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Dieses entsetzliche Glück

Roman

(9)
Hardcover
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Über unsere Neigung, einander misszuverstehen, und das schwierig-schöne Miteinander, das Leben heißt

Hollyhock, eine Kleinstadt irgendwo in Virginia: von hier kommen sie, von hier fliehen sie, hierhin kehren sie zurück, manche für immer. Fünfzehn Menschen, fünfzehn Leben, die miteinander verbunden sind. Da sind Robert und Amy, die vor einem Jahr eine Vereinbarung getroffen haben: sie dürfen beide mit anderen schlafen, was Robert gar nicht will. Da ist Aiko, die glücklich sein könnte mit Alex, der eine Zuversicht ausstrahlt, die sie von ihrem Bruder Kenji kennt, doch das Glück will sich nicht einstellen. Da ist Dan, dessen Ehe in die Brüche ging und der ahnt, dass auch die seiner Schwester Amy auf der Kippe steht. Da ist Kenji, der sich als Schriftsteller versucht, und Lucy, die sich zu ihrer eigenen Überraschung in eine Frau verliebt. Und da ist Basil, der ein Geheimnis mit sich trägt, von dem in Hollyhock niemand etwas ahnt.

Annette Mingels erzählt mit großer Wärme, heiterer Melancholie und Virtuosität von Menschen, die auf Durchreise in ihrem eigenen Leben sind. Ein Roman über die Unmöglichkeit der Nähe, unsere Sehnsucht danach und den manchmal lebenslangen, verzweifelten Versuch, sie zu erreichen.

»Annette Mingels ist eine Meisterin des Episodenromans. »Dieses entsetzliche Glück« erzählt von der Melancholie der Mittelklasse und ist ihr bestes Buch.«

DIE ZEIT, Ursula März (10. Dezember 2020)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60100-5
Erschienen am  24. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Easy Read mit starken Themen

Von: luchsbooks

08.02.2021

Die Sammlung von lose zusammenhängenden Erzählungen über die Einwohner der amerikanischen Kleinstadt Hollyhock hat mich echt gut unterhalten. Sie hat mich sofort an Joey Goebbels ‚Irgendwann wird es gut‘ erinnert, denn sie folgt dem selben Prinzip: Irgendwie hängen hier alle und alles zusammen. Immer mehr taucht man ein in diese Gemeinschaft, die sich ihrer vielen Verbindungen allzu oft gar nicht bewusst ist - aber nur zusammengenommen ergeben die einzelnen Geschichten und Schicksale etwas Ganzes. Nach und nach lernen wir die Charaktere kennen - mal nur kurz und aus der Perspektive eines anderen, dann ganz nah und konzentriert. Jede der 14 Personen ist in das Leben einer anderen verstrickt, hat jedoch vor allem auch mit sich selbst und den ganz eigenen Herausforderungen zu kämpfen. Trennung, Krankheit, Einsamkeit und Freundschaft sind die zentralen Themen, mit denen sich wohl auch jede LeserIn mal mehr, mal weniger stark identifizieren kann. Trotz der nur kurzen Einblicke, die wir in das Leben der einzelnen Figuren erhalten, wirken diese schnell vertraut, sind sehr plastisch gezeichnet und wachsen einem irgendwie ans Herz - ich glaube, ich würde zu beinahe jedem der vorgestellten Charaktere auch einen Fortsetzungsroman lesen und habe mich nach Beenden des Buches sogar dabei ertappt, wie ich mir so meine eigenen Geschichten zu manchen Randfiguren ausgedacht habe. Wenn ich etwas kritisieren würde, dann nur, dass durch die kurzen Ausschnitte viele große Themen nur angekratzt werden - andererseits eröffnet das der LeserIn auch einfach die Möglichkeit, vieles selbst weiterzudenken und interpretieren zu können, was ich durchaus auch legitim finde. Also alles in allem ein entspannter easy read, dem es aber auch nicht an Tiefgang fehlt.

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Ein wunderschönes Buch, das toll erzählt mir jedoch nicht ganz zugänglich war...

Von: Gedankenlabor

10.10.2020

>>Hollyhock, eine Kleinstadt irgendwo in Virginia: von hier kommen sie, von hier fliehen sie, hierhin kehren sie zurück,...<< „Dieses entsetzliche Leben“ von Annette Mingels – eine Geschichte, die sich aus vielen verschiedenen Lebensgeschichten, Lebensabschnitten zusammensetzt. Es ist ein Buch, das in all seinen Facetten das für jeden einzelnen schwierige aber auch schöne Leben zeigt. Mich lässt dieses Buch eher gespalten zurück. Einerseits hat mir der Schreibstil, die Art der Autorin die verschiedenen Geschichten zu erzählen und zu verknüpfen gut gefallen. Die Charaktere waren für mich greifbar und doch habe ich das Buch einfach immer wieder zur Seite gelegt und irgendwie ist alles, sei es die jeweilige Geschichte oder aber die Charaktere schnell in Vergessenheit geraten. Es hat mich nichts so gefesselt, dass es nachhaltig für mich präsent war, was ich einfach unheimlich schade fand, weil das Buch insgesamt absolut nicht schlecht war! Fazit: Ein wunderschönes Buch, das toll erzählt mir jedoch nicht ganz zugänglich war...

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Vita

Annette Mingels, geboren 1971 in Köln, studierte Germanistik, Linguistik und Soziologie in Frankfurt, Köln, Bern und Fribourg. Promotion in Germanistik. Nach Stationen in der Schweiz, in Montclair (USA) und Hamburg lebt sie seit Mitte 2018 mit ihrem Mann Guido Mingels und den drei Kindern in San Francisco.

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Pressestimmen

»Ein Buch der kunstvollen Aussparungen, die exakt dessen reiches poetisches Kapital bilden.«

»Mingels Porträts von Familien, Ehen, Lebensentwürfen und gescheiterten Träumen sind in ihrer Grundstimmung melancholisch, in ihrer Psychologie aber genau.«

»Das Buch ist psychologisch ganz fein gestrickt. (…) Sehr unterhaltend zu lesen.«

»"Dieses entsetzliche Glück", der neue Roman von Annette Mingels, widmet sich mit virtuoser Leichtigkeit dem schwersten aller Themen: der Unmöglichkeit von Nähe.«

»So dicht und stark sind die Kapitel ihres neuen, bei Penguin erschienenen Romans, dass sie wie eigenständige Erzählungen strahlen. Während sie die Biografien der Bewohner Hollyhocks, einer fiktiven Kleinstadt in Virginia, anreißen, machen sie ganz universale menschliche Lebensstationen offenbar.«

»Ein literarischer Reigen, in dem Menschen und Geschichten ineinander verwoben werden und Schicksale sich zum heiter-traurigen Roman fügen. Vielleicht wird das Glück sowieso überschätzt.«

»Ein wunderbares Geflecht von Schicksalen und von Verwicklungen und ein Bild von den USA, das sich doch sehr unterscheidet von dem, was uns im Moment aus den Nachrichten so rübergebracht wird.«

»Ein außergewöhnliches Buch, das Lust auf mehr von Mingels‘ Geschichten macht.«

BuchMarkt, Franziska Altepost (01. September 2020)

»Mingels Freude, Geschichten zu erzählen, wird durch ihren einfühlsamen Blick auf das Innenleben ihrer Protagonist*innen spürbar.«

Kulturnews, Carsten Schrader (25. August 2020)

»Mingels erzählt von diesen zentralen Daseinsthemen ohne große emotionale Amplituden, geradezu leise, aber mit einer Genauigkeit, die fesselnd ist.«

Flensburger Tageblatt, Martin Schulte (09. April 2021)

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