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Hörbuch CD
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Im Moskau der dreißiger Jahre ist der Teufel los: Ein gewisser Voland, Professor für Schwarze Magie, gibt zusammen mit seinen drei seltsamen Mitarbeitern einige Vorstellungen im Variététheater. Dabei stellt er die Moskauer Gesellschaft der Stalinzeit gründlich auf den Kopf, er foppt, blamiert und schädigt alle. Nur zwei entgehen dem Chaos: Ein gemütskranker Schriftsteller, der sich "Meister" nennt und seine Geliebte Margarita...
Der Meister und Margarita erscheint vordergründig als heitere Satire, die eine ganze Truppe teuflischer Gesellen mit schnellem Slapstick, die Verlogenheit, Trägheit, Raffgier und ähnliche Sünden bloßstellen lässt. Die eigentliche Kritik ist jedoch hinter der satirischen Oberfläche versteckt.

(10 CDs, Laufzeit: 11 h 32)


Übersetzt von Thomas Reschke
Hörbuch CD, 10 CDs, Laufzeit: 11h 32min
ISBN: 978-3-86717-453-4
Erschienen am  08. October 2009
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

"Wenn Menschen völlig ausgeraubt sind [...], suchen sie Zuflucht bei übernatürlichen Kräften."

Von: Travel Without Moving

19.08.2017

Moskau in den 1930er Jahren: Berlioz, Chefredakteur einer Literaturzeitschrift, und der junge Lyriker Besdomny treffen sich an einem warmen Frühlingsabend auf dem Patriarchenteichboulevard und beginnen eine angeregte Diskussion über Jesus Christus. Da spricht sie ein mysteriöser Fremder an, der später auf sehr unterschiedliche Weise beschrieben wird: "So heißt es in dem einen Bericht, der Mann sei klein, habe Goldzähne und lahme auf dem rechten Fuß. Ein anderer Bericht besagt, der Mann sei riesengroß, habe Platinkronen und lahme auf dem linken Fuß. Ein dritter teilt lakonisch mit, der Mann habe keine besonderen Kennzeichen. Es sei zugegeben, daß die Berichte samt und sonders nichts taugen. [...] Der Beschriebene lahmte überhaupt nicht, war weder klein noch riesig, sondern einfach groß. Was seine Zähne betrifft, so trug er links Platinkronen und rechts Goldkronen. [...] Das rechte Auge war schwarz, das linke aber grün. [...] Kurzum - ein Ausländer." Der Fremde, der sich Voland nennt und sich als Professor für schwarze Magie ausgibt, verwickelt Berlioz und Besdomny in ein Gespräch über Pontius Pilatus und die Verurteilung Jesu von Nazareth (im Roman Jeschua han-Nasri). Allerdings handelt es sich bei Voland keineswegs um einen gewöhnlichen Ausländer, sondern um den Teufel höchstpersönlich. Mit dessen Erscheinen geschehen in Moskau viele absonderliche Dinge, die unter anderem zum Tod Berlioz‘ und zu Besdomnys Psychiatrieaufenthalt führen. All diese Ereignisse machen den Leser/Hörer schließlich mit dem Meister bekannt, der einen Roman über Pontius Pilatus geschrieben hat, nun Patient in der selben Psychiatrie wie Besdomny ist und der sich nach seiner großen Liebe Margarita sehnt, von der er nun getrennt ist und die an Volands Frühlingsball als Königin teilnimmt. Ich habe ‚Der Meister und Margarita‘ vor einigen Jahren in der Übersetzung von Thomas Reschke gelesen und nun in gleicher Übersetzung als Hörbuch gehört. Bereits beim Lesen des Romans war ich fasziniert von den ersten Kapiteln, von der überzeugenden Stimmung, die Michail Bulgakow aufbaut, von den realistischen Beschreibungen Moskaus und von den magischen Momenten, in denen Menschen schweben, Katzen in Straßenbahnen einsteigen und der Teufel mit seinen Gefährten die Stadt unsicher macht. Dabei haben mir nicht nur der Sprachwitz Bulgakows und seine detailreiche Charakterisierung der bisweilen sehr skurrilen Protagonisten gefallen, sondern auch die weiteren Erzähl- und Deutungsebenen (z.B. die Diskussionen über Religion in der atheistischen Sowjetunion, das Faustische Thema, die Zeitreise zur Kreuzigung Jesu). Durch die vielen Ebenen und Themen ist ‚Der Meister und Margarita‘ ein unglaublich facettenreicher Roman, der einerseits Einblicke in das Leben in der Sowjetunion in den 1930ern und eine Satire auf den Stalinistischen Überwachungsstaat mit Versorgungsengpässen und Willkürherrschaft bietet, andererseits durch die magische Komponente perfekt unterhält und amüsant zu lesen/hören ist. Das Hörbuch wird von den verschiedenen Sprechern ausgezeichnet gelesen und wirkt durch die Musikeinspielungen dramatisch und düster. Ich kann den Roman sowohl in der Hörbuchfassung als auch als Buch empfehlen. Michail Bulgakow: Der Meister und Margarita. Aus dem Russischen von Thomas Reschke. Hörspiel mit Jürgen Hentsch, Thomas Thieme, Bärbel Röhl, Daniel Minetti u.a. der Hörverlag, 2009; 29,99 Euro. Michail Bulgakow: Der Meister und Margarita. Aus dem Russischen von Thomas Reschke. Sammlung Luchterhand, 2006, 510 Seiten; 11 Euro.

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Vita

Michail Bulgakow, 1891-1940, war zunächst Arzt, bevor er in den frühen 20er Jahren als Bühnenautor ein regelrechter Theaterstar wurde.
Mit 'Der Meister und Margarita' schrieb er eine beißende Kritik auf die Sowjetunion seiner Zeit.

Zum Autor

Jürgen Hentsch

Auf 35 Jahre Schauspielerfahrung in Fernsehen, Kino und Theater kann Jürgen Hentsch inzwischen zurückblicken. Nach seiner Ausbildung an der stattlichen Schauspielschule Berlin, hatte er zwischen 1965 und 1990 Engagements am Deutschen Theater Berlin, dem Burgtheater und an der Schaubühne Berlin. Neben zahllosen Haupt- und Nebenrollen gehörten die des Professor Dr. Ernst Schultze in Romuald Karmakars "Der Totmacher" (1995) und die des Heinrich Mann in der dreiteiligen Fernsehserie "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (2000; Regie: Heinrich Breloer) zu den bedeutendsten. Für "Die Manns" wurde Jürgen Hentsch mit dem "Adolf-Grimme-Preis" und dem "Bayerischen Fernsehpreis" ausgezeichnet.

Zum Sprecher

Thomas Thieme

Thomas Thieme besuchte die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Zunächst arbeitete er am Theater Magdeburg, am Theater Halle und am Schauspiel Frankfurt am Main. Von 1990 bis 1993 war Thomas Thieme am Burgtheater Wien engagiert und spielte dort unter anderem Brechts "Baal" unter Manfred Karge und den "Impresario" von Smyrna unter Claus Peymann. Von 1993 bis 1997 gehörte Thomas Thieme zum Ensemble der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. 1998 spielte er am Burgtheater Wien und im Jahr darauf am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 1999 bei Luk Percevals "SCHLACHTEN!" wurde er für seinen "Richard III." zum Schauspieler des Jahres 2000 gewählt. Thomas Thieme wirkte in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen mit, unter anderem 1998 in dem Kinofilm "Fette Welt" von Jan Schütte. Bei den Salzburger Festspielen war er 2000 und 2001 im "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal zu sehen. In der Spielzeit 2000/2001 spielte er den "Faust" am Deutschen Nationaltheater Weimar. Ebenfalls in Weimar führte Thomas Thieme Ende des letzen Jahres auch Regie: Er inszenierte den "Baal" mit Ben Becker in der Titel- und Blixa Bargeld in einer Nebenrolle.

Zum Sprecher

Daniel Minetti

Daniel Minetti, 1958 in Berlin-Friedrichshain geboren, ist ein Enkel des berühmten Schauspielers Bernhard Minetti. Nach seinem Abitur studierte Daniel Minetti an der Staatlichen Schauspielschule Berlin, und gab 1981 sein Schauspieldebüt am Dresdner Staatstheater. Es folgten Bühnentätigkeiten an verschiedenen Berliner Bühnen, etwa der Volksbühne Berlin, dem Maxim-Gorki-Theater und dem Hebbel Theater , ehe er 1995 wieder ans Staatsschauspiel Dresden kam, wo er seitdem zum Ensemble gehört. Neben seiner Bühnentätigkeit arbeitet Minetti als Fernsehschauspieler, sowie Sprecher für den Rundfunk.

Zum Sprecher

Aus dem Russischen von Thomas Reschke

Thomas Reschke, geboren 1932 in Danzig, studierte Slawistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1955-1990 war er Redakteur und Lektor der DDR-Verlage "Kultur und Fortschritt" und "Volk und Welt". Seit 1956 übersetzt er literarische Werke aus dem Russischen, seit 1990 hauptberuflich als freier Übersetzer. Heute zählt er zu den produktivsten deutschen Russisch-Übersetzern der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, seine Übersetzung eines Großteils der Werke Michail Bulgakows gilt als hervorragend. Thomas Reschke wurde für seine Übersetzungen vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem F.-C.-Weiskopf-Preis (1975), dem Maxim-Gorki-Preis des Sowjetischen Schriftstellerverbandes (1987), dem Deutschen Jugendliteraturpreis, Sparte Übersetzung (1992), dem Bundesverdienstkreuz (2000) sowie in Anerkennung seines Lebenswerks dem Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW (2001).

Zum Übersetzer

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