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Rezensionen zu
Die Ernte des Bösen

Robert Galbraith

Die Cormoran-Strike-Reihe (3)

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Es ist ruhiger geworden in der Detektei von Cormoran Strike. Sicherlich hat er noch den ein oder anderen Klienten, doch könnten es durchaus ein paar mehr sein, immerhin sind nach wie vor Rechnungen zu bezahlen. Der Verdienst reicht allerdings, dass Robin Ellacott weiterhin für ihn arbeitet. Mittlerweile ist sie eher seine Assistentin, denn seine Sekretärin. Robin selbst ist derzeit in den letzten Vorbereitungen für ihre Hochzeit mit ihrem Verlobten Matthew. Strike kann den Kerl nicht ausstehen, aber Robin zuliebe wird dieses Thema nicht zur Sprache gebracht. Als Robin eines morgens ein Paket in die Detektei zugestellt bekommt, geht sie davon aus, dass dieses in Zusammenhang mit der bevorstehenden Hochzeit steht, doch der Schock ist groß, als sie beim Öffnen ein abgetrenntes Frauenbein darin vorfindet. Die hinzugerufene Polizei sichert das "Beweisstück" und obwohl Strike gleich mehrere Verdächtige benennen kann, schießen sich die Ordnungshüter auf einen einzigen ein. Strike hingegen ist sich immer sicherer, dass ausgerechnet er es nicht ist, der seiner Assistentin und auch ihm so übel mitspielt. Da das eigentliche Geschäft derzeit etwas schleppend voran läuft, übernimmt Strike selbst die Ermittlungen in dem Fall, immerhin war es ja auch eine persönliche Kampfansage des Täters, indem er das abgetrennte Bein an Robin sandte. Um Robin zu schützen, untersagt Strike ihr, sich in die Ermittlungen einzumischen, was diese jedoch, die richtig Blut geleckt hat und endlich ihre Chance gekommen sieht, konsequent ignoriert. Immer häufiger geraten sie in Streit, fast so, als wollte der Täter einen Keil in ihre Beziehung treiben und tatsächlich haben diese Ermittlungen verehrende Folgen für die beiden ... Der 3. Band der Cormoran-Strike-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. In diesem Band wird Cormoran Strike mit düsteren Teilen seiner Vergangenheit konfrontiert, die ihn jetzt wieder einholt und auch Robin Ellacott offenbart Cormoran den dunklen Teil ihrer Vergangenheit. Ich fand es wundervoll, von beiden Protagonisten auf einmal so viel mehr zu erfahren, gerade im Hinblick auf die jeweiligen Vergangenheiten, die sie auch voreinander bisher verborgen gehalten haben. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Neben Cormoran Strike (ich bin ein großer Fan dieses außergewöhnlichen Detektivs) hat mich hier vor allem die Figur der Robin Ellacott beeindruckt, denn in diesem Band macht sie eine erstaunliche Reifung ihrer Figur durch und behauptet sich immer selbstbewusster gegen ihren Chef, was allerdings nicht immer gut ausgeht und zu ernsthaften Differenzen zwischen beiden führt. Allerdings ist mir nicht ganz klar, warum sie an Matthew und der bevorstehenden Hochzeit festhält, denn dieser Kerl ist sowas von unter aller Frauen Niveau. Den Schreibstil empfand ich packend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch fesselnde Lesestunden bereitet hat und ich jetzt schon gespannt auf den nächsten Band der Reihe warte, denn dieser Band wartet mit einem ganz bösen Cliffhanger auf.

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Es ist persönlich

Von: leseratte1310 aus mönchengladbach

27.06.2016

Vor Cormoran Strikes Detektei erhält Robin Ellacott ein an sie adressiertes Paket. Als sie es öffnet ist sie geschockt, denn das abgetrennte Frauenbein ist wahrlich grausig. Strike ahnt gleich, dass man eigentlich ihn treffen wollte und ihm fallen vier unangenehme und grausame Menschen aus seiner Vergangenheit ein, denen er so etwas zutraut. Da die Polizei sich auf einen Verdächtigen konzentriert, führen Robin und Strike ihre eigenen Ermittlungen durch – sehr zum Missfallen der Polizei. Der Shaklewell Ripper ist bald schon in aller Munde, als es wieder tote Frauen gibt. Dieses Buch ist nach „Der Ruf des Kuckucks“ und „Der Seidenspinner“ der dritte Band um das Team Cormoran Strike und Robin Ellacott. Es ist sicherlich nicht notwendig, die Vorgängerbände zu kennen. Trotzdem bin ich froh darüber, alle Bände gelesen zu haben, denn es ist interessant, die Entwicklung der Hauptcharaktere mitzuerleben. In diesem Buch nun erfahren wir viel Persönliches über die beiden Ermittler, vor allem aber über Robin. Sie hat Schlimmes erlebt und lange gebraucht, um darüber wegzukommen. Ihr Verlobter Matthew hat dazu wenig beigetragen. Aber sie sind schon lange zusammen und die Hochzeit steht bevor. Es ist Matthew ein Dorn im Auge, dass Robin bei Strike arbeitet, denn seine Vorstellungen von einem Job kollidieren mit Robins Ansichten. Außerdem ist er eifersüchtig. Robin macht es Spaß zu ermitteln und sie hat auch eine Begabung dafür. Sie ist intelligent und engagiert und bringt Menschen zum Reden. Strikes Detektei läuft nach dem erfolgreichen Abschluss der letzten Fälle endlich besser, doch nach der Geschichte mit dem Bein springen die Klienten wieder ab. Cormoran ist intelligent und ein fähiger Ermittler, doch in diesem Fall ist die Geschichte zu persönlich. Er wirft der der Polizei vor, nicht allen Hinweisen nachzugehen und macht dabei die gleichen Fehler. Einwände, selbst seine eigenen, schiebt er beiseite und verbeißt sich bei den Recherchen. Das ist auch der Grund, warum die Spannung ein wenig auf der Strecke bleibt. Würde Strike mehr auf seinen Verstand hören, wäre er dem Täter wahrscheinlich schneller auf die Spur gekommen. Zwischendurch gibt es immer wieder Abschnitte, welche uns an den kranken Gedanken des Täters teilhaben lassen. Wie üblich lässt und Robert Galbraith bis zum Schluss im Dunkeln darüber, wer der Täter ist. Es gibt immer wieder Wendungen, die den Leser von den angedachten Lösungen wieder wegbringen und am Ende steht man verblüfft da. Ein spannender und gut konstruierter Krimi mit interessanten Charakteren.

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Drückt mir einen Krimi in die Hand und ich werde niemals wissen, wie es ausgeht - bis jetzt! Beim Lesen von »Die Ernte des Bösen« habe ich das allererste Mal in einem Leben eine Kleinigkeit geahnt, die sich später als richtig rausstellte. Ich war ein bisschen stolz, denn sonst bin ich oft die einzige Person, die von der Auflösung überrascht ist. Einige mögen jetzt einwerfen, dass es doch gerade die Überraschung ist, die einen Krimi ausmacht und das Buch damit an Spannung verliert - finde ich in keinster Weise. Zum einen möchte ich mit meiner Theorie richtig liegen und zum anderen halte ich die Spannung nur sehr schwer aus. Außerdem wusste ich nicht, wie es ausgeht - mir kam nur eine Person sehr komisch vor und ich fragte mich, ob diese wohl im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall stand. Ich kann also noch viel besser in meinen Ermittlungen werden. Dass ich nun etwas geahnt habe, lag wahrscheinlich auch an meinem gestiegenen Interesse an der Kriminalliteratur. Bis vor wenigen Jahren habe ich noch gar keine Krimis gelesen, jetzt greife ich zwar selten (zwei bis drei Mal im Jahr) dennoch regelmäßig zu einem. Dies liegt auch daran, dass Joanne K. Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith nun schon zum dritten Mal den Privatdetektiv Comoran Strike und dessen Assistentin/Privatdetektivn in Ausbildung Robin Ellacott ermitteln lässt - und bei der Autorin der weltberühmten »Harry Potter« Reihe fühle ich mich als Leserin schon seit über 15 Jahren sehr gut aufgehoben. Nachdem im ersten Teil der angebliche Selbstmord eines Models aufgeklärt wurde (»Der Ruf des Kuckucks«) und im zweiten das mysteriöse Verschwinden eines Schriftstellers mitsamt seines brisanten Manuskriptes gelöst wurde (»Der Seidenspinner«), rückt jetzt die Detektei selbst in das Kreuzfeuer. Comorans Assistentin Robin will in wenigen Wochen heiraten und lässt sich aus diesem Grund Pakete direkt ins Büro liefern. So ist sie in keinster Weise überrascht, als ihr ein Kurier vor dem Büro ein längliches Paket überreicht. Allerdings befinden sich in diesem keine Servietten, keine Tischdecken und auch keine Schuhe - sondern ein abgetrenntes Frauenbein. Ihr Chef Comoran Strike kann sogleich vier Menschen nennen, die ihn so sehr verachten, dass sie solch ein grausames Geschenk schicken würde. Einer unter ihnen ist ein bekannter Mafioso, auf den sich die Ermittlung der Polizei konzentrieren. Comoran stürzt sich jedoch auf die anderen drei Verdächtigen, die in seiner Vergangenheit eine unrühmliche Rolle gespielt haben. Und was ist eigentlich, wenn das Bein nicht von jemanden aus Comoran Strikes Vergangenheit geschickt hat, sondern aus Robin Ellacotts? Auf knapp 700 Seiten versuchen die beiden den Kreis der Verdächtigen immer weiter einzugrenzen und begeben sich auf Spurensuche in die Vergangenheit, vor allem von Strike. Das Besondere bei diesem dritten Teil ist allerdings, dass nicht nur darüber berichtet wird, wie die Ermittlungen voran schreiten, sondern man bekommt auch ein Blick ins Innenleben des Absenders des Beins - natürlich anonym. Unweigerlich fragt man sich, ob die Protagonisten diesen schon einmal getroffen und befragt haben. Der Absender ist ein stiller Beobachter der Ermittlungen, kommt immer näher und wartet geduldig auf seinen Zug - sehr unheimlich. Der Aufbau des Romans ist dem der Vorgängern sehr ähnlich - dialoglastig, viele Charaktere und Geheimnisse vor dem Publikum. Aber wenige werden diesen unabhängig von den ersten zwei lesen (was durchaus möglich ist) und so weiß man ein bisschen, wie der Stil sein wird. Und wie bei den Vorgängern macht es sehr viel Sinn sich eine Liste mit den vielen vorkommenden Personen anzulegen. Allerdings habe ich mich sehr schwer getan mit diesem Teil und habe sehr lange daran gelesen. Immer wieder habe ich andere Bücher und Hörbücher eingeschoben und es brauchte insgesamt fast zwei Monate es zu beenden. Die Ausgangssituation hat mir im Grunde gefallen und auch die Ermittlungen. Allerdings war alles noch langsamer und hingezogener als bei den Vorgängern, dafür war der Schluss umso abrupter und die letzte Szene war sehr Klischee beladen. Für mich einfach zu viel. In diesem Fall stand die beiden Hauptcharaktere selbst im Mittelpunkt und wir haben etwas über ihre Vergangenheit gelernt. Das war zeitgleich spannend, den beiden ein bisschen mehr Tiefe zu geben, aber auch langweilig, da kein großes Geheimnis gelüftet werden musste. Es war von Anfang an klar, dass jemand dieses Bein aus Rache geschickt hat und das hat sich im Laufe des Buches nicht geändert bzw. bestätigt. Keine richtige Spannung wurde aufgebaut und es war sehr arm an überraschenden Wendungen. Vielleicht war es auch wirklich weniger ein Krimi, als mehr eine Charakterstudie der beiden Protagonisten. Ich bin mir nicht so sicher, ob es dafür 670 Seiten gebraucht hätte. Was mich allerdings am meisten störte, war das Privatleben von Robin. Ich habe ein bisschen den Eindruck gewonnen, dass ihre Hochzeit zu sehr im Mittelpunkt stand und ihr Charakter und noch mehr der Charakter ihres Verlobten immer mehr aus der Zeit fallen und keine Tiefe haben. Sie ist schon selbstbewusster als zu Anfang der Reihe, doch immer noch möchte ihr Mann lieber eine Hausfrau/Mutter, ist eifersüchtig auf Strike und verlangt regelmäßig, dass sie aufhört dort zu arbeiten - zu gefährlich. Dieses Frauenbild mag ich überhaupt nicht - abwartend und geduldig. Ich möchte auch nicht, dass die Reihe zu einem klassischen Frauenroman mit kriminalistischen Anteilen verfällt und mich damit vergrault. Da hätte ich wirklich viel mehr erwartet und fand es äußerst unpassend. Dennoch habe ich was Neues über Robin gelernt und ich konnte ein bisschen besser ihren Charkter und ihre Handlungen verstehen. Comoran Strike mag ich eh sehr gerne, weil er nicht nur ein sehr guter Ermittler ist, sondern auch eine bewegte Vergangenheit hinter sich hat und sein Charakter ein bisschen mehr ausformuliert ist. Hinzu kommt, dass es für mich Romane gibt, die als Buch funktionieren und Romane, die besser als Hörbuch funktionieren. Beispielsweise habe ich Daniel Kehlmanns »Die Vermessung der Welt« zunächst gehört und fand es schrecklich. Wenig später habe ich es dann noch mal gelesen und es ist wundervoll, großartig und sehr zu empfehlen. Die Bücher von Jan Weiler (»Kühn hat zu tun«) höre ich auf der anderen Seite immer, weil er sie selbst so gut spricht und dabei so unterhaltsam ist. Den ersten und dritten Teil der Krimireihe rund um Comoran und Robin habe ich gelesen, den zweiten im letzten Sommer gehört. Ich musste leider feststellen, dass es als Hörbuch viel besser funktioniert. Hier vergeht die Zeit viel schneller, ist fast kurzweilig und wird vom tollen Dietmar Wunder gesprochen. Weitere Teile werde ich in jedem fall hören. FAZIT: Der dritte Teil aus dieser Reihe war zwar spannend, gerade in Bezug auf die Vergangenheit der Protagonisten. Dennoch konnte mich der Inhalt bzw. der Fall selbst nicht richtig überzeugen. Es wurde sehr langatmig erzählt und einzelne Charaktereigenschaften fand ich äußerst fragwürdig.

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Der dritte Fall rund um Cormoran Strike und seine Assistentin Robin ist kein reiner Krimi, aber ein äußerst spannender Roman. Im Zentrum stehen die Beziehungen zwischen Strike und Robin als auch zwischen Robin und ihrem Verlobten, bei dem sich abzeichnet, dass er eher als Freund als als Gatte taugen könnte. Das, was sich bereits im zweiten Band hervorhob, nimmt stärkere Formen an. Somit ist dieser Titel ein höchst spannender Roman an dessen zweite Stelle der Kriminalfall rückt. Dazu knistert es weiter zwischen den beiden Hauptprotagonisten, die sich dieses Phänomen mit britischer Kühle jedoch nicht einander gestehen. Der Fall bringt den Lesern wiederum Teile der Vergangenheit Strikes näher. So ist es eher ein wunderbar geschriebener Beziehungsroman ohne Liebesgeschichte denn ein "echter" Krimi. Was mir persönlich total gut gefällt! Und der Kriminalfall kommt im letzten Drittel so richtig in Schwung. Das Miträtseln bereitet mindestens soviel Freude wie der das Lesen der spannenden Geschichte.

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Päckchendienst

Von: wal.li

29.04.2016

Gerade als die Sekretärin Robin Ellacott ihren Arbeitsplatz erreicht wird dort ein Päckchen angeliefert. Sollte es eine Auslieferung für ihre bevorstehende Hochzeit sein? Das Paket ist an sie adressiert und neugierig öffnet sie die Verpackung. Entsetzt blickt sie auf den Inhalt, ein menschlicher Unterschenkel. Was für ein widerwärtiger Scherz. Nein, das kann kein Scherz sein. Privatdetektiv Cormoran Strike, der inzwischen aus seinen Privaträumen die Treppe heruntergestiegen ist, reagiert beim Anblick des Pakets abgebrühter. Doch auch er ist besorgt, wer sollte ein Motiv für dieses Verhalten haben. Schnell fallen ihm aus seiner Zeit als Militärermittler einige üble Burschen ein, mit sich mit ihm angelegt haben. Geprägt von der Stimmung der bevorstehenden Hochzeit und den Gedanken, die sich Brautleute vor dem Ereignis machen, wirkt der Fall etwas vernachlässigt. Robin überdenkt ihre Beziehung zu ihrem Arbeitgeber gründlich, zumal Matthew nicht der idealste Ehemann und Partner zu werden verspricht. Auch Cormoran ist häufig in Gedanken versunken, soll er sich wirklich auf seine neue Beziehung einlassen, soll er über seine Empfindungen gegenüber seiner Sekretärin nachdenken. Und nun dieses neue Geschehen, es gibt keine gute Presse. Bereits kurz nach dem Erscheinen der ersten Artikel, verliert die Detektei einige Kunden. Die Neuzeit scheint einzuziehen in der Detektei des Cormoran Strike. Moderne Ermittlungsmethoden werden fleißig genutzt. Auch das Jahr, in dem die Handlung angesiedelt ist, wird genannt, um jeglichen Zweifel auszuräumen. Der wunderbar angestaubte Charme einer möglichen vergangenen Zeit, der viel zum Lesevergnügen der beiden vorherigen Bände beitrug, geht hier etwas verloren. Ebenso zu sehr verliert sich die Autorin in den Innensichten ihrer beiden Protagonisten. Interessant ist es schon, mehr über die Vergangenheit von Strike und Ellacott zu erfahren. Auch folgt man gerne ihren Betrachtungen, Gedanken und Gefühlen hinsichtlich ihrer Beziehung zueinander und den Beziehungen zu ihren Partnern. Doch geht der geheimnisvolle Ansatz des Falles ein wenig unter. Erst im letzten Drittel vermag die Handlung wirklich zu fesseln. Dann aber richtig. Cormoran, strike again!

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Ein abgetrenntes Bein wird in die Detektei von Cormoran Strike geliefert - adressiert ist es an seine Partnerin Robin. Als sie festellen, dass das Paket ursprünglich an Strike geschickt werden sollte, ist klar, dass nicht Robin, sondern Strike im Visier des Täters steht. Wer aus Strikes Vergangenheit hat es auf ihn abgesehen? Nur selten ist mir eine Rezension so schwer gefallen wie diese. Das Buch beginnt mit einem rasanten Einstieg, nur um dann in der Spannungskurve ebenso schnell wieder abzufallen. Strike und Robin verlieren sich in ihren Ermittlungen. Lesern, die bereits die ersten beiden Bände kennen, dürfte die Detailverliebtheit und langsame Erzählweise der Autorin bekannt sein. Während sie es aber in den Vorgängerbänden schafft, die Leser zum Miträtseln zu motivieren, so gelingt es ihr in diesem Buch eher weniger. Die Ermittlungen sind auf ein reines Abklappern der drei Verdächtigen beschränkt. Unterbrochen werden diese schon fast trockenen Ermittlungsberichte nur von den Einblicken aus Strikes und Robins Vergangenheit und privater Gegenwart, sowie aus Einschüben aus der Sicht des Täters. Diese Kapitel, die den Täter näher beschreiben, waren für mich das Highlight in diesem Buch und vielleicht noch das Interessanteste überhaupt. Ziemlich genervt war ich dieses Mal von Robin. Ihre Selbstzweifel, die sich in diesem Buch ganz besonders bemerkbar machen, sind zwar verständlich, aber es gab nicht nur eine Stelle an der ich ihr am liebsten die Meinung gegeigt hätte. Dennoch fand ich es sehr interessant mehr aus ihrer persönlichen Vergangenheit zu erfahren. Sie ist für mich dadurch etwas greifbarer geworden und ich kann nun ihr Handeln etwas besser verstehen. Dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Insbesondere gegen Ende nimmt es wieder an Spannung zu, auch wenn die Erzählweise weiterhin unaufgeregt bleibt - aber gerade das ist eigentlich das Schöne an klassischen, englischen Krimis: Sie sind ruhig erzählt und doch spannend. Wer also hier einen spannenden und rasanten Thriller sucht, liegt auch bei diesem neuen Krimi von Robert Gailbraith daneben. Wer hingegen einen Krimi im englischen Stil sucht, wird hier fündig und wird das Buch sicherlich trotz seiner Schwächen mögen.

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Ich mochte die beiden ersten Cormoran Strike Bücher sehr und war natürlich entsprechend aufgeregt als, der dritte Band in meinem Briefkasten lag. Das Buch beginnt auch schon gleich sehr rasant, denn an Robin ist ein Paket adressiert, welches ein Frauenbein enthält. Das J.K. Rowling aka Robert Galbraith fantastisch schreiben kann, sollte wohl mittlerweile jedem klar sein, und so entführt sie uns auch dieses Mal wieder mit ihren Worten nach London. Strike ist der perfekte Privatdetektiv. Er ist ein bisschen verschroben, gibt fiese Kommentare ab und ist trotzdem liebenswert. Er hat das Herz am rechten Fleck, das beweist er in diesem Band einmal mehr, als er darum geht seine Partnerin Robin zu schützen. Denn die Sache mit dem abgetrennten Bein wird für Strike direkt zur Privatangelegenheit. Ein solches “Geschenk” ist ein Angriff auf Robin und damit auch auf ihn und Strike fallen gleich 4 Personen ein, die zu einer solchen Tat im Stande sind. Alle Verdächtigen wurden wegen Strike vor Gericht bzw. ins Gefängnis gebracht. Ein Pädophiler, ein berüchtigter Gauner, ein Kollege aus der Armee und nicht zuletzt Whittaker, Strikes Stiefvater, den Strike schon damals beschuldigt hat, seine Mutter getötet zu haben. Wir verfolgen also gemeinsam mit Robin und Strike diese 4 Verdächtigen, plus die Verdächtigen die im Visier der Polizei stehen. Um diese Personen und Handlungsstränge alle unter einen Hut zu bekommen, muss Galbraith weit ausholen. Vieles muss erklärt werden und viele Dinge aus der Vergangenheit der Protagonisten Strike und Robin, werden hervorgeholt. Hinzu kommen die aktuellen privaten Probleme von Robin, die eigentlich kurz vor ihrer Hochzeit mit Matthew steht. Doch auch hier, gibt es noch einiges an Altlasten aufzuarbeiten. Und so bekommt dieser Kriminalfall um den es eigentlich geht starke Konkurrenz vom Privatleben der beiden Ermittler. Fast genauso spannend und mitreißend erfahren wir mehr aus Strikes und Robins Leben, fühlen mit ihnen, wenn sie sich streiten und hoffen auf ein Happy End. Ihr seht schon, die Story ist sehr umfangreich, aber auch sehr gut konstruiert und wie bereits erwähnt, großartig geschrieben. So kann man sich als Leser, voll und ganz in die Geschichte fallen lassen. Wir treffen Personen, die sich freiwillig verstümmeln wollen, weil sie es “cool” finden. Alles sehr bizarr, aber gerade darum auch sehr fesselnd. Gelegentlich bekommt der Leser Einblick in das Seelenleben des Mörders. Eine Person, die nach Robins Leben giert, allerdings wissen wir ebenso wenig, wie die Ermittler, wer diese kranke Person ist. Einen kleinen Minuspunkt habe ich allerdings doch, denn die Auflösung des Falls fand ich nicht so gut gelungen. Es war mir einfach zu platt, zu einfach und irgendwie nicht spektakulär genug, wie alles aufgelöst wird. Trotzdem kann ich das Buch jedem Krimifan ans Herz legen. Denn es steckt so viel in diesem Roman, dass man es einfach lieben muss. Fazit: Wer auf gute alte Detektivromane steht, der sollte sich Die Ernte des Bösen auf jeden Fall einmal anschauen. Gut geschrieben, sehr gut gezeichnete Figuren und eine spannende Geschichte. Die Ernte des Bösen bietet alles, was ein guter Krimi braucht.

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Meine Meinung: Mittlerweile ist ja allgemein bekannt, dass hier J.K. Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraight ihre Krimis rund um Privatdetektiv Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Ellacott schreibt. "Die Ernte des Bösen", Band 3 der Reihe, beginnt äußerst blutig. Robin wird ein Paket zugestellt, das ein amputiertes Frauenbein beinhaltet. Schon bald entdeckt Cormoran, dass auf dem Paket zuerst sein Name als Empfänger aufschien, später jedoch auft Robins Name geändert wurde. Er ahnt sofort, dass die Drohung an erster Stelle an ihn gerichtet und das abgetrennte Bein eine Anspielung auf sein fehlendes Gliedmaß sein soll. Außerdem findet Strike ein beigefügtes Blatt Papier mit einer Songzeile der Rockgruppe Blue Öyster Cult, die seine Mutter zu Lebzeiten verehrt hat und sich genau diese Zeile auf ihre Haut hat tätowieren lassen. Sofort denkt Strike an seinen Stiefvaters Jeff Whittacker, den er für den Tod seiner Mutter verantwortlich macht. Doch auch andere "alte Bekannte" aus der Zeit in Afghanistan, die hier außer seinen Stiefvater die Finger im Spiel haben könnten, passen ins Bild. Die Polizei ermittelt jedoch in einer ganz anderen Richtung und Cormoran versucht nun die restlichen drei Verdächtigen zu observieren. Dass dies nicht ganz einfach sein wird, ist irgendwie vorhersehbar ;). Vorallem, wo der Weg eines Verdächtigen, Cormoran und Robin außerhalb von London, nämlich ins ländlichen Barrow-in-Furness in Nordengland, führt. Alle drei Verbrecher sind äußerst gewalttätig, mit allen Wasser gewaschen und ihre bisherige Gewalttaten passen perfekt ins Bild des makabren Paketes. Nur...wer von den Dreien steckt dahinter? Leider verliert sich die Spannung, die zu Beginn des Krimis vorhanden ist, im Laufe der über 600 Seiten. Meiner Meinung nach wären 200 Seiten weniger einfach besser und interessanter gewesen, denn gerade in der Mitte gibt es einen Hänger, bei dem die Nachforschungen von Robin und Cormoran ziemlich auf der Stelle treten. Die vielen komplexen Handlungsstränge sind allerdings kein Problem, denn als geübter Galbraight Leser konnte ich diesen mühelos folgen. Außerdem ist wohl bereits den meisten bekannt, dass J.K. Rowling/Robert Galbraith sehr detailverliebt schreibt. Dies trifft auch auf die privaten Probleme der beiden Ermittler zu. Während Robin ebenso mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, wie Cormoran, steht auch noch ihre geplante Hochzeit auf der Kippe. Erst im letzten Drittel nimmt die Spannung wieder etwas zu und der Fall wird zum Ende hin fast zu schnell abgehandelt. Schreibstil und Charaktere: Wie bereits in den Vorgängerbänden ist der Schreibstil sehr detailliert. Neben den Erzählungen von Cormoran und Robin gibt es diesmal auch Einsicht in die Gedanken des Mörders. Wiederum lebt der Roman besonders durch die einzigartige Charakterzeichung von Cormoran und Robin, die eines der sympathischten und exzentrischten Paare der Krimiliteratur sind. Der rote Faden auf den mehr als sechshundert Seiten ist die Band Blue Öystercult. Jedes Kapitel wird mit einer Songzeile dieser Band eingeleitet, die die Lieblingsband von Cormorans Mutter war. Cover: Warum beim dritten Band der Reihe das englische Cover nicht mehr übernommen wurde, kann ich nicht ganz verstehen. Band 1 und 2 passten hervorragend zusammen und nun kommt beim deutschen dritten Band ein gewöhnliches Bild der Tower Bridge, das schon bei anderen Krimis (z.Bsp. bei der Nicci French Reihe) relativ oft eingesetzt wurde und der eigene Charakter der Reihe verloren geht. Schade! Fazit: Wie gewohnt ein solider englischer Krimi alter Schule, sehr dicht und detailliert erzählt. Für mich leider der bis jetzt schwächste Band der Reihe rund um Cormoran Strike und Robin Ellacott. Die ungewöhnliche Protagonisten sind wieder hervorragend charakerisiert und geben der Reihe einfach das gewisse Etwas. Ich bin schön äußerst gespannt auf Band Nummer vier.

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