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Die Geisha

Roman

Die Geisha
Taschenbuch
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Zu Beginn der 30er-Jahre wird das einfache Fischermädchen Chiyo in die alte Kaiserstadt Kyoto gebracht. Nach einer qualvollen Ausbildung steigt sie zu einer der begehrtesten Geishas in ganz Japan auf. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur.

Arthur Golden hat mit seinem Roman »Die Geisha« einen Klassiker geschrieben – ein faszinierendes Asien-Epos.

»›Die Geisha‹ ist ein Roman voll beeindruckender Intensität. Golden ist ein Meisterwerk gelungen.« Hannoversche Allgemeine Zeitung


Aus dem Amerikanischen von Gisela Stege
Originaltitel: Memoirs of a Geisha
Originalverlag: Alfred A. Knopf, New York 1997
Taschenbuch, Broschur, 576 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10045-4
Erschienen am  09. January 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Kyoto, Japan

Rezensionen

Einzigartiges Schicksal eines jungen, japanischen Mädchens

Von: Cathi's Kopfkino

26.01.2020

Die Geisha war wieder mal ein Paradebeispiel dafür, warum ich das Lesen so liebe. Obwohl ich bereits den Film einige Male gesehen habe, war mir keine einzige Sekunde langweilig. Vielmehr mochte ich es sogar, ab und zu an die ein oder andere Szene zurückerinnert zu werden. Die Seiten, die das Leben der jungen Sayuri erzählen, flogen regelrecht nur so dahin und die Faszination über die fast schon vergessene japanische Kultur stieg immer mehr. Und doch beginnt diese wunderschöne Geschichte mehr als tragisch. Das kleine Fischermädchen Sayuri wird nach dem Tod ihrer Mutter aus ihrer Heimat entrissen und soll nun eine Geisha werden. Fühlt sie sich anfangs noch verloren und fremd, hilft ihr ein ganz besonderer Hoffnungsfunke dabei, eine der begehrtesten Geishas des Landes werden zu wollen. Dabei fühlen sich die Geschehnisse beinahe so real an, dass ich kurzeitig sogar dachte eine Biografie in den Händen zu halten. Wer also tatsächlich etwas über Japans alte Kultur lernen möchte, liegt bei diesem Buch haargenau richtig. Der Autor geht hier häufig sehr ins Detail, was mich persönlich aber gar nicht gestört, sondern im Gegenteil, sehr gefreut hat. Das Setting blüht dabei richtig zum Leben auf. Das Buch ist aus der Sicht von Sayuri selbst erzählt, sie blickt als alte Frau sozusagen auf ihr Leben zurück. Dabei wählt sie eine so besondere Sprache, die mich des öfteren total verzaubert hat. Selten habe ich so schöne Vergleiche in Büchern erlebt. Wirklich einzigartig waren insbesondere die Charaktere, die Arthur Golden erschaffen hat. Einige habe ich geliebt und andere habe ich geliebt, mit vollster Seele zu hassen. Vor allem ein Charakter war das Abbild des Bösen und hat Sayuri das Leben zu Hölle gemacht. Dies hat die Geschichte allerdings enorm auf Trapp gehalten. So sehr habe ich mit der Protagonistin mitgefiebert und hätte sie liebend gern zwischendurch in den Arm genommen. Insgesamt erzählt 'Die Geisha' also ein einzigartiges Schicksal einer Frau, welches einen selbst nach dem Beenden des Buches nicht mehr loslassen will. Zum Schluss möchte ich auch nochmal auf dieses wunderschöne Cover hinweisen. Der Verlag hat hiermit eine wahnsinnig hübsche Neuauflage des berühmten Klassikers herausgebracht, die ich nun nicht mehr in meinem Bücherregal missen möchte.

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eine Ära des Spiels, der Verführung, der Kunst

Von: Liselotte Wunderlich

15.09.2018

Der Leser erhält einen Einblick in die Hochzeit der Geishas in Kyoto, wird aber auch Zeuge deren Ende. Das Ende einer Ära, aber auch das Ende des Lebensinhalts der Geishas, die mit der Aufgabe konfrontiert wurden, ihre Identität und ihr Sein neu zu finden und zu gestalten. Die kleine Chio und ihre Schwester werden verkauft, getrennt und in eine Welt geworfen, die sie nicht verstehen. Eine von Aggression, Missgunst und Eifersucht geprägte Kindheit hat Chio zu durchleben, getragen von Hoffnung und diffuser kindlicher Liebe. Recht früh in der Geschichte kommt es zu einer Begegnung mit dem Direktor. Eine Begegnung, die ihr Leben stark beeinflusst und zu einer andauernden Verbindung der beiden Figuren führt. Die Erzählung überspannt nahezu das gesamte Leben von Chio, beschreibt ihre Lerngeisha-Zeit, wie sie zu Sayuri, der Geisha wird, die Geschehnisse während der Kriegsjahre und ihrer Suche nach einem Danna, einem Versorger. In einer von Männern dominierten Gesellschaft bekleiden Geishas eine besondere, aber auch zwiespältig zu betrachtende Position. Geishas als selbständige, respektierte und geachtete Künstlerinnen mit knallharter Ausbildung, aber angewiesen auf die Gunst und die Finanzierung von Männern. Geishas, die sich auch selbst klar von Prostitution abgrenzen, aber ihre Mesuage (Jungfräulichkeit) versteigern und sich an einen Gönner zu binden suchen. Eine fragwürdige Emanzipation, nur geduldet von den Männern und fragil. Aus Sicht der Protagonistin aber nicht in Frage zu stellen, geprägt von Stolz und bedingungslosem Einverständnis. Die Erzählung gliedert sich grob in zwei Abschnitte mit völlig verschiedenen Atmosphären: Das Leben im Geishaviertel Kyotos und das Leben nach dem Krieg. Es gelingt Golden durch seine Sprache die Wahrnehmung der Welt durch Sayuri darzustellen und den Leser spüren zu lassen, wie sich diese verändert. Man mag fast sagen, die Farbigkeit der Welt verändert sich. Besonders die Geschehnisse im Geishaviertel spielen sich auf engstem Raum ab. Trotzdem gelingt es Golden die Nebenfiguren wie Hatsumomo, Kürbisköpfchen oder Nobu sehr individuell und plastisch auszugestalten. Nicht nur die Heldin entwickelt sich in der Erzählung, auch die anderen Figuren durchleben Reifungs- und Entwicklungsprozesse. Mit der Sprache hat Golden die japanische Kultur und ihr Wesen gut eingefangen, spiegelt die Ruhe und Zurückhaltung und ermöglicht es dem Leser einzutauchen in eine unaufgeregte und doch intensive Erfahrungswelt. Fazit: Ein sehr einfühlsames Buch, welches den Leser mitnimmt in eine für Europäer fremde Kultur zu einer völlig fremden Zeit! Wunderschöne Bilder mit intensiven Figuren. Die ersten zwei Drittel habe ich verschlungen, am Ende hatte es ein paar Längen, was den allgemeinen Lesegenuss aber nicht schmälerte. Von mir eine bedingungslose Leseempfehlung!

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Vita

Arthur Golden

Arthur Golden, 1957 in Tennessee geboren, studierte japanische Geschichte und verbrachte mehrere Jahre in Japan. Der Roman »Die Geisha« wurde durch die Begegnung mit einer alten Geisha, einer guten Freundin seiner Großmutter, inspiriert. Das Buch stand in zahlreichen Ländern monatelang auf der Bestsellerliste. Der Autor lebt mit seiner Familie in Brookline, Massachusetts.

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