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Amelie Fried

Die Spur des Schweigens

Roman

eBook epub
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Journalistin Julia schlägt sich mühsam als freie Schreiberin durch und träumt von der großen, investigativen Story. Sie erhält einen Hinweis auf mögliche sexuelle Übergriffe in einem renommierten Forschungsinstitut. Der Me-too-Debatte überdrüssig, geht sie dem Verdacht zunächst nur halbherzig nach. Als sich aber die erste Betroffene bei ihr meldet und Julia den attraktiven Hauptverdächtigen kennenlernt, ist ihr Reporterinnen-Instinkt geweckt.

Am Institut stößt sie auf ein gefährliches Gemisch aus Machtmissbrauch, Schweigen und Vertuschung – und auf eine schockierende Verbindung zu ihrem Bruder Robert, der zwölf Jahre zuvor spurlos verschwunden ist. Plötzlich muss Julia sich unangenehme Fragen stellen: Was hat Robert mit dem Selbstmord einer chinesischen Doktorandin zu tun? Warum wurde seine Leiche nie gefunden? Hat sie all die Jahre etwas übersehen?

»Amelie Fried hat eines der großen Themen unserer Zeit spannend und dabei unterhaltsam aufbereitet. ... Ein Buch, um es in einem Rutsch wegzulesen!«

Stella Brikey, Emotion (29. September 2020)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-17856-7
Erschienen am  31. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Amelie Fried - Die Spur des Schweigens

Von: B.Stegen

10.11.2020

Die Geschichte ist spannend aufgebaut durch die beiden Handlungsstränge: Julias Recherche für die Story über einen übergriffigen Wissenschaftler eines renommierten Instituts (die sie zunächst am liebsten ablehnen würde) und die verzweifelte Suche nach ihrem Bruder Robert, die Julia seit vielen Jahren umtreibt. Extra spannend fand ich die eingebetteten Erzählungen Roberts bis zu seinem rätselhaften Verschwinden. Die Handlung ist fesselnd erzählt und hält die am #MeToo-Thema interessierte Leserin bis zum Schluss fest im Griff. Super.

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Ein sehr lesenswerter Roman, der viel Stoff zur Reflexion bietet

Von: Annette Traks

09.11.2020

Das Buch beginnt mit dem Jahr 2007, als die freie Journalistin Julia Feldmann einen Anruf von ihrem Vater erhält, der sie bittet, sofort zu ihren Eltern zu kommen: Ihr Bruder Robert ist während eines Trekking-Urlaubs in Norwegen spurlos verschwunden. Die Recherchen der Polizei legen einen tödlichen Unfall nahe. Dieser Meinung schließt sich bald auch die Familie an, denn es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, dass Robert noch lebt. 12 Jahre später: Julias Vater ist inzwischen gestorben, ihre Mutter dement, Julia (39) ist nach wie vor Single und lebt von mäßig bezahlten Schreib-Jobs. Eines Tages gibt der befreundete Chefredakteur einer Gesundheits-Journals ihr einen Artikel zum Lesen, in dem von der Preisverleihung an eine Wissenschaftlerin die Rede ist. In einem Kommentar erwähnt diese, dass weibliche Forscherinnen oft Mobbing und Übergriffen ausgesetzt seien. Eigentlich ist Julia von der Me-too-Debatte genervt und will den ent-sprechenden Recherche-Auftrag am liebsten ablehnen. Doch in dem Artikel wird ein Institut genannt, in dem ihr vermisster Bruder als biologisch-technischer Assistent gearbeitet hatte. Halbherzig beginnt sie dort mit einer Befragung, nicht ahnend, welchen Stein sie ins Rollen bringt. Als sich eine chinesische Assistentin aus dem Institut bei ihr meldet und von sexuellen Übergriffen berichtet, ist der Ehrgeiz der Journalistin geweckt. Bei ihren Recherchen kommt sie dem attraktiven Hauptbeschuldigten näher als sie es eigentlich dürfte, deckt Machtmissbrauch, sexuelle Übergriffe sowie Missbrauch auf, begegnet gleichzeitig aber einer „Spur des Schweigens“ bei einigen Betroffenen. Parallel dazu erfährt sie Bestürzendes über ihren Bruder. Resümee: Die Handlung besteht im Wesentlichen aus zwei Hauptsträngen. Rückblenden vor allem ins Jahr 2007, in dem Robert verschwand, schildern seine private und die Situation im Forschungsinstitut zu der Zeit. Julias Gedanken wandern aus der Gegenwart auch oft in ihre Kindheit und Jugend zurück, drehen sich dabei in erster Linie um die Verbindung zu ihrem Bruder und die innerfamiliären Beziehungen. Das Gegenwartsgeschehen ist 12 Jahre später angesiedelt, als Julia an einem Artikel über Mobbing, Macht- und sexuellen Missbrauch am Institut schreibt. Bei der Recherche stößt sie auf Roberts Namen, was sie veranlasst, auch nachzuforschen, was sich damals speziell in seinem Umfeld ereignet hat. Die Handlung ist sehr vielschichtig und komplex. Ich hatte beim Lesens stets den Eindruck, dass Amelie Fried als Vorbereitung zum Buch eine umfangreiche Aufstellung mit vielen unterschiedlichen Mann-Frau-Beziehungen und -Persönlichkeiten angefertigt und daraus resultierend deren Umgang miteinander in den verschiedensten Situationen abgeleitet hat. Dieser hervorragenden schriftstellerischen respektive journalistischen Arbeit gebührt Anerkennung. Während des Schreibens hat sie dann Situationen geschaffen, in denen diese zahlreichen Konstellationen in vielen Einzelszenen die Handlung bestimmen. Das hat auf mich oft zu gewollt, konstruiert und daher „unrund“ gewirkt … gerade so, als ob die Autorin ihre Liste abgearbeitet hat. Allerdings verhindert genau diese Anlage des Plots eine einseitige Darstellung und bietet viel Gelegenheit zur Reflexion des komplexen Stoffes um männliche Anmache, Übergriffigkeit, sexuellen und Machtmissbrauch … und die Reaktion der betroffenen Frauen darauf. Zum Teil ist der Roman so spannend wie ein Krimi. Die Person der Protagonistin Julia ist sehr / zu problembeladen – wobei es mit fortschreitender Handlung in Bezug auf die genannten Punkte etliche positive Veränderungen gibt: • der Verlust des Bruders beschäftigt sie nach wie vor sehr, sie hat ihn noch nicht komplett verarbeitet, • sie muss sich um ihre demente Mutter kümmern und schließlich dafür sorgen, dass sie adäquat betreut wird, • immer noch Single, schätzt sie sich selbst als beziehungsunfähig ein, und scheut sich vor einer engen Bindung, • beruflich schleppt sie sich von einem mäßig bezahlten Auftrag zum nächsten, • dann wird ihr auch noch die Wohnung gekündigt, • ihre Probleme und Sorgen ertränkt sie meist in zu reichlichem Alkoholkonsum. Gut, dass ihre beiden besten Freundinnen sie immer wieder „auffangen“. Fazit: ein sehr lesenswerter Roman, der in seiner Vielschichtigkeit viel Stoff zur Reflexion bietet.

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Vita

Amelie Fried, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. Traumfrau mit Nebenwirkungen, Am Anfang war der Seitensprung, Der Mann von nebenan, Liebes Leid und Lust und Rosannas Tochter wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den »Deutschen Jugendliteraturpreis«. Zusammen mit ihrem Mann Peter Probst schrieb sie den Sachbuch-Bestseller Verliebt, verlobt – verrückt?. Bei Heyne erschien zuletzt der Roman Paradies. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

ameliefried.de

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Pressestimmen

»Spannende Auseinandersetzung mit "Mee Too".«

Hörzu (11. September 2020)

»Julia ist eine journalistische Freelancerin, die glaubt, dass sich Frauen gegen sexuelle Übergriffe gut wehren können. ... Ziemlich realistisch!«

Andrea Braunsteiner, Woman (19. November 2020)

»... eine ausgezeichnete Lektüre für graue Herbsttage.«

Katrin Kaiser, Abendzeitung (12. November 2020)

»Packend!«

neue woche (04. September 2020)

»Extrem spannend!«

Donaukurier (30. April 2021)

»Um das große Schweigen, Verschweigen, auch von Familiengeheimnissen und anderen Dingen, geht es in diesem spannenden Buch. Sehr lesenswert.«

Margarete von Schwarzkopf, Domradio (11. September 2020)

»In einer gelungenen Mischung aus emotionalen und spannenden Momenten wird das Thema #Metoo erfreulicherweise differenziert beleuchtet.«

Stadtkind Hannover (01. October 2020)

»Die Spur des Schweigens ... ist ein eindrucksvoll recherchierter Roman über Männermacht im Wissenschaftsbereich und begleitet eine junge Frau auf ihrer Suche nach sich selbst.«

Gabrielle Seil, Revue (23. September 2020)

»… ein journalistischer Krimi, der die weiterhin hochaktuelle #metoo-Debatte mit vielen anderen gesellschaftlichen Fragen verbindet.«

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