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Volker Angres, Claus-Peter Hutter

Das Verstummen der Natur

Das unheimliche Verschwinden der Insekten, Vögel, Pflanzen – und wie wir es noch aufhalten können

(7)
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Die dramatischen Folgen des heimischen Artensterbens
Es wird still und einsam um uns herum, der Mensch vernichtet seine eigenen Lebensgrundlagen: Die Insektenbestände brechen um über 80 Prozent ein, Tausende Quadratkilometer Ackerrandstreifen und andere Lebensräume wurden in den letzten Jahren vernichtet, Meerestiere sind plastikverseucht – die Vielfalt des Lebens ist massiv bedroht. Claus-Peter Hutter, Präsident von NatureLife-International und Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz des Landes Baden-Württemberg, und Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, zeigen die Gründe für das Artensterben auf, nennen Verursacher und Verantwortliche - insbesondere die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrem maßlosen Einsatz von Pestiziden und den endlosen Monokulturen. Und sie machen mehr als deutlich, was endlich getan werden muss. Wie genau das aussehen kann und welche Beispiele es für die Rettung der biologischen Vielfalt gibt, sät ein Körnchen Hoffnung angesichts einer apokalyptischen Entwicklung.

»Fundiert zeichnen sie nach, warum in Deutschland und weltweit Lebensräume und Arten verschwinden.«

natur (16. January 2020)

eBook epub (epub), ca. 336 Seiten (Printausgabe)
ISBN: 978-3-641-23194-1
Erschienen am  01. October 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Warum wir Handeln müssen!

Von: Mehtap

15.10.2020

Während Autos an den Hauptstraßen entlangrasen, Betonmauern mehr Platz einnehmen, wird die Geräuschkulisse der Tier- und Pflanzenwelt immer leiser. Ohne unser aktives Wahrnehmen. 8,7 Milliarden Arten schätzt man, dass es geben soll. Und 75 % unserer Arten in Deutschland haben wir auf Nimmer-wiedersehen verloren. Ist das ein Grund für das Verfallen in Hoffnungslosigkeit? Jein. Es muss aber etwas getan werden. Und zwar sofort. Volker Angres gibt in jedem Kapitel klare Handlungsempfehlungen, die sich an die Bürger, Politiker und an die Wirtschaft richtet. Wir als Bürger haben auch unsere Pflicht. Wildpflanzenanbau statt gepflegter rasen, wo der Roboter Rasenmäher zerschredert was ihm in den Weg kommt. Wir müssen verwildern und es aktiv fördern.

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Aufrüttelndes Buch

Von: Silke

20.01.2020

Stellen Sie sich das mal vor: Es ist Frühling und kein Insekt ist zu hören oder zu sehen. Kein Bienengesumm, kein Brummen von Käfern. Und an den Blüten sitzen keine Schmetterlinge. Leider ist das inzwischen vielerorts schon Realität: Die Zahl der Insekten in den vergangenen Jahren um über 80 Prozent zurückgegangen. 80 Prozent! Es ist still geworden in der Natur. Nicht nur das Summen der Insekten ist verstummt. Bis zu 58.000 Tierarten, so schätzen Experten, sterben pro Jahr aus. Hauptverursacher ist der Mensch, der die Meere mit Plastik und Äcker mit Pestiziden verseucht, Wiesen in Monokulturen verwandelt und Brachflächen in Bauland. „Das Verstummen der Natur“ heißt das Buch des ZDF-Journalisten Volker Angres und des Umweltschutzexperten Claus Peter Hutter, das aufwecken will. Die beiden klagen nicht nur an, sondern zeigen auch auf, wie sich die Artenvielfalt erhalten lässt. Manches geht im ganz Kleinen. Jeder Gartenbesitzer kann etwas tun. Indem er auch ein paar Wildblumen aussät und so Wildbienen und anderen Insekten Nahrung bietet. Indem er verhindert, dass seine Regentonne zur Todesfalle für Vögel und Insekten wird. Oder indem er auf Mäh-Roboter verzichtet, die nicht zwischen Gras und einem Frosch unterscheiden können. Das Buch gibt am Ende vieler Kapitel praktische Tipps, um das Verstummen der Natur zu verhindern – vom Schutz der Uferzonen über den Einsatz von Marienkäferlarven statt der Giftspritze bis zum Rat, verstärkt saisonale, regionale und Bio-Lebensmittel einzukaufen. Einzelne Lebensräume – Wälder, Moore, Wiesen, Gewässer – werden vorgestellt und es gibt ein eigenes Kapitel über Rettungsversuche. Auch über die Grenzen Deutschlands schauen die Autoren. Ziemlich am Ende kommt ein Zitat, das erschreckt, eine Aussage des früheren Umweltministers Klaus Töpfer: „Es wird sich nichts ändern – bis zur nächsten Katastrophe.“ Tatsächlich waren es oft Katastrophen, die dazu geführt haben, dass sich etwas änderte. Der Atomausstieg kam nach Fukushima zustande, und erst Meldungen wie das qualvolle und weltweit veröffentlichte Sterben eines Wals, in dessen Bauch 80 Kilogramm Plastikmüll steckten und die Information, dass der Müllstrudel im Meer inzwischen viermal so groß ist wie die Fläche Deutschlands, sorgten dafür, dass sich die Politik mit dem Thema Plastikmüll beschäftigt. Das Buch Das Verstummen der Natur: Das unheimliche Verschwinden der Insekten, Vögel, Pflanzen – und wie wir es noch aufhalten können“ (Ludwig-Verlag, 336 Seiten, 20 Euro) schockiert, aber es bietet Lösungen – und ich würde mir wünschen, dass es viele Leser bekommt. Damit die Schreckensvision von einer Natur ohne Insekten und Vögel nicht zur Wirklichkeit wird.

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Vita

Claus-Peter Hutter ist Präsident der Stiftung NatureLife-International und Autor zahlreicher Publikationen zu Natur-, Umwelt- und Verbraucherthemen. U.a. mit internationalen Modellprojekten für Klimaschutz, Armutsbekämpfung und Bewahrung der biologischen Vielfalt sowie als Ehrensenator der Universität Hohenheim und Lehrbeauftragter der Universität Stuttgart setzt er sich für einen unverkrampften Umweltdialog ein. Als langjähriger Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg hat er zahlreiche Bildungsprojekte realisiert, um der Wissenserosion in Sachen Natur entgegenzuwirken. Für sein Engagement wurde er unter anderem dem Bundesverdienstkreuz und einer Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. C.P. Hutter lebt bei Stuttgart.

Zum Autor

Pressestimmen

»Die Autoren nennen Gründe für das Artensterben, Verursacher und Verantwortliche und sie machen deutlich, was endlich getan werden muss.«

Mittelbayerische, Conrad Fink (14. December 2018)

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