die Luft nach etwa der Hälfte des Buches einfach raus. Ein bisschen schade bei so wenigen Seiten. Sprachlich war dieses Buch für mich allerdings ein Highlight. Fazit: Kein typischer Aussteigerroman. Eher die Erzählung des Rachefeldzuges eines Einsiedlers ohne Moral und ohne jeglicher Wertung. Brutal und erschreckend. Meine Bewertung: 4/5 Sterne

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Vom sinnlosen Töten

Von: femundo aus Köln

31.01.2020

In schnörkelloser Sprache entführt uns Gerard Donovan in die einsamen Wälder an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Die Winter dort sind schneereich und kalt, nur wenige Menschen geraten in die Nähe des eigenbrötlerischen Julius, der dort in seiner kargen Hütte haust. Sein Leben gerät aus dem Tritt, als man seinen Hund tötet, und die Bluttat obendrein noch hämisch kommentiert. Der Angegriffene wandelt sich zum kühl kalkulierenden Rächer. »Winter in Maine« ist eine Geschichte über Einsamkeit, stille Verzweiflung und vor allem über sinnloses Töten. Mit beinahe dokumentarischer Genauigkeit schildert Donovan die verheerende Schlagkraft von Schusswaffen, die Mensch und Tier keine Chance lässt. Ein packendes und auch verstörendes Buch, dessen inneres und äußeres Drama sich vor einer beunruhigend lautlosen Winterlandschaft entfaltet. Großes Kopfkino mit einem Protagonisten auf fatalen Abwegen.

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Vita

Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie, Germanistik und klassische Gitarre, veröffentlichte Gedichtbände, Shortstorys und Romane. Sein erster Roman »Ein bitterkalter Nachmittag« wurde mit dem Kerry Group Irish Fiction Award ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Man Booker Prize. Sein Roman »Winter in Maine« war ein internationaler Bestseller.

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Thomas Gunkel

Thomas Gunkel, 1956 in Treysa geboren, arbeitete mehrere Jahre als Erzieher. Nach seinem Studium der Germanistik und Geografie in Marburg/Lahn wurde er 1991 Literaturübersetzer. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. Larry Brown, John Cheever, Stewart O'Nan, William Trevor und Richard Yates.

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