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Jens Lubbadeh

Unsterblich

Roman

Taschenbuch
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Diese Zukunft ist nur einen Klick entfernt

Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Stars der Popkultur sind inzwischen wieder auferstanden und werden weltweit gefeiert – bis einer von ihnen eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach einem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.

»Ein wirklich spannender, beängstigender Thriller, manipulativ und mitreißend – ganz klare Leseempfehlung.«

WDR 1LIVE (10. July 2016)

Originalverlag: Heyne
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-32115-1
Erschienen am  10. January 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Nicht meine Welt

Von: Laberladen Blog

22.02.2022

Darum geht’s: Die Welt im Jahr 2044. Selbst nach dem Tod kann man noch für seine Lieben da sein. Denn die Firma Immortal erschafft täuschend echte virtuelle Nachbildungen von allen, die es sich leisten können. Als aber der Klon von Marlene Dietrich spurlos verschwindet, soll der Versicherungsagent Benjamin Kari den Vorfall untersuchen. Denn schließlich hat er selbst die Übereinstimmung des Klons mit dem verstorbenen Original bestätigt und es sollte nicht möglich sein, dass Immortal nicht feststellen kann, wo Marlene Dietrichs Klon sich aufhält. Das könnte ein riesiges Problem werden. So fand ich’s: Die Grundidee dieses Romans ist sehr verlockend. Ein virtuelles Abbild von einem selbst kann ewig leben und der Tod verliert seinen Schrecken. Niemand muss mehr die Liebe seines Lebens verlieren und trauern, es gibt keine Waisenkinder mehr, die ohne Eltern auskommen müssen und so weiter. Aber natürlich ist Immortal, die einzige Firma, die diese Technologie beherrscht, auch eine große Angriffsfläche für Fälscher und Manipulationen. Und, was für mich ein noch viel größerer Haken an der Sache war: Die Umsetzung dieser Idee wird zwar millionenfach weltweit praktiziert, aber ausgereift ist die Sache nicht. Man kann die Ewigen, wie die Klone genannt werden, nicht berühren. Man kann sie nur sehen, wenn man ein bestimmtes Implantat im Gehirn hat, was von der Regierung zwangsverordnet und von der überwältigenden Mehrheit der Menschen willig akzeptiert wird. Die Ewigen haben zwar die Erinnerungen der Verstorbenen genauso wie ihre Charaktereigenschaften, doch kreativ sind sie nicht. Sie können sich nicht weiter entwickeln. Und das sind nur einige der Unzulänglichkeiten dieses Systems. Während des Lesens hab ich mich mehr als einmal gefragt, wer ernsthaft in einer Welt leben will, die von Ewigen überschwemmt ist, die eine Sehnsucht nach verstorbenen Menschen wecken, weil sie ihr Abbild sind, aber diese Sehnsucht nicht stillen können, weil sie einfach nicht genug, sondern nur ein schwacher Ersatz sind. Für mich war das nicht wirklich erstrebenswert und ebenso wenig ausgereift und dieses Gefühl hat mich beim Lesen begleitet. Und mir den Lesespaß ein wenig getrübt. Benjamin Kari macht sich an den Auftrag, das Verschwinden von Marlene Dietrichs Ewigem aufzuklären und natürlich steckt er seine Nase in Dinge, die er nicht entdecken soll. Dieser Handlungsstrang war solide erzählt, konnte mich aber nicht überraschen, war mir nicht temporeich genug und hat mich deshalb auch nicht total gepackt. Rasant wurde die Handlung nicht wirklich, weil immer wieder nachdenkliche Passagen eingebaut waren, die zwar sehr gut zum Thema Unsterblichkeit und “was macht einen Menschen aus” passten, aber eben viel Tempo herausnahmen. Auf dem Einband des Buches steht ganz zu Recht eben nicht “Thriller”, sondern “Roman”. Wer eine Handlung mit Thrill erwartet, der wird nicht auf seine Kosten kommen. Ein wenig habe ich mich über mich selbst geärgert, dass mir nicht vorher aufgefallen ist, dass ich den Debütroman von Jens Lubbadeh in den Händen halte. Denn das Taschenbuch, das ich gelesen habe, ist kürzlich erst erschienen, die eBook-Version und die Broschur-Ausgabe stammen schon aus dem Jahr 2016. Wenn ich diese Tatsache mit in die Bilanz einbeziehe, würde ich sagen, erzählerisches Talent und Potenzial ist definitiv da, es fehlt aber noch ein wenig am endgültigen Schliff und Routine. Hätte ich nicht schon zwei weitere Bücher von Jens Lubbadeh gelesen, die genau diesen Schliff haben, hätte ich “Unsterblich” wahrscheinlich mehr genossen.

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eine großartige Mischung aus einem spannenden Thriller und der umfangreichen Idee der „digitalen Immortalität“

Von: Birgit Pirker

17.12.2020

„Unsterblich“ ist Jens Lubbadehs Debütroman und greift eine der vielen Möglichkeiten auf, wie unsere zunehmend automatisierte und digitalisierte Welt wohl in 20 Jahren aussehen könnte. 2044. Die Welt hat sich maßgeblich verändert. Virtuelle Realitäten haben an Bedeutung gewonnen und bereits Verstorbene können mit Hilfe einer neuen Technologie auf der Erde weiterexistieren. Man kann sie zwar nicht körperlich anfassen, sie sind den Menschen aber dennoch nahe! In Amerika regiert wieder John F. Kennedy und Filmstars wie Marlene Dietrich drehen neue Filme. Selbst Otto Normalverbraucher können sich, mit dem richtigen Kleingeld, die Unsterblichkeit als „Ewiger“ sichern, dessen computergenerierte Nachbildungen nicht von den Verstorbenen zu unterscheiden sind und sich wie diese verhalten, fühlen und ebenso handeln. Benjamin Kari arbeitet für „Fidelity“, dem weltgrößten Versicherungskonzern, der eng mit „Immortal“ verstrickt ist. Jener Firma, die die Ewigen ermöglicht und kontrolliert. Er zertifiziert Jene, deren vorheriges Leben altersbedingt noch nicht auf Lebenstrackern gesichert werden konnte und überprüft, ob sie dem Original auch wirklich entsprechen. Schließlich wurden sie aus Videoaufnahmen, Interviews und sonstigen Aufzeichnungen zusammengesetzt. Nach dem Verschwinden der ewigen Marlene Dietrich wird Kari mit den Nachforschungen beauftragt und gerät in eine atemlose Jagd quer über den Planeten … „Unsterblich“ ist ein spannender Roman, dessen Autor den Vergleich mit anderen großen Autoren in diesem Genre nicht scheuen muss. Er weiß, wie man seine Geschichte erzählt und er weiß sicher auch, wovon er hier schreibt. Natürlich ist Jens Lubbadeh längst nicht der erste, der sich mit der Fortsetzung des Lebens als Mischung aus Daten und Algorithmen belletristisch auseinandersetzt, aber seine charmante, packende und fundierte Art hat mir sehr gut gefallen. Da verzeiht man ihm als Leser auch den einen oder anderen logischen Denkfehler. Die Geschichte nimmt sich immer wieder die Zeit, um zu reflektieren und zu erklären. Ich musste oft schmunzeln, da die Handlung in meiner Vorstellungskraft mit den heute populären Prominenten wirklich sehr verstörende Züge annehmen würde … Auch wenn es sich vielleicht so anhört, steht die reißende Action in dieser Geschichte nicht unbedingt im Vordergrund. Sie wird eher ruhig und sachlich erzählt, mit vielen Details zur Entwicklung der Menschheit. Der Roman befasst sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens und damit natürlich auch mit der Frage nach dem Sinn des Todes! Was würde aus den Menschen werden, wenn sie tatsächlich ewig leben könnten? Wäre dieses Leben noch lebenswert? Was machen Erinnerungen aus? Hat Vergänglichkeit nicht auch ihre guten Seiten? Eine weitere Frage beschäftigt sich mit dem Einfluss der technologischen Großkonzerne, die auch heutzutage in Europa vermehrt auftreten und immer mehr zur Realität werden. Jens Lubbadeh gelingt eine großartige Mischung aus einem spannenden Thriller und der umfangreichen Idee der „digitalen Immortalität“, die für den Leser sicher einige neue Denkansätze bringen wird.

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Vita

Jens Lubbadeh ist freier Journalist und hat bereits für »Die Zeit«, »NZZ«, »Bild der Wissenschaft«, »Technology Review«, »Spiegel Online« und viele weitere Print- und Digitalmedien geschrieben. Für seine Arbeit wurde er mit dem Herbert Quandt Medien-Preis ausgezeichnet. Sein Roman-Debüt »Unsterblich« hat auf Anhieb Kritiker und Leser gleichermaßen begeistert. Seitdem hat er mehrere hochkarätige Science-Thriller veröffentlicht. Jens Lubbadeh lebt in Berlin.

www.lubbadeh.de

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Pressestimmen

»Hinter der an Verfolgungsjagden und überraschenden Wendungen reichen Handlung verbirgt sich eine feine Analyse der großen Fragen der Menschheit.«

Deutschlandradio (12. July 2016)

»Packendes Debüt des Wissenschaftsjournalisten Jens Lubbadeh.«

Gong (29. July 2016)

Weitere Bücher des Autors