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Aljoscha Long , Ronald Schweppe

Der Kaufmann und der Rinpoche

Leben, Sterben und Dazwischen. Roman

Hardcover
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Zwei Lebensschicksale und eine Reise im Bardo

Den tibetischen Kaufmann Dorjee Wangchuck und den Rinpoche Sonam Tsering verbindet seit Kindertagen eine tiefe Freundschaft, auch wenn ihre Lebenswege nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können. Während der eine sich im Strudel der Geschichte seinen Weg bahnte und ein Vermögen anhäufte, entschied sich der andere für ein Leben im Kloster.

Als der alte Dorjee im Sterben liegt, lässt er seinen Freund rufen mit der Bitte, ihm den Bardo Thödol, das Tibetische Totenbuch, vorzulesen. Das soll ihn auf dem Weg zur Wiedergeburt durch den Bardo, die Zwischenwelt, geleiten. Doch alles hängt davon ab, wie er sein Leben geführt hat. Wird Dorjee am Ende seines Weges durch die Zwischenwelt wiedergeboren oder muss er dort verharren?


Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-424-35100-2
Erschienen am  02. March 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Der Tod des reichen Tibeters

Von: Myriade

22.03.2021

Ein ungewöhnliches Buch. Ein wirklich ungewöhnliches Buch aus dem Diederichs Verlag , geschrieben von Aljoscha Long und Ronald Schweppe, die sich beide sowohl mit östlicher Philosophie und Spiritualität als auch mit zeitgenössischer Psychologie beschäftigen. Zwei Tibeter, die schon als Kinder befreundet waren, sind die Protagonisten der Geschichte. Der eine wird Mönch und später Abt eines tibetischen Klosters, der andere zuerst tibetischer Soldat, dann überzeugter Kommunist und chinesischer Agent. Er arbeitet eine Zeitlang auch bei den Amerikanern im Geheimdienst und bereichert sich durch den Diebstahl von Vermögen und Kunstgegenständen von ins indische Exil gegangenen Tibetern. Durch alle Krisen und politischen Ereignisse und Katastrophen bleiben die beiden Freunde. Der reiche Mann, der kein gläubiger Buddhist war, hat dennoch seinen Freund, den Mönch gebeten, ihm nach seinem Tod den Bardo Thödol vorzulesen, das tibetische Totenbuch. Der Verstorbene befindet sich im Bardo, dem tibetischen Zwischenreich zwischen Tod und Wiedergeburt bzw dem Ort von dem aus eine Befreiung aus dem Rad des Lebens und der Wiedergeburten möglich wäre und der Mönch begleitet ihn auf verschiedene Art und Weise durch dieses Zwischenreich. Es erleichtert die Lektüre, wenn man etwas über den tibetischen Buddhismus weiß, aber auch wenn nicht, finde ich den Roman durchaus verständlich. Der Tote irrt im Bardo herum und versucht sich zu befreien oder zumindest eine gute Wiedergeburt als Mensch zu erreichen. Dazwischen wird sein Leben erzählt:als Kind und Jugendlicher in Tibet, in einer armen Familie, in China und den USA. Es ist ein interessanter Blick auf die tibetische Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Es wird nicht an Kritik gespart einerseits an der traditionellen tibetischen Gesellschaft andererseits auch an der chinesischen Besatzungsmacht. Der Protagonist wird vom Kritiker der theokratischen Gesellschaft in Tibet zum glühenden Kommunisten schließlich zum Dieb und desillusionierten alten Mann. Die Verbindung dieser Lebensgeschichte mit der Beschreibung des Bardo und der Unterstützung des Mönchs für den Toten ist sehr gut gelungen und so geschrieben, dass man sie auch ohne nähere Kenntnisse zum Thema gut lesen und verstehen kann.

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unbeschreiblich

Von: Miss Emma

11.10.2020

Wer sich für Philosophie, Psychologie und Theologie interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Als Roman verschafft es dem Leser einen guten (ersten) Einblick in die tibetanische Religion und Spiritualität. Es regt zum Nachdenken über das (eigene) Leben an.

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Vita

Aljoscha A. Long studierte Psychologie, Philosophie und Linguistik. Er ist als Autor, Komponist, Therapeut, Taijiquan- und Qigong-Lehrer tätig. Bekannt geworden ist Aljoscha A. Long durch zahlreiche Publikationen und seine Seminartätigkeit in den Bereichen Psychologie und Philosophie. Er lebt mit seiner Frau, der chinesischen Heilerin Fei Long, in München und Guangzhou.

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Ronald Schweppe und Aljoscha Long vermitteln ganzheitliche Lebenskunst auf leicht verständliche Art und Weise. Ihre Schwerpunkte sind die Themen Achtsamkeit, Lebenszufriedenheit und Gelassenheit. Moderne Psychologie, zeitgemäße Philosophie und östliche Spiritualität fließen in ihren Werken harmonisch zusammen. Ronald Schweppe ist Orchestermusiker und Meditationslehrer, Aljoscha Long Psychologe, Komponist und Taiji-Lehrer. Sie sind bekannt durch zahlreiche erfolgreiche Veröffentlichungen, sowie Auftritte in Funk und Fernsehen. Die beiden Autoren pflegen selbst eine über vier Jahrzehnte dauernde Freundschaft zueinander.

www.long-schweppe.de

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