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Kathleen Winter

Sein Name war Annabel

Roman

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HardcoverNEU
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Croydon Harbour, ein verschlafener kleiner Ort an der Küste Labradors, 1968. Die Aufbruch- und Proteststimmung der Zeit ist nicht bis in diese abgelegene Gegend vorgedrungen, als ein freudig erwartetes Baby zur Welt kommt. Doch dieses Kind ist anders: nicht ganz Junge und auch nicht ganz Mädchen. Die Eltern – in erster Linie jedoch der Vater – entscheiden, es als Jungen aufwachsen zu lassen. Aber das männliche Rollenbild, verhaftet in alten Traditionen und bestimmt durch Jagen und Fischen, bleibt dem Jungen fremd. Und er sucht einen Weg, um zu sich selbst zu finden und selbstbestimmt leben zu können. Zur Seite steht ihm dabei eine gute Freundin der Eltern, die um sein Geheimnis weiß.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Elke Link
Originaltitel: Annabel
Originalverlag: Anansi Press
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75772-5
Erschienen am  26. July 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Mensch sein dürfen!

Von: so.ein.kokolores

26.08.2021

„Willkommen im 21. Jahrhundert“ möchte man manchen Menschen nicht oft genug ins Gesicht sagen, wenn wieder einmal Diskussionen zu Geschlechterstereotypen, zur eigenen Identität und der Akzeptanz in der Gesellschaft geführt und mit Zitaten und Aussagen aus der antiquierten Schublade beantwortet werden. Wie wäre es zur Abwechslung mal Menschen einfach Menschen sein zu lassen ohne sie in eine Schublade schieben zu müssen? Dieser Roman kommt deshalb für mich definitiv zur richtigen Zeit. Kathleen Winter erzählt die Geschichte einer Familie, die nach der Geburt des Kindes mit sich um die richtige Entscheidung ringt. Denn das Baby ist als Hermaphrodit auf die Welt gekommen. Soll es als Mädchen oder als Junge aufwachsen? Nach Rücksprache mit dem Arzt entscheidet schließlich der Vater, das Kind als Jungen zu erziehen und gibt ihm den Namen Wayne. Doch so einfach die Entscheidung am Anfang auch scheint, so zeigt sich, dass sie weitaus mehr Konsequenzen nach sich zieht, als vermutet. Die Familie liebt ihn, beschützt ihn und hütet sein Geheimnis. Doch der Körper des Kindes verändert sich, wird mit Medikamenten in die vermeintlich richtige Form gepresst, während die Seele und die Gefühle in eine andere Richtung treiben. Der Weg zur Selbstfindung ist deshalb ein langer. Mit einem ruhigen, gemächlichen Schreibstil erzählt Kathleen Winter Waynes Weg zum Erwachsenwerden. Sie lässt uns mit ihm hadern, seine Ängste spüren und letztendlich auch Annabel kennen lernen, die ein Teil von Wayne ist. Ein wunderbarer und sehr wichtiger Roman, der uns mitnimmt auf eine Reise tief ins Innere und uns erneut vor Augen führt, wie wichtig es ist man selbst sein zu dürfen. Denn es sollte egal sein, wie wir nach außen hin scheinen, mit welchen Geschlechtsmerkmalen wir auf die Welt gekommen sind und welche Entscheidungen wir letztendlich für uns treffen. Denn wir alle sind eins – nämlich Menschen! Ein absolutes Lesehighlight!

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Eine sensible Geschichte

Von: schmoekerstunde

26.08.2021

Die Autorin versteht es wunderbar, die Problematik des Hermaphrodismus, sensibel in einer Familiengeschichte verpackt, dem Leser zu vermitteln. Ich war fasziniert von dem Thema, aber auch entsetzt über die Handlungen der Eltern und die in den 60er Jahren eigentlich unwissenden Mediziner. Was hat man dem Kind angetan. Wie muss es sich anfühlen, in einer männerdominierten Welt aufzuwachsen. Es geht um viel Emotionen, Trauer und Freundschaft. Aber auch um den Zusammenhalt innerhalb von Freunden. Das ist wieder ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann und man einfach nur lesen muss. Am Ende gab es für mich einige ungeklärte Fragen. Aber das Buch ist etwas ganz Besonderes überaus lesenswert .

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Vita

Kathleen Winter, in England geboren, aufgewachsen auf Neufundland und in Labrador, ist Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuchautorin für das kanadische Fernsehen. Ihr vielfach ausgezeichneter Debütroman »Sein Name war Annabel« war ein Nummer-1-Bestseller in Kanada und ein internationaler Erfolg. Kathleen Winter lebt heute in Montreal.

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Elke Link

Elke Link, geboren 1962 in Erlangen, hat in München und Canterbury studiert. Sie lebt in Berg am Starnberger See, wo sie zeitgenössische und klassische Literatur aus dem Englischen und Amerikanischen übersetzt. Für ihre Übersetzung des Romans „Silas Marner“ von George Eliot erhielt sie gemeinsam mit Sabine Roth 1997 den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur.

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