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Robert Domes

Waggon vierter Klasse

Eine Spurensuche in der Nachkriegszeit

Ab 14 Jahren
(1)
Taschenbuch
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Ein Flüchtlingsmädchen im Deutschland der Nachkriegszeit kämpft gegen das Schweigen

Sommer 1948: Die 16-jährige Martha ist ein Flüchtlingsmädchen aus Ostpreußen. Dass ihre Familie nicht dazugehört, bekommt sie täglich zu spüren. Mit ihrem Vater und zwei Geschwistern ist sie in einem ausrangierten Bahnwaggon am Rand eines bayerischen Dorfes untergekommen. Um den Waggon ranken sich Gerüchte, vor allem um seinen früheren Bewohner Alois Roth. Der Mann ist in der Nazizeit spurlos verschwunden.
Als Martha davon erfährt, wird sie neugierig. Was war Alois Roth für ein Mensch? Warum lebte er in diesem einsamen Waggon? Sie beginnt nachzufragen. Aber im Ort möchte niemand darüber sprechen. Es gibt Dinge, die sollte man besser ruhen lassen, heißt es nur. Doch Martha lässt sich nicht beirren. Sie will herausfinden, was wirklich mit ihm passiert ist.
Der bewegende Roman von Robert Domes (»Nebel im August«) beruht auf wahren Begebenheiten und gründlicher Recherche. Sensibel erzählt er von Kriegstrauma und Verdrängen, von der Frage nach Schuld und der Suche nach der Wahrheit.

»Robert Domes treibt die Geschichten seiner Protagonisten […] mit Spannung voran. Nie effekthascherisch, immer empathisch und nah bei seinen Figuren.«

Bayern 2 über »Waggon vierter Klasse« (23. December 2021)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-570-31352-7
Erschienen am  13. December 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Eine Pflichtlektüre für jeden

Von: meine.literaturliebe

04.02.2022

1948 muss die 16-jährige Martha mit ihrem Vater in ein Dorf nach Bayern fliehen. Ihre Mutter und ihre Geschwister bleiben in Ostpreußen zurückb. Martha und ihr Vater werden in einem ausrangierten Zugwaggon untergebracht. Schon bald erfährt Martha, dass bereits vor Ihnen kurz nach dem Ersten Weltkrieg ein kleinkrimineller Bewohner im Waggon gelebt hat, der jedoch während der NS-Zeit plötzlich spurlos verschwand. Sie wird neugierig und versucht mehr über ihn herauszufinden... Auch wenn zu Beginn ausdrücklich betont wird, das es sich hier um einen größtenteils fiktiven Roman handelt, lässt sich aus dem Nachwort entnehmen, dass es sowohl beide Familien, den Ort als auch den Wohnwaggon tatsächlich gegeben hat. Es wird abwechselnd von zwei Familien berichtet, die durch Krieg und Verfolgung aus unterschiedlichen Gründen zu Geschädigten wurden. Dieses Buch wird mich noch lange beschäftigen. Die Frage nach Schuld und Moral dürfte niemanden kalt lassen. Insbesondere hat mich hier die Geschichte von Alois Roth sehr bewegt. Dass ein junge Mann, der durch unglückliche Zufälle, fast schon unverschuldet, in eine so tiefe Lebenskrise geraten konnte, ist nur schwer auszuhalten. Hier gilt es auch zu bedenken, dass der Bundestag erst 2020 (kleinkriminelle) Verbrecher, Arbeitsscheue oder Sozialschwache, die in den KZ kamen, als Opfer des NS-Rimes anerkannt hat. Wie bereits der erste Roman von Robert Domes "Nebel im August" (s. Bild 2) wird auch dieses Buch als Schullektüre empfohlen. Eine geeignetere Lektüre kann es, meiner Meinung nach, auch gar nicht geben. Es vereint die beiden Weltkriege. Zeigt zudem den seit Generationen ähnlichen Ablauf mit Geflüchteten auf. Was früher ausrangierte Bahnwaggons waren, dürften heute jedem von uns das Bild von provisorischen Wohncontainern präsent sein. Man sollte diesen Roman keineswegs als Jugendroman betrachten. Aus meiner Sicht, ist es eine Pflichtlektüre für jeden.

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Vita

Robert Domes, geboren 1961 im bayerischen Ichenhausen, studierte Politik und Kommunikationswissenschaften in München. Er arbeitete jahrelang als Redakteur bei der Allgäuer Zeitung, zuletzt als Leiter der Lokalredaktion in Kaufbeuren, bevor er sich 2002 als Journalist und Autor selbstständig machte. »Nebel im August«, sein erstes Jugendbuch über ein „Euthanasie“-Opfer im Dritten Reich, wurde auf Anhieb ein großer Erfolg. Inzwischen gibt es davon eine hochkarätige, vielfach ausgezeichnete Verfilmung von Kai Wessel mit Ivo Pietzcker in der Hauptrolle.

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Pressestimmen

»Findet eine klare, einfühlsame, berührende Sprache und einen angemessenen Ton für die Gefühlslagen seiner Protagonisten. Er versteht es, Spannung aufzubauen und vermeidet Schwarz-Weiß-Malerei.«

Augsburger Allgemeine über »Waggon vierter Klasse« (07. December 2021)

»Ein eindrucksvolles Werk, absolut lesenswert.«

Wiesbadener Kurier über »Waggon vierter Klasse« (17. February 2022)

»Historisch wie literarisch ein Volltreffer.«

Eselsohr über »Waggon vierter Klasse« (01. February 2022)

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