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Oliver Hilmes

Das Verschwinden des Dr. Mühe

Eine Kriminalgeschichte aus dem Berlin der 30er Jahre

Hardcover
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Ein spektakulärer Cold Case aus dem Berlin der 30er Jahre – das neue Buch des Bestsellerautors

Ein angesehener Arzt verschwindet über Nacht. Sein Sportwagen wird verlassen am Ufer eines Sees bei Berlin gefunden. Die Mordkommission ermittelt und stößt hinter der sorgsam gepflegten Fassade des ehrenwerten Doktors auf die Spuren eines kriminellen Doppellebens, das von Berlin nach Barcelona führt. Oliver Hilmes hat die Akten dieses aufsehenerregenden Kriminalfalls aus der Spätzeit der Weimarer Republik im Berliner Landesarchiv entdeckt. Auf der Basis dieser Dokumente und angereichert mit fiktionalen Elementen, setzt er das mysteriöse Puzzle zusammen. Auf packende Weise und höchst raffiniert erzählt er von der Suche nach Wahrheit und von den Abgründen der bürgerlichen Existenz am Vorabend der Diktatur.

»›Babylon Berlin‹ mit anderen Mitteln. Das Sittenbild einer verkommenen Gesellschaft, einer sich verdüsternden Zeit.«

Elmar Krekeler in »Die Welt am Sonntag« (30. August 2020)

Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60138-8
Erschienen am  31. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Gute Unterhaltung

Von: Spannungsleser

13.10.2021

Oliver Hilmes nimmt hier einen realen Fall und mischt ihn in recht nüchtern-distanzierter Erzählweise mit Fiktion zum offenen Ende hin. Mich lässt das Buch ein wenig zwiegespalten zurück. Zum einen muss man den reportagenhaften Stil mögen, der tatsächlich wie ein anderer Rezensent schrieb, stark an Aktenzeichen XY erinnert und zum anderen braucht man trotz der gerade mal 240 Seiten im Mittelteil Durchhaltevermögen. Man merkt schon, das der Autor eher bei den Biografien zu Hause ist. Gerade da wo die Fakten enden und die Fiktion beginnt ist es recht zäh und teilweise unlogisch. Fazit: Mich konnte das Buch gut unterhalten und mir das Berlin der 30er Jahre näher bringen.

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Dunkles Berlin

Von: Stephan Gewalt

16.07.2021

Ein Buch, welches einen so schnell nicht mehr loslässt. Man taucht ein in das Setting der späten Dreißiger Jahre und wird Teil dieser Gesellschaft als Beobachter aus dem Heute heraus. Man dringt ein in die Denkweise der Menschen damals, ohne diese jemals kritisch zu hinterfragen. Das liegt an der schön gestalteten und sicher auch durchdachten Schreibweise des Autoren Oliver Hilmes, der es schafft ein Bild vom Berlin der End-Dreißiger zu zeichnen, was ohne ermahnenden Zeigefinger gen Himmel auskommt. Wie schafft er das? Nun, Hilmes hat sich im Landesarchiv Berlin umgesehen und die Akten, wenigen Fakten und Daten zu diesem interessanten und spannenden Fall zusammengetragen. Er geht bei der Überarbeitung chronologisch vor. Was geschah mit Dr. Mühe, der irgendwann am Vorabend der verbrecherischen Hitler-Diktatur an einem Weiher bei Berlin verschwand? Der Autor will es nicht nur beschreiben, sondern auch herausfinden und am Ende ist der Krieg aus und eine Lösung zeichnet sich ab. Der Roman ist sehr spannend geschrieben und ich mag Bücher, die eine Geschichte erzählen ohne sich dabei in einem endlos aufgeblähten Wälzer zu ergehen. Bücher mit mehr als 300 Seiten fasse ich daher bewusst nicht an, wobei es Ausnahmen gibt. Dieses Buch erzählt aufsehenerregend und geheimnisvoll von Beginn an und es verspricht ein Ende. Wie jede gute Geschichte gibt es auch hier ein Anfang und ein Ende und keine Endloserzählung, die allein dem kommerziellen Zwecke folgt. Und doch. "Das Verschwinden des Dr. Mühe" ist ein bisschen wie "Babylon Berlin", wenn auch recht real.

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Vita

Oliver Hilmes, 1971 geboren, wurde in Zeitgeschichte promoviert und arbeitet als Kurator für die Stiftung Berliner Philharmoniker. Seine Bücher über widersprüchliche und faszinierende Frauen „Witwe im Wahn. Das Leben der Alma Mahler-Werfel“ (2004) und „Herrin des Hügels. Das Leben der Cosima Wagner“ (2007) wurden zu großen Verkaufserfolgen. Zuletzt erschienen „Liszt. Biographie eines Superstars” (2011), „Ludwig II. Der unzeitgemäße König” (2013) und „Berlin 1936. Sechzehn Tage im August“ (2016), das in viele Sprachen übersetzt und zum gefeierten Bestseller wurde.

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Pressestimmen

»Oliver Hilmes ist ein rasanter Krimi gelungen, der zugleich ein Stück Zeitgeschichte aus der späten Weimarer Republik erzählt.«

stern Crime (09. October 2020)

»Spannender als Fiction, fantastischer als die nüchterne Realität: ein Rückblick in eine Zeit, die Hilmes mit Akribie wiederauferstehen lässt und dabei für ein unerwartetes Finale sorgt.«

WDR5 "Scala" (03. November 2020)

»Hilmes ist Autor ganz großartiger Biografien. Nun also ein historischer Kriminalroman, bei dem Sie blitzartig mit den ersten Sätzen wie in einen historischen Fahrstuhl gestiegen sind. Wie er das schafft, ist nahezu ein Geheimnis.«

Annemarie Stoltenberg, NDR "Gemischtes Doppel" (09. October 2020)

»Gepaart mit der düsteren Atmosphäre im Berlin der 30er erschafft Hilmes ein spannendes Umfeld für einen raffinierten Krimi, der einen von Beginn bis Ende fesselt.«

Grazia (03. September 2020)

»Historiker Hilmes rekonstruierte einen realen Fall, verbindet Ermittlungsakten mit Fiktion. Düster, sachlich, mitreißend.«

HÖRZU (02. October 2020)

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