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Leïla Slimani

Der Duft der Blumen bei Nacht

Roman

HardcoverNEU
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»Es sind diese glasklaren Sätze, die Leila Slimani zu einer der bedeutendsten französischen Stimmen ihrer Generation machen.« NDR Kultur

Sie begeistert weltweit. Sie ist mutig. Sie scheut keine Tabus: Die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leila Slimani ist ein »Star der französischen Gegenwartsliteratur« (ttt). Mitreißend und mit entwaffnender Offenheit erzählt sie in diesem sehr persönlichen Buch von einer ungewöhnlichen Nacht, die sie allein im Museum Museo Punta della Dogana in Venedig verbringt, dem einstigen Zollgebäude der Serenissima. Einem Ort, an dem sich seit jeher Orient und Okzident begegnen und der zum Sinnbild ihrer eigenen Geschichte wird. Leïla Slimani nimmt uns mit auf eine Reise durch ihr Leben. Fesselnd erzählt sie von ihrer Familie und ihrer Kindheit in Rabat, vom Alltag in Paris als Mutter und Schriftstellerin, vom Leben zwischen den Kulturen, ihrer Aufgabe als Schriftstellerin und gesellschaftspolitisch engagierter Frau – und letztlich von der Kraft der Literatur.

»Es ist ein ungemein kluges Buch, frei von eitler Selbstbetrachtung, aber auch ohne peinliche falsche Bescheidenheit. Bewundernswert schafft es Leïla Slimani, tiefgründigen Themen eine geradezu elegante Leichtigkeit zu geben.«

Michael Hirz / Kölner Stadt-Anzeiger (04. March 2022)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Amelie Thoma
Originaltitel: Le parfum des fleurs la nuit
Originalverlag: Édition Stock
Hardcover mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-630-87687-0
Erschienen am  28. February 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Viel mehr als eine Nacht im Museum

Von: Rabiata

10.04.2022

Ich habe erst Ende Februar ‚Das Land der Anderen‘ von Leïla Slimani für den Lesekreis gelesen. Der Roman, den die Autorin Erzählungen ihrer Großeltern und Eltern nachempfunden hat, hat mir sehr gut gefallen, so dass mich dieser Band besonders interessiert hat. Diesmal erzählt die Autorin von einer Nacht, die sie im Museo Punta della Dogana verbringen darf. Dabei verbindet sie locker Erinnerungen an ihre Kindheit in Rabat und ihre Familie, Gedanken über das Dasein als Schriftstellerin und Mutter und ihre Gefühle und Empfindungen, die sie in dieser Nacht im Museum hat. Sie zitiert andere Schriftsteller und notiert ihre Gedanken zu den zitierten Passagen, und was sie mit sich und ihrem Leben verbindet. Das Buch ist mit seinen 160 Seiten angenehm kurz und schnell zu lesen, ist aber voller Tiefe und Persönlichkeit. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich hatte das Gefühl, direkt dabei zu sein, wenn die Autorin barfuß durch das Museum streift, oder in ihren Erinnerungen an den nächtlichen Abenteuern in Marokko versinkt. Man glaubt fast, die Blumen riechen zu können, die auch dem Buch den Titel geben: Nachtjasmin, auch galant de nuit oder mesk el arabi genannt. Der Geruch der Pflanzen weckt weitere Erinnerungen, in denen die Autorin wie durch Räume in einem Museum umher streift und den Lesenden Einblick in ganz persönliche Erinnerungen und Gefühle gewährt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde sicher auch weitere Bücher von Leïla Slimani lesen. Ich mag ihren Schreibstil.

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Autobiographisches, philiopsophisches und ehrliches Buch von und über die Schriftstellerin Leïla Slimani

Von: Isa.Literature.Love

05.04.2022

Die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leïla Slimani zählt zu den wichtigsten Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur und ist für ihre Bücher wie »All das zu verlieren« (2014) oder »Das Land der Anderen« (2021) bekannt. In ihrem neuen autobiographischen Buch »Der Duft der Blumen bei Nacht« (Original🇫🇷 »Le parfum des fleurs la nuit«; übersetzt von Amelie Thoma) schreibt die Autorin über die Nacht, die sie im berühmten venezianischen Kunstmuseum, dem Museo Punta della Dogana, auf Drängen ihrer Lektorin verbringt. Sie befindet sich in DER schriftstellerischen Phase: »Auch ich habe manchmal das Gefühl, dass meine Figuren sich mir entziehen, dass sie weggegangen sind, um ein anderes Leben zu leben, und erst wiederkommen, wenn es ihnen passt. Meine Verzweiflung, mein Flehen, ja sogar meine Liebe zu ihnen, sind ihnen vollkommen gleichgültig.« (S. 12) Während sie sich in der Stille der Nacht im Museum bewegt, denkt sie über Literatur, Schreiben, Kunst und ihr - Leïla (Arabisch für »Nacht«) - Leben nach. Mit einer wunderschönen Leichtigkeit schreibt Leïla Slimani über tiefgründige Themen ihres Lebens wie ihrer Kindheit im marokkanischen Rabat, den Gerüchen ihrer Kindheit mit dem Duft des Nachtjasmin (dem Kavalier der Nacht) 🌌, vom Alltag und Muttersein in Paris🥖, das Leben mit mehreren Kulturen, Feminismus und die eigenen Ketten ⛓ zu sprengen und letztlich nichts Geringeres als das Schriftstellerin-Sein ❤️‍🔥 und die Philosophie des Literatur-Schaffen selbst: »Das, was wir nicht sagen, gehört uns für immer. Schreiben heißt, mit dem Schweigen spielen, auf Umwegen Geheimnisse aussprechen, die im wahren Leben unaussprechlich sind. Die Literatur ist eine Kunst der Zurückhaltung.« (S. 29) Leïla Slimani vermag es Fragmente ihrer Kindheitserinnerungen und ihrer Gedankenwelt in ein stimmiges Gesamtkunstwerk zu verwandeln, während sie über eine Nacht in einem berühmten Kunstmuseum schreibt. Ästhetisch, philosophisch und spielerisch leicht wirken die Sätze und das Buch. Ein wunderschönes Buch, das sich mit einer Leichtigkeit liest und dabei lange nachhallt. C’est un livre magnifique! 🤍 Ein bisschen traurig bin ich, dass mein Französisch nicht ausreicht, um das Buch im Original zu lesen. 🥺 Umso mehr freue ich mich auf weitere Bücher dieser großartigen Autorin 🤍

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Vita

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. »Das Land der Anderen« ist der Auftakt einer Romantrilogie, die auf der Geschichte ihrer eigenen Familie beruht. Zuletzt erschien im Luchterhand Literaturverlag der persönliche Band »Der Duft der Blumen bei Nacht.

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Amelie Thoma

Amelie Thoma übersetzt Literatur aus dem Französischen, u. a. Texte von Marc Levy, Joël Dicker, Françoise Sagan und Simone de Beauvoir.

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Pressestimmen

»Solche bewegenden Erkenntnisse machen das Buch zu Slimanis persönlichstem - schon für die poetische Sprache lohnt sich seine Lektüre.«

Der Spiegel (26. February 2022)

»Ein nächtliches Gewächs ist ›Der Duft der Blumen bei Nacht‹ - im Vergleich zu ihren Romanen ein kleines, zugleich ihr bisher persönlichstes.«

Anne-Catherine Simon / Die Presse (26. February 2022)

»Eine leise, durch prägende Momente mäandernde Erkundung ihres Lebens und Schreibens.«

Sabine Rohlf / Berliner Zeitung (12. April 2022)

»Mit einem Mal weiß man, warum Slimanis Schreiben relevant ist. Weil es schonungslos gegenüber allen und schmerzhaft für sie selbst ist.«

Vorarlberger Nachrichten (05. March 2022)

»Fesselnd erzählt die gefeierte französische Autorin aus ihrer Kindheit in Marokko und vom Leben in Paris zwischen den Kulturen.«

Andrea Sell / Gala (03. March 2022)

Weitere Bücher der Autorin