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Abdulrazak Gurnah

Ferne Gestade

Roman. Nobelpreis für Literatur 2021

(5)
Hardcover
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Entdecken Sie eine weitere Facette des vielschichtigen Werks von Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah: Die verschlungene Lebens- und Fluchtgeschichte zweier Menschen aus Sansibar – ergreifend, zeitlos und so wahrhaftig wie das Leben selbst

Es ist ein später Novembernachmittag, als Saleh Omar auf dem Flughafen Gatwick landet. In einer kleinen Tasche, dem einzigen Gepäck, das der Mann aus Sansibar bei sich trägt, liegt sein wertvollster Besitz: eine Mahagonischachtel mit Weihrauch. Eben noch war Omar Inhaber eines Geschäftes, er besaß ein Haus, war Ehemann und Vater. Jetzt ist er ein Asylbewerber, und Schweigen ist sein einziger Schutz. Während Omar von einem Beamten ins Verhör genommen wird, lebt nicht weit entfernt, zurückgezogen in seiner Londoner Wohnung, Latif Mahmud. Auch er stammt aus Sansibar, hatte jedoch bei der Flucht aus seiner Heimat einst den Weg über den »sozialistischen Bruderstaat« DDR gewählt. Als Mahmud und Omar Jahre später in einem englischen Küstenort aufeinandertreffen, entrollt sich beider Vergangenheit: eine Geschichte von Liebe und Verrat, von Verführung und Besessenheit, und von Menschen, die inmitten unserer wechselvollen Zeit Sicherheit und Halt suchen. Ein differenzierter Blick auf die Themen Exil und Erinnerung, so bewegend wie meisterhaft erzählt.

Im Original 2002 erschienen, wurde »Ferne Gestade« für den Booker-Preis nominiert. Jetzt liegt der Roman erstmals wieder in der Übersetzung von Thomas Brückner auf Deutsch vor, durchgesehen und mit einem erläuternden Glossar.

»Von den ersten Zeilen an weiß man, dass man sich in den Händen eines echten Schriftstellers befindet, eines Menschen, der etwas über die Welt zu sagen hat.« The Observer

»Im Roman „Ferne Gestade“ summieren sich Gurnahs Lebensthemen zur vielschichtigen Meistererzählung.«


Aus dem Englischen von Thomas Brückner
Originaltitel: By the Sea
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60260-6
Erschienen am  14. March 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

"Land der Erinnerung"

Von: Atalante

15.10.2022

Abdulrazak Gurnah erzählt in „Ferne Gestade“, wie die Zeit die Erinnerung zerstückelt und ein Duft sie wieder zusammenfügt. Wie entsteht Erinnerung? Verändert sie sich mit den Jahren? Und was erweckt sie wieder? Abhängig von der Wahrnehmung und der Verarbeitung entsteht im Laufe der Zeit ein autobiographisches Gedächtnis, an dem unsere Phantasie auf nicht unbeträchtliche Weise beteiligt ist. So kann es geschehen, daß zwei Menschen auf gemeinsam Erlebtes oft unterschiedlich zurückblicken. Diese Konstellation liegt auch dem Roman „Ferne Gestade“ des 2021 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten Abdulrazak Gurnah zugrunde. Der Roman wurde 2001 erstmals in Großbritannien veröffentlicht, ein Jahr später erschien er in der Übersetzung von Thomas Brückner in Deutschland und wurde nun in revidierter Übersetzung neu aufgelegt. Gurnah kam als Flüchtling aus Sansibar nach England, wo er seitdem lebt. Dieses Schicksal teilt er mit seinen Protagonisten. Der jüngere, Latif Mahmud, war bei der Ankunft wie der Autor kaum erwachsen und wurde ebenso wie dieser Literaturprofessor an einer englischen Universität. Der ältere, Saleh Omar, verlässt Sansibar als alter Mann. Existentielle Verluste und die politischen Zustände haben ihn aus der Heimat vertrieben. Mit Omars Ankunft in Gatwick beginnt der Roman, der wechselweise aus der Perspektive der beiden Protagonisten erzählt wird. Wir begleiten den 65-jährigen, der unter falschem Namen und Verbergung seiner Sprachkenntnisse, im Büro der Einwanderungsbehörde befragt wird. Gerade eben aus einem Unrechtsregime entflohen, erfährt Omar erneut Willkür. Der Beamte konfisziert seinen einzigen Besitz, ein Mahagoniekästchen mit Weihrauch, dessen Duft ihn wie die Proust‘sche Madeleine in die Vergangenheit versetzt. „Ich meinte, im schweren Körper dieses Duftes den Geruch meiner Träume von diesen fernen Gestaden ausmachen zu können.“ In der Folge bleibt er Widrigkeiten ausgesetzt, die schauerlichen Unterkünften, bedrohliche Mitbewohner, tumbe Vermieter und das Fehlen einer Perspektive erträgt er allerdings mit zweckdienlichem Sarkasmus. Vertrauen fasst er einzig zu seiner Betreuerin, die die Verbindung zu Latif, einem Dolmetscher für den vermeintlich Sprachlosen herstellt. Doch bevor die beiden Hauptpersonen des Romans zusammentreffen, deckt Omar seine Lüge auf und verzögert die Begegnung mit Latif, den er aus seinem Leben in Sansibar kennt. Diese spannungssteigernde Retardierung zeigt sich auch in der Erzählweise. Denn wie einst Scheherazade in 1001 Nacht, die der Roman mehrfach zitiert, biegt Gurnah in zahlreiche Nebengeschichten ab, die er fabulierend ausschmückt, ohne den Weg zurück zu verpassen. Sie ranken sich um die Passagen der beiden Ich-Erzähler, die in das „Land der Erinnerung“ zurückblenden. So entsteht ein beinahe mythisches Beziehungsgeflecht zwischen den beiden Figuren, die, wie sich allmählich herausstellt, durch tragische Weise aneinandergebunden sind. Man taucht tief ein in die Verhältnisse des im Umbruch befindlichen Sansibars. Die Moderne kündigt sich an, aber noch gibt es Figuren wie aus 1001 Nacht, geschäftstüchtige Händler und hinterlistige Schurken, schöne Frauen, noch schönere Knaben, geheimnisvolle Ebenholztischchen und hohe Tonkrüge, in denen versteckt sich manches Geheimnis erlauschen lässt. Trotz aller in der Vergangenheit begründeten Gegensätzlichkeit verbindet den Literaturwissenschaftler Latif und Omar, der durch die aufgelösten Bibliotheken der englischen Besatzer zum Leser wurde, eine Gemeinsamkeit, die Liebe zur Literatur. In vielfältigen Anspielungen ruft Gurnah Werke der Weltliteratur auf, neben Homer, der Bibel und dem Koran, Dante, Pepys, Shakespeare und Proust, winkt sogar der zur Erscheinungszeit des Romans äußerst populäre englische Autor Douglas Adams mit dem Handtuch. Latif und Omar entleihen ihren Code der Eingeweihten jedoch einer älteren bis heute berühmten Figur der englischen Literatur, dem Schreiber Bartleby. Dass der berühmte Satz von Melvilles Figur, „I would prefer not to“, zwei Lesern aus fernen Gestaden gefällt, während die eingeborene Engländerin ihn nicht einmal kennt, könnte man als Treppenwitz dieses Romans bezeichnen. „Ferne Gestade“ erzählt von Erinnerung und Sehnsucht, von Afrika und Europa, zeigt den chauvinistischen Blick der Europäer ebenso wie die Diskriminierung im Ursprungsland seiner Figuren. All dies gelingt Abdulrazak Gurnah mit Fabulierlust, präzisen Beobachtungen und feinem Humor.

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Komplex und raffiniert

Von: Literaturreich

16.08.2022

Nachdem sich der deutsche Literaturbetrieb im vergangenen Jahr nach der Verkündung des Literaturnobelpreises ausgiebig die Augen gerieben hat – Wer war denn nun schon wieder dieser Abdulrazak Gurnah? Nie gehört! – , sämtliche Bestände an übersetzten Werken desselben aus den Antiquariaten weggekauft waren – kein einziger Titel war aktuell lieferbar – , machte sich allmählich die Überzeugung breit, dass es vielleicht doch den Richtigen getroffen hat, dass da mehr als ein Kontinentproporz oder ein Originalitätswettrennen bei der Wahl der viel gescholtenen Schwedischen Akademie in Stockholm im Spiel war. Hin und wieder wurde noch an dem ersten neu aufgelegten Roman, Das verlorene Paradies (Original Paradiese, 1994, Shortlist Booker Prize) herumgemäkelt (von mir nicht). Jetzt dürfte aber spätestens mit Ferne Gestade (Original: By the sea, 2001, Longlist Booker Prize) klar sein, dass Abdulrazak Gurnah den Nobelpreis völlig verdient für seine literarische Qualität zugesprochen bekommen hat. Der 1948 auf Sansibar/Tansania, damals britisches Protektorat, geborene Gurnah thematisiert erneut die Auswirkungen von Kolonialismus und Migration, verhandelt sie aber anders als in seinem historischen Roman Paradise auf sehr moderne, komplexe und vielschichtige Art und Weise. Die Rahmenhandlung, von der die Erinnerungen und Erzählungen immer wieder bis ins Jahr 1960 zurückschweifen, als die unglückselige Geschichte ihren Anfang nahm, ist im Hier und Jetzt des ausgehenden 20. Jahrhunderts angesiedelt. Ein sich bereits im Rentenalter befindender Afrikaner, der sich Rajab Shabaan nennt, eigentlich aber Saleh Omar heißt, ersucht am Londoner Flughafen Gatwick um Asyl. Im spärlichen Gepäck befindet sich ein fein gearbeitetes Mahagonikästchen mit einem Rest wunderbar duftendem Weihrauch, dem Ud-al—qamari, dem Holz der Khmer. Dieses Kästchen, das all die Traditionen und kulturellen Werte der ostafrikanischen Region, aus der es und sein Besitzer stammen, zu symbolisieren scheint, wird ihm dort auf dem Flughafen entwendet. Ein Bild, das für sich spricht. Sansibar Dort in Ostafrika hat eine gewisse Globalisierung zumindest in den Küstenregionen eine lange Tradition. Seit Jahrhunderten besteht eine starke Verbindung nach Südostasien und besonders nach Indien. Der Monsun bestimmte die Reiserichtung, wehte damals im Winter die Händler gen Südwesten und im Sommer zurück und brachte schon immer eine gewisse Durchmischung der Bevölkerung hervor. Im 15./16. Jahrhundert kamen dann die Portugiesen als Kolonisatoren, bevor sie 1698 vom Sultanat Oman vertrieben wurden. Sansibar wurde eine Provinz Omans und lange Zeit ein Zentrum des arabischen Sklavenhandels. Im 19. Jahrhundert wurde die Küstenregion Teil von Deutsch-Ostafrika (1885), Sansibar zu britischem Protektorat (1890). 1963 wurde die Insel als Sultanat unabhängig, dieses aber bereits wenige Wochen später durch eine Revolution gestürzt. Die arabische Elite wurde verjagt oder getötet und eine Volksrepublik gegründet, die sich bereits ein Jahr später an Tansania anschloss. Diese historischen Entwicklungen bilden den Hintergrund für die Geschichte zweier Familien, die auf unglückselige Weise miteinander verbunden sind. Eine davon ist die von Saleh Omar. Dieser macht aus dem kleinen Halwa-Laden seines Vaters nach dessen Tod ein florierendes Möbelgeschäft durch das er zu einigem Reichtum gelangt. Die andere ist die von Rajab Shabaan (dem echten). Über Hussein, einen recht windigen Typen aus Bahrein, sind die beiden Familien verbunden, aber auch weitläufig verwandt. Dieser Hussein leiht sich Geld von Saleh Omar und bietet ihm als Garantie einen Schuldschein über das Haus von Rajab Shabaan. Was als reine Formalität dargestellt wird, wird Ursache einer erbitterten Familienfehde, denn Hussein verführt nicht nur den ältesten Sohn von Rajab und nimmt ihn mit nach Bahrein, sondern bezahlt auch nie seine Schulden an Saleh, so dass dieser irgendwann das Haus der Familie einfordert. Ein Schritt, der für ihn zum Verhängnis wird. Asyl Als alter Mann in England angekommen, verweigert er, der fließend Englisch spricht, die Auskunft. Das wurde ihm so geraten. Der Dolmetscher, der ihm daraufhin zugeteilt wird, ist niemand anderes als Latif Mahmud, der jüngere Sohn von Rajab Shabaan, der dem ihm nun gegenüberstehenden Saleh das ganze Elend seiner Familie und auch sein eigenes Schicksal vorwirft. Dieses führte ihn über ein Studium in der DDR nach England, wo er nun als Literaturdozent arbeitet. Eine recht komplexe Geschichte, wie man nun bereits ahnt, die noch interessanter dadurch wird, dass Abdulrazak Gurnah in Ferne Gestade beide Hauptprotagonisten, Saleh und Latif, zu Wort kommen lässt. Und ihre Sicht auf die Geschichte ist sehr unterschiedlich. Diese Unzuverlässigkeit in der Narration ist sehr reizvoll und überrascht die Leser:innen immer wieder. Auch spielerische, in die Geschichte eingestreute intertextuelle Verweise, zum Beispiel immer wieder auf Herman Melvilles „Bartleby der Schreiber“ und seinen berühmten Satz „I would prefer not to.“, bindet der Autor in seinen wirklich glänzend konstruierten Roman ein. So ist Ferne Gestade ein komplexer, vielschichtiger Text, der die Auswirkungen der Kolonisation in Afrika, die Vernichtung kultureller Traditionen durch die Kolonisatoren, aber auch die Schwierigkeiten der unabhängigen Neustaaten mit tragisch verknüpften Familiengeschichten und modernen Migrationsgeschichten verbindet. Ein toller Roman, der neugierig macht auf den im September erscheinenden neuesten Roman des Nobelpreisträgers, Nachleben.

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Vita

Abdulrazak Gurnah (geb. 1948 im Sultanat Sansibar) wurde 2021 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er hat bislang zehn Romane veröffentlicht, darunter »Paradise« (1994; dt. »Das verlorene Paradies«; nominiert für den Booker Prize), »By the Sea« (2001; »Ferne Gestade«; nominiert für den Booker Prize und den Los Angeles Times Book Award), »Desertion« (2006; dt. »Die Abtrünnigen«; nominiert für den Commonwealth Writers' Prize) und »Afterlives« (2020; dt. »Nachleben«; nominiert für den Walter Scott Prize und den Orwell Prize for Fiction). Gurnah ist Professor emeritus für englische und postkoloniale Literatur an der University of Kent. Er lebt in Canterbury. Seine Werke erscheinen auf Deutsch im Penguin Verlag.

Zum Autor

Thomas Brückner

Thomas Brückner (geb. 1957 in Görlitz) studierte Afrikanistik, Literatur- und Kulturwissenschaft in Leipzig. Nach seiner Habilitation arbeitete er als akademischer Lehrer und hatte Gastprofessuren in Deutschland und Schweden. Seit 1994 ist er freier Übersetzer u. a. von Ngũgĩ wa Thiong’o, Ivan Vladislavić, Abdulrazak Gurnah, Syl Cheney-Coker, Meja Mwangi und Wayétu Moore.

Zum Übersetzer

Events

07. März 2023

Übersetzer Dr. Thomas Brückner im Gespräch über Abdulrazak Gurnah

20:00 Uhr | Burghausen | Lesungen
Abdulrazak Gurnah
Ferne Gestade

Pressestimmen

»„Ferne Gestade" ist ein filigran konstruierter, schmerzlich schöner Roman, der uns Dinge zeigt, vor denen wir allzu oft die Augen schließen.«

»Fesselnd der Einblick in Ostafrikas multikulturelle Gesellschaft und ihre politischen Verwerfungen; großartig die Figurenzeichnung, das allgemein Menschliche, die Einsicht, wie Menschen einander belügen, betrügen, misshandeln und trotz allem zueinanderfinden können.«

Bayern 2, Diwan, Cornelia Zetzsche (21. March 2022)

»Gurnah durchdringt hier die Schicksale von Geflüchteten präzise und mitfühlend, gerade in der Kluft zwischen den Kulturen und Kontinenten.«

Der Tagesspiegel, Gerrit Bartels (03. April 2022)

»›Ferne Gestade‹ ist ein hochkomplexer, schattierungsreicher Roman über die Verheerungen des Kolonialismus«

Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude (07. April 2022)

»Ein vielschichtiges, Jahrhunderte durchquerendes literarisches Gesamtkunstwerk, soghaft, spannend, sarkastisch – einfach genial.«

Kleine Zeitung, Werner Krause (23. April 2022)

»Abdulrazak Gurnah ist ein begnadeter Geschichtenerzähler.«

Berliner Morgenpost, Ulrike Borowczyk (15. March 2022)

»Wer ›Ferne Gestade‹ gelesen hat, wird in Zukunft kaum mehr in paternalistischer Gleichmacherei von ›dem globalen Süden‹ sprechen können.«

Deutschlandfunk "Büchermarkt", Marko Martin (07. April 2022)

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