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Leïla Slimani

Das Land der Anderen

Roman

Hardcover
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Der Nr.-1-Bestseller aus Frankreich - der neue gefeierte Roman von Leïla Slimani. Über das Leben in der Fremde, eine unkonventionelle Liebe und eine Welt im Umbruch.

Mathilde, eine junge Elsässerin, verliebt sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in Amine Belhaj, einen marokkanischen Offizier im Dienst der französischen Armee. Die beiden heiraten und lassen sich in der Nähe von Meknès nieder, am Fuß des Atlas-Gebirges, auf einem abgelegenen Hof, den Amine von seinem Vater geerbt hat. Während er versucht, dem steinigen Boden einen kargen Ertrag abzutrotzen, zieht Mathilde die beiden Kinder groß. Voller Freiheitsdrang hatte sie den Aufbruch in ein neues, unbekanntes Leben gewagt und muss doch bald ernüchternde Erfahrungen machen: den alltäglichen Rassismus der französischen Kolonialgesellschaft, in der eine Ehe zwischen einem Araber und einer Französin nicht vorgesehen ist, die patriarchalischen Traditionen der Einheimischen, das Unverständnis des eigenen Mannes. Aber Mathilde gibt nicht auf. Sie kämpft um Anerkennung und ihr Leben im Land der Anderen.

»Ein großartiger Roman, der Menschen, Landschaft und Epoche mit unerhörter erzählerischer Dichte schildert.«

Thomas Linden / Kölnische Rundschau (11. June 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Amelie Thoma
Originaltitel: Le Pays Des Autres
Originalverlag: Gallimard
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87646-7
Erschienen am  24. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Meknès, Marokko

Rezensionen

Eine Fremde

Von: SambacYasmin

16.10.2021

Leila Slimani beweißt nicht nur in ihrem brandaktuellen Roman "Das Land der Anderen" ihren dynamischen Schreibflusss auf fast 400 Seiten, sondern auch einen Einblick in ein Land, wo die Sonne hoch steht. Dabei finden sich die Protagonistin, Mathilde, nach dem zweiten Weltkrieg, durch die Liebe zu einem Araber, fernab von ihrem Zuhause wieder. Deutlich hervor hebt Leila Slimani die Unterschiedlichkeiten beider Kulturen; denn Mathilde ist gebildet, aber unweit von Marokko rücken andere Werte in den Vordergrund. Die Beziehung zwischen dem jungen Liebespaar ist tückisch: geprägt von Armut, Differenzen mit- und untereinander, Leidenschaft, Kindern, häuslicher Gewalt und Angehörigen. Im Verlauf der Geschichte wird Mathilde einige Jahre ihrer Lebzeit begleitet. Vor allem, wie sie sich in einem fremden Land vollkommen neu kultivieren und orientieren muss. Die gebürtige, aufbrausende Elsässerin beweißt dabei oftgenug Mut, sich gegen die strickten, familiären Gewohnheiten aufzulehnen, bis zu den letzten Seiten des Buches. Hauptsächlich dreht der Roman um die junge Elsässerin und ihrem Ehemann Amine Belhaj. Deren zwei Kinder und auch die Schwester Mathildes, sowie Amines Familie und alt Bekannte erfüllen den Roman mit Nebenrollen, die dem Werk im Ansatz einen roten Faden verliehen. Ich wusste allerdings zu keiner Sekunde, wo der Roman zum Ende hin führen wird, was zum einen ein positiver Aspekt sein könnte, verbuche ich eher auf die Seite der "Stimmungslosigkeit". Der Roman wird zu beginn im konstanten Gleichgewicht gehalten, die Spannungskurve ist sehr niedrig; gleicht eher der Biografie Mathildes, die ihren mühevollen Alltag und Integrationsprozess gestaltet. Erst zum Ende hin, als das Verhältnis zwischen Mathilde und Amine einen Bruch erfährt, verfolgte ich die letzten Seiten mit erzeugter Anspannung. Leila Slimani hat hingegen eine leichte Feder. Ihr Wortfluss ist authentisch, leicht und anschaulich. Ich selbst habe mich in der Welt von Mathilde wiedergefunden. Die Vermischung von Kulturen, beeinflusst von dem zweiten Weltkrieg, die Nachhut und Vorsicht aber auch das einfache Leben haben zu meiner Entscheidung beigewogen, mich auf das Buch letztlich einzulassen. Für meinen Teil kann ich nicht zum Ausdruck bringen, was mir zum fünften Stern gefehlt hat. Eventuell lag es an der gleichsamen Kontinuität von minderer Spannung,... Daher hat sich meine Bewertung für dieses Buch auch deutlich hinausgezögert. Nicht zu wissen, ob ich nie ganz warm mit dem Buch wurde, mir etwas fehlte, oder ob ich wirklich einen Stern von dem Gesamtpaket abziehen sollte aber dennoch hatte ich das Buch gerne als Abendlektüre an meinem Bett herbeigezogen und gebe, mit einem kleinen Zwinkern, eine Buchempfehlung für einen interkulturellen Roman mit vier Sternen heraus ;-).

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Interessant!

Von: Easy Peasy

14.09.2021

Genau wie erhofft, thematisiert das Buch die Schwierigkeit einer interkulturellen Beziehung/Ehe zu Beginn bis Mitte des 20.Jahrhunderts. Diese geht weit über das bloße Zusammenleben zweier Menschen hinaus. Es setzt sich fort beim Annähern der Ausübung verschiedener Rituale und gipfelt in der Zerrissenheit der Kinder, die sich schon aufgrund ihres "andersartigen" Aussehens fremd fühlen und die Ablehnung ihrer Mitmenschen spüren. Die Autorin nimmt den Leser an die Hand, lässt ihn teilhaben am Alltag der Protagonisten, ohne belehrend erhobenen Zeigefinger oder Wertung. Es bleibt genug Raum für eigene Interpretationen und Gedanken und plötzlich, unverhofft, mittendrin, wenn man sich an das Begleiten der Charaktere gewöhnt hat, endet das Buch und lässt den Leser zurück, wie nach einer Welle, die über ihn hinweg gespült ist und aufgewirbelten Sand zurück lässt. Mit eben diesem Gefühl der Erfrischung, aber auch ein wenig Schmerz und - Atemlosigkeit.

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Vita

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. »All das zu verlieren«, ebenfalls preisgekrönt, erscheint in 25 Ländern. »Das Land der Anderen« stand wochenlang auf Platz 1 der französischen Bestsellerliste. Der Roman basiert auf der Geschichte ihrer Großeltern. Leïla Slimani lebt mit ihrer Familie in Paris.

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Amelie Thoma

Amelie Thoma übersetzt Literatur aus dem Französischen, u. a. Texte von Marc Levy, Joël Dicker, Françoise Sagan und Simone de Beauvoir.

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Pressestimmen

»Ein entschiedenes Plädoyer für die Rechte von Frauen, für die Befreiung von sexuellen Tabus und einengenden Traditionen. Ein aufklärerisches Werk, kraftvoll erzählt. Ein wichtiger Roman.«

Dirk Fuhrig / WDR 3 (28. May 2021)

»Es ist die Familiengeschichte Leïla Slimanis und zugleich die brillante Weiterführung ihres literarischen Themas: Frauen, die versuchen, ihre Freiheitssehnsucht durchzusetzen und unabhängig zu leben.«

Mara Delius / Welt am Sonntag (23. May 2021)

»Der Roman zeichnet sich durch einen großen Reichtum an Emotionen aus, durch einen orientalisch grundierten Farbenklang und einen klaren analytischen Blick.«

Barbara von Machui / Der Standard (29. May 2021)

»Slimani schreibt nüchtern, fast unterkühlt. Auch die hervorragende Übersetzerin Amelie Thoma bleibt im Duktus einer angenehm unaufgeregten Alltagssprache.«

Birthe Mühlhoff / Süddeutsche Zeitung (22. May 2021)

»Über die schwierige Liebe einer Elsässerin zu einem Marokkaner«

Madame (21. April 2021)

»Leïla Slimani gelingt es, so lebendig und packend davon zu erzählen, dass man mitfühlt und mitleidet mit ihren Figuren.«

Heide Soltau / NDR Kultur (26. May 2021)

»›Das Land der Anderen‹ heißt ihr jüngster Roman, den Kritiker gerade einhellig als Literaturereignis feiern.«

Der Spiegel (07. March 2020)

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