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Später

Bestseller Platz 41
Spiegel Hardcover Belletristik

Hardcover
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Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.

»Ein virtuoses Stück Genreliteratur, ein Roman, der klug und selbstbewusst mit Konventionen und literarischen Vorbildern spielt, und das bringt dann beim Lesen sehr viel Spaß.«


Aus dem Englischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: Later
Originalverlag: Titan Books
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-453-27335-1
Erschienen am  15. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Rezensionen

Alte Idee neu umgesetzt

Von: Kupfis Bücherkiste / Astrid Wergen

11.06.2021

Stephen King ist ein Garant für tolle Bücher, auch wenn sie längst nicht mehr so gruselig anmuten wie früher. Bei „Später“ geht es um einen Jungen, der Tote sehen kann. Das ist einerseits recht gruselig, denn Jamie sieht die Toten so, wie sie gestorben sind. Gerade wenn sie durch Schussverletzungen oder Unfälle ins Jenseits befördert wurden, kann das durchaus ein gruseliger Anblick sein. Das Gute ist jedoch, dass die Geister der Toten verblassen, je länger sie tot sind. Letzter Fakt ist für die Geschichte maßgeblich. Jamies Mutter ist Literaturagentin, und ihr erfolgreichster Autor stirbt, bevor er den letzten Band einer erfolgreichen Serie abschließt. Dank Jamie können sie dem Autor letzte Hinweise entlocken. Leider führen Jamies Fähigkeiten dazu, dass einige Personen in seinem engen Umfeld diese Fähigkeiten ausnützen wollen, um Profit zu schlagen. Aber auch die Geister selbst sind nicht immer einfach loszuwerden. „Später“ ist nicht Kings überzeugendstes Buch gewesen. Zumal für mich die Idee, mit untoten Geistern zu kommunizieren, nicht gerade neu war, bzw. innovativ umgesetzt wurde. Kings Stärke bleibt seine erzählerischen Fähigkeit, Geschichten an den Menschen zu bringen. Trotz dass die Idee nicht neu ist, hat King die Geschichte mir gut verkauft, so dass ich sie doch schnell durch hatte, und Gefallen daran gefunden habe. Irgendwie mutete der Gedanke, mit den untoten Protagonisten in diesem Buch zu sprechen, durchaus humorvoll an. Ja die Protagonisten haben mir gerade zu wirklich super gefallen. Die Freundin von Jamies Mutter, sie stolperte von einem Fettnäpfchen ins nächste, und machte alles noch schlimmer. Der großartige Nachbar, der so viel Stil hatte, ich hätte so gerne mit ihm nicht nur einen Tee getrunken, um mich mit ihm zu unterhalten. King schafft es bei mir immer wieder, dass ich tief in die Geschichte eintauche und mein eigenes Kopfkino zum Leben erweckt. Vielleicht ist es genau das, worauf es ankommt: eine alte Idee so aufzubereiten, dass sie nicht langweilig wird, und man ein paar schöne Lesestunden zu verbringen. Das ist dem Autor bei mir definitiv gelungen.

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Es gibt immer ein Später

Von: René We

07.06.2021

Stephen King und ich, das ist ein Thema für sich. Über die Jahre haben sich ein paar seiner beliebtesten Werke ihren Weg in mein Bücherregal gesucht. Auf meiner Leseliste bei der Onleihe stehen zusätzlich gut zehn E-Books. Als Fan würde ich mich deshalb nicht bezeichnen. Mich konnte der Großmeister des Horrors nie richtig abholen. Das lag weniger an seinen Ideen und mehr an deren Umsetzung. Mit Später, seinem aktuellsten Werk, kam dann alles anders … „Das Ganze hier ist wohl eine Horrorstory“ Jamie Conklin hat ein Geheimnis, von dem nur seine Mutter Tia, eine Literaturagentin, weiß: Er kann die Geister kürzlich verstorbener Menschen sehen und mit ihnen sprechen. Die Fähigkeit kommt Tia gelegen, als Regis Thomas, ihr lukrativster Autor, plötzlich verstirbt und ihre Haupteinnahmequelle wegzufallen droht. Wären da nicht Jamie und sein übernatürliches Talent. Jamie soll seiner Mutter dabei helfen, den bislang unvollendeten Abschlussband von Regis‘ Bestsellerreihe fertig zu stellen. Nicht ahnend, dass daraufhin wortwörtlich die Hölle losbrechen wird… Von Anfang an habe ich das Leseerlebnis sehr genossen. Ich kenne den Schreibstil von Stephen King, trotzdem wurde ich in Später davon nochmal positiv überrascht. Ob es daran liegt, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive eines Kindes erzählt wird? Zwischendurch hatte ich den Eindruck, er nimmt sich und seine Idee hops. Ein bisschen Selbstironie hat eben noch nie geschadet. Ich hätte dem Autor seine popkulturellen Anspielungen und den dunklen Humor so jedenfalls nicht zugetraut. All das schenkt dem Roman trotz seiner Düsternis, und davon liefert Stephen King bekanntlich jede Menge, eine nicht zu verleugnende Ruhe, welche die schweren Momente bravurös ausgleicht. Aus diesem Grund kann ich Später denjenigen empfehlen, die sich bisher nicht an die Bibliografie des Autors gewagt haben. „[B]itte dranbleiben, bis man sich Folgendes zu Gemüte geführt hat“ An Büchern schätze ich besonders, wenn uns ihre Autor*innen auf eine Reise mitnehmen. Im Fall von Später ist es buchstäblich ein Horrortrip, der erst gemächlich Anlauf nimmt. Die Handlung enthält Wendungen, die man nicht erwartet. Die Narration (die Geschichte wird rückblickend von einem älteren Jamie erzählt) lässt hin und wieder die ungefähre Richtung durchblicken. Die Plotkrumen werden allerdings so wohlgezielt gesät, dass man als Leser*in vorab nie genau weiß, was im Detail geschehen wird. So werden page turner geboren. Der Spannungsaufbau ist on point; in diesem Punkt kann ein Autor von Kings Kaliber nur glänzen. Geschockt war ich vom Ende. Das Gelesene habe ich noch immer nicht ganz verarbeitet. Besonders schön fand ich die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Jamie und Tia. Derartige Dynamiken findet man in Kings Werken selten, weshalb es eine willkommene Abwechslung war. An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es sich bei Später um ein Buch mit queeren Elementen handelt. Mehr verrate ich nicht. Viele Figuren kommen in dem Roman nicht vor. Dafür machen die wenigen, die Teil der Geschichte sind, große Veränderungen mit. Gestützt werden diese durch die einzelnen Zeitsprünge, die immer wieder vorgenommen werden. Das Buch endet mit Jamie im Highschool-Alter. Fazit Später liefert alles, was ein guter King braucht, und alles, was man King vielleicht sonst nicht gewohnt ist. Dadurch entsteht ein einzigartiger, einnehmender Genre-Mix aus Jugendbuch, Horror und Thriller, mit Humor und Herz. Auch für Leser*innen, die den amerikanischen Autor bislang gemieden haben, lohnt sich das Buch. Falls auf deiner Leseliste für den Herbst noch Platz ist, solltest du wirklich darüber nachdenken, einen der Plätze an Später zu vergeben! Getreu dem Eingangszitat „Es gibt immer ein Später„: Es ist nie zu spät, um sich in die Arbeit eines Autors zu verlieben. Ich spreche aus Erfahrung.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

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Pressestimmen

»Stephen King übertrifft sich mit Später selbst: Sätze für die Ewigkeit und Bilder, die man nicht vergisst. Spannend und anrührend zugleich.«

Sabine Holroyd, Fränkische Nachrichten (20. March 2021)

»Wieder einmal wird deutlich: Stephen King, dieser unbändige Erzähler, spielt in einer eigenen Liga.«

Emmanuel van Stein, Kölner Stadt-Anzeiger (07. May 2021)

»Ich finde King ja immer am besten, wenn er Coming-of-Age-Geschichten erzählt. Und Jamie ist ein toller neuer Held im King-Universum …«

Angela Wittmann, Brigitte (09. June 2021)

»Genau die richtige Mischung aus dem gemächlichen King-Schreibfluss und scharfen Wendungen, die Später zum Pageturner machen.«

Lukas Jenkner, Stuttgarter Zeitung (27. March 2021)

»Schlank steht dem Autor gut. In der seltenen Kürze schreibt King ungewohnt straff, mit schönen Bildern …«

»Später zeigt: Der Vielschreiber ist auch in seinem sechsten Jahrzehnt als Autor längst noch nicht am Ende der Schaffenskunst angekommen.«

Torben Rosenbohm, Nordwest-Zeitung (19. May 2021)

»Jede Seite ist ein Page-Turner: Einmal mehr beweist sich King als Perfektionist einer Erzähltechnik, die zum Verschlingen seines Romans zwingt.«

APA Austria Presse-Agentur (15. March 2021)

»Spätestens als Jamie auf einen Mörder trifft, der ihn aus dem Totenreich zu stalken beginnt, kann man das Buch kaum mehr zur Seite legen.«

Kronen Zeitung (07. May 2021)

»Man fiebert mit Jamie Conklin mit, Seite für Seite. Wer den Stil des US-Schriftstellers mag, wird es, einmal angefangen, kaum noch zur Seite legen können.«

dpa (23. March 2021)

»Später ist von Beginn an spannend und atmosphärisch unglaublich dicht.«

»Ruhig, mit einfühlsamen Charakterschilderungen und in für ihn ungewohnter Kürze entwirft Stephen King das Bild einer glücklichen Kindheit, wobei er die Spannungsschraube immer weiter anzieht.«

Hamburger Morgenpost (01. April 2021)

»Später ist eine geradlinige, packende Geschichte über das Erwachsenwerden und die Dämonen, die der Verlust der Kindheit mit sich bringt.«

Virus (15. March 2021)

»Dramaturgisch wirkt das ein wenig schematisch, doch nun tritt Stephen King das Spannungspedal fast bis ins Bodenblech.«

Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau (07. April 2021)

»Spannender Leserstoff, der nicht nur Stephen King-Fans gut unterhalten wird.«

»Stephen King sorgt mit seinem einzigartigen Schreibstil sowie einem Mix aus alltäglichen und übernatürlich-düsteren Szenarien für unterhaltsame Schmökerstunden ...«

Subway (01. April 2021)

»Stephen King ist zurück und der Grusel, den er verbreitet, ist so subtil sich anschleichend wie eh und je und lang anhaltend.«

»King inszeniert krachend, aber auch mit leisen Tönen die große Angst eines verstörten Jungen, der lernen muss, auf seine inneren Dämonen zuzugehen, um sie zu bändigen.«