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Schicht im Schacht

Verarmung, gescheiterte Integration, gespaltene Gesellschaft ─ der Niedergang des Ruhrgebiets. Eine Streitschrift

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Taschenbuch
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Eine ganze Region wird im Stich gelassen – Jörg Sartor klagt an

Jörg Sartor, Vorstand der Essener Tafel, ist die direkte, authentische Stimme aus dem Ruhrgebiet; einer, der weiß, wie es den Leuten ganz unten, den Alten, den Armen geht; denen, die hart arbeiten für wenig Geld. Seine Analyse einer Region, die seit Jahrzehnten mit dem Niedergang kämpft, speist sich aus einer tiefen Verbundenheit mit seiner Heimat und einem realistischen, menschlichen Blick auf die Zustände im Ruhrgebiet. Er prangert die Versäumnisse und das Versagen der regionalen und der Bundes-Politik an, die der fortschreitenden Zerrüttung der bevölkerungsreichsten Region unseres Landes seit Jahrzehnten zusieht und nichts gegen zusehende Spaltung der dortigen Gesellschaft unternimmt.


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 224 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-60517-6
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ohne Hetze, sehr angenehm zu lesen

Von: Wichmann-Reviews.de

04.11.2020

Rezension: Schicht im Schacht Jörg Sator, Axel Spilker Heyne-Verlag 97883453605173 Auflage 3/2019 Redaktioneller Hinweis: Das Buch wurde vom Verlag kostenfrei bereitgestellt Cover Ja, das passt. Auch, dass nur der Autor selbst abgebildet ist und nicht etwa eine Menschenmenge. Schließlich soll das Werk das Thema sachlich beleuchten und nicht den Eindruck erwecken, ausgrenzen zu wollen. Inhalt und Aufteilung des Buches Der ehemalige Bergmann und jetzige Chef der Essener Tafel berichtet von seiner Region und seinem selbstgestellten Auftrag. Seine Themen sind Verarmung, gescheiterte Integration und die gespaltene Gesellschaft im Ruhrgebiet. Er zeichnet sich verantwortlich für den Aufnahmestopp für Ausländer an der Essener Tafel, um auch deutschen Hilfsbedürftigen wieder den Mut und die Gelegenheit zu geben, sich satt zu essen. Meine Einschätzung: Die ersten Kapitel beleuchten Kindheit, Arbeit und Struktur des alten Ruhrgebietes, ehe der Autor zu seinem Thema hinführt: der gescheiterten Integration. Er berichtet vom Aufnahmestopp und der Reaktion in den Medien / Bevölkerung, wobei bereits im Prolog schon die Reaktion anklang, ich zitiere: »... jetzt schreibt er noch ein Buch. Erst schreckt er die ganze Republik auf ...« Dabei berichtet der Autor von der ursprünglichen sehr guten Zusammenarbeit mit Eingewanderten, seinen späteren Beobachtungen der Ghettobildung und führt hin zu der daraus resultierende Gesellschaftsform, bzw. dem Zusammenleben aus seiner Sicht. In den Anmerkungen verweist er auf Link des Essener Polizeichefs, der sich zu Clans äußerte, er erinnert an Zeitungsartikel oder führt beispielsweise ein Buch zur wirtschaftlichen Lage an. Von daher endet sein Buch auch mit der Aufforderung: »Wir brauchen ... kein Gesabbel! Wir brauchen einen Aufbau West!!!« Zielgruppe Jugendliche, Erwachsene, wäre das ein Buch zum Erörtern für den Unterricht? Stil Sachlich und doch eingefärbt, ohne Verunglimpfung und doch mit erhobenem Zeigefinger. Verständlichkeit Der Text ist nachvollziehbar, er macht seine Position sachlich deutlich. Barrierefreiheit Ja Umfang Ausreichend Fazit Ich war zugegebenermaßen skeptisch, ob das Buch zu sehr in eine angreifende Richtung abdriftet, kann dies aber nicht bestätigen. Von daher aus meiner Sicht empfehlenswert, um das Thema aufzuarbeiten.

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... den Nagel auf den Kopf getroffen ...

Von: Friedel Kotterik aus Mönchengladbach

30.10.2019

Nachvollziehbare Begebenheits- und Milieu-Schilderungen. Klare Sprache bei der Aufarbeitung von Situationen und Konflikten. Saubere Politikerschelte trotz SPD-Hintergrund. Eine gute Dokumentation. Das Lesen macht Spaß. ....

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Vita

Jörg Sartor, treuer SPD-Wähler und Bergmann mit Leib und Seele, kümmert sich seit 2006 mit viel Engagement als ehrenamtlicher Vorsitzender der Essener Tafel um die Belange der Ärmsten in seiner Heimatstadt. Die von ihm vertretene Entscheidung, die Neuaufnahme bei der Essener Tafel für Ausländer zeitweilig auszusetzen, sorgte für eine erhitzte öffentliche Debatte und lenkte die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Politik auf die Nöte und Konflikte im Ruhrgebiet.

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