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Leïla Slimani

Das Land der Anderen

Roman

Das Land der Anderen
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Der SPIEGEL-Bestseller des literarischen Weltstars Leïla Slimani: »Eine großartige französisch-marokkanische Familiensaga.« (Die Literarische Welt).

Mathilde, eine junge Elsässerin, verliebt sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in Amine Belhaj, einen marokkanischen Offizier im Dienst der französischen Armee. Die beiden heiraten und lassen sich in der Nähe von Meknès nieder, am Fuß des Atlas-Gebirges, auf einem abgelegenen Hof, den Amine von seinem Vater geerbt hat. Während er versucht, dem steinigen Boden einen kargen Ertrag abzutrotzen, zieht Mathilde die beiden Kinder groß. Voller Freiheitsdrang hatte sie den Aufbruch in ein neues, unbekanntes Leben gewagt und muss doch bald ernüchternde Erfahrungen machen: den alltäglichen Rassismus der französischen Kolonialgesellschaft, in der eine Ehe zwischen einem Araber und einer Französin nicht vorgesehen ist, die patriarchalischen Traditionen der Einheimischen, das Unverständnis des eigenen Mannes. Aber Mathilde gibt nicht auf. Sie kämpft um Anerkennung und ihr Leben im Land der Anderen.


Aus dem Französischen von Amelie Thoma
Originaltitel: Das Land der anderen
Originalverlag: Luchterhand
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77261-2
Erscheint am 14. December 2022

Rezensionen

Das Land der Anderen von Leila Slimani: Fremd sind wir alle irgendwo

Von: Frederike Köhl für denkbar.net

04.12.2021

https://www.denkbar.net/das-land-der-anderen-von-leila-slimani-fremd-sind-wir-alle-irgendwo/

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Eine Fremde

Von: SambacYasmin

16.10.2021

Leila Slimani beweißt nicht nur in ihrem brandaktuellen Roman "Das Land der Anderen" ihren dynamischen Schreibflusss auf fast 400 Seiten, sondern auch einen Einblick in ein Land, wo die Sonne hoch steht. Dabei finden sich die Protagonistin, Mathilde, nach dem zweiten Weltkrieg, durch die Liebe zu einem Araber, fernab von ihrem Zuhause wieder. Deutlich hervor hebt Leila Slimani die Unterschiedlichkeiten beider Kulturen; denn Mathilde ist gebildet, aber unweit von Marokko rücken andere Werte in den Vordergrund. Die Beziehung zwischen dem jungen Liebespaar ist tückisch: geprägt von Armut, Differenzen mit- und untereinander, Leidenschaft, Kindern, häuslicher Gewalt und Angehörigen. Im Verlauf der Geschichte wird Mathilde einige Jahre ihrer Lebzeit begleitet. Vor allem, wie sie sich in einem fremden Land vollkommen neu kultivieren und orientieren muss. Die gebürtige, aufbrausende Elsässerin beweißt dabei oftgenug Mut, sich gegen die strickten, familiären Gewohnheiten aufzulehnen, bis zu den letzten Seiten des Buches. Hauptsächlich dreht der Roman um die junge Elsässerin und ihrem Ehemann Amine Belhaj. Deren zwei Kinder und auch die Schwester Mathildes, sowie Amines Familie und alt Bekannte erfüllen den Roman mit Nebenrollen, die dem Werk im Ansatz einen roten Faden verliehen. Ich wusste allerdings zu keiner Sekunde, wo der Roman zum Ende hin führen wird, was zum einen ein positiver Aspekt sein könnte, verbuche ich eher auf die Seite der "Stimmungslosigkeit". Der Roman wird zu beginn im konstanten Gleichgewicht gehalten, die Spannungskurve ist sehr niedrig; gleicht eher der Biografie Mathildes, die ihren mühevollen Alltag und Integrationsprozess gestaltet. Erst zum Ende hin, als das Verhältnis zwischen Mathilde und Amine einen Bruch erfährt, verfolgte ich die letzten Seiten mit erzeugter Anspannung. Leila Slimani hat hingegen eine leichte Feder. Ihr Wortfluss ist authentisch, leicht und anschaulich. Ich selbst habe mich in der Welt von Mathilde wiedergefunden. Die Vermischung von Kulturen, beeinflusst von dem zweiten Weltkrieg, die Nachhut und Vorsicht aber auch das einfache Leben haben zu meiner Entscheidung beigewogen, mich auf das Buch letztlich einzulassen. Für meinen Teil kann ich nicht zum Ausdruck bringen, was mir zum fünften Stern gefehlt hat. Eventuell lag es an der gleichsamen Kontinuität von minderer Spannung,... Daher hat sich meine Bewertung für dieses Buch auch deutlich hinausgezögert. Nicht zu wissen, ob ich nie ganz warm mit dem Buch wurde, mir etwas fehlte, oder ob ich wirklich einen Stern von dem Gesamtpaket abziehen sollte aber dennoch hatte ich das Buch gerne als Abendlektüre an meinem Bett herbeigezogen und gebe, mit einem kleinen Zwinkern, eine Buchempfehlung für einen interkulturellen Roman mit vier Sternen heraus ;-).

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Vita

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. »All das zu verlieren«, ebenfalls preisgekrönt, erscheint in 25 Ländern. In den Essaybänden »Sex und Lügen« und »Warum so viel Hass?« widmet Leïla Slimani sich dem Islam und dem Feminismus sowie dem zunehmenden Fanatismus. »Das Land der Anderen« ist der Auftakt einer Romantrilogie, die auf der Geschichte ihrer eigenen Familie beruht. Zuletzt ist von Leïla Slimani bei Luchterhand »Der Duft der Blumen bei Nacht« erschienen, in dem sie von ihrem Leben und ihrer Rolle als engagierte Schriftstellerin erzählt.

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Amelie Thoma

Amelie Thoma übersetzt Literatur aus dem Französischen, u. a. Texte von Marc Levy, Joël Dicker, Françoise Sagan und Simone de Beauvoir.

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