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Katrin Burseg

Unter dem Schnee

Roman

eBook epub
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Schloss Schwanenholz, Ende Dezember 1978: Fünfzig Jahre führte Luise von Schwan die Baumschule auf dem Gut an der Ostsee mit strenger Hand. Nun wird die Gräfin beerdigt. Doch als die Trauerfeier beginnt, fegt ein heftiger Schneesturm über das Land. Bevor das Familienanwesen von der Außenwelt abgeschnitten wird, trifft ein ungebetener Gast aus Frankreich ein. Wer ist die geheimnisvolle Frau, die behauptet, Luises Tochter zu sein? Und hat Luise tatsächlich während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter auf dem Gut ausgebeutet? Fünf Tage, in denen die Familie mit verborgenen Wahrheiten konfrontiert wird. Fünf Tage, die das Schweigen beenden, das sich jahrzehntelang über alles senkte wie Schnee.

»Ein starker Roman über Familiengeheimnisse und Lebenslügen, packend erzählt.«

Freundin (01. December 2021)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24433-0
Erschienen am  04. October 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Special zu Katrin Bursegs Roman "Unter dem Schnee"

Rezensionen

Abgeschnitten

Von: Anyah Maria Fredriksson

07.02.2022

Wir befinden uns im Jahr 1978, Luise Emilia Katharina Gräfin von Schwan, Patriarchin des Guts sowie der Baumschule Schwanenholz, ist tot. Der Zeitpunkt ist zwar denkbar ungünstig, kurz vor Weihnachten, doch gibt es für einen Abschied überhaupt den richtigen Zeitpunkt? Luise ist friedlich beim Nachmittags-Tee entschlafen. Für sie sicher schön, nach einem erfüllten Leben, doch die Hinterbliebenen, sie leiden? Die 72jährige Isa, Köchin im Herrenhaus, trauert. Und ebenso Carl, der Neffe der Verstorbenen, ist zerwühlt. Was dann über die Trauergemeinde hereinbricht, ist unvorstellbar erschütternd, für alle Beteiligten. Die Idee ist an sich schon genial, eine Familie wird wetterbedingt von der Außenwelt ausgegrenzt und muss sich zwangsweise den aufkommenden Problemen stellen und sich mit ihnen auseinandersetzen. Die Autorin hat dies fulminant gelöst! Ausdrucksstark und in wunderschöner, prächtig gestalteter Sprache erzählt die Autorin diese eindringliche Familiengeschichte. Die einzelnen Sätze sind teilweise mit Poesie versetzt und das Lesen bringt mir ungeheuren Spaß. Dieses Buch sprüht nur so vor Lieblingssätzen. Auch wenn die Stimmung zu Beginn wegen des Trauerfalls gedämpft ist, so bietet der Text auch immer wieder Momente des Schmunzelns. Herrlich unterschiedlich sind die mitspielenden Charaktere und sie sind hervorragend dargestellt. Die aufmüpfige Großnichte Carolin ebenso wie die nach außen starke Isa. Probleme scheut die Autorin nicht und sie setzt sich in brillanter Weise mit der Problematik der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg auseinander. Vertrauen, Misstrauen, Hintergehung, Liebe und Freundschaft werden intensiv von Katrin Burseg bearbeitet und hingebungsvoll in ihrer Geschichte und auf ihre Figuren umgesetzt. Eine wahre emotionale Berg- und Talfahrt bedeutet die Lektüre dieses Romans - unbeschreiblich schön! Noch ein Volltreffer im noch frühen Lesejahr 2022, dieser Roman reiht sich ein in die Liste meiner Herzensbücher! So klar vergebe ich fünf sehr wohlverdiente Sterne von fünf möglichen Sternen und spreche dem Buch meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Wer Familiengeschichten liebt, die historisch angehaucht sind und sich durchaus auch gesellschaftskritischen Fragen stellen, ist hier genau richtig. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und wurde prächtig durch das Lesen unterhalten.

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Ein Buch mit hohem Symbolgehalt über ein Kapitel deutscher Geschichte

Von: Annette Traks

19.12.2021

Kurz vor Heiligabend 1978 ist die Baumschulbesitzerinn und Matriarchin Luise von Schwan friedlich auf Schloss Schwanenholz in der Nähe von Kiel gestorben. Am 28. Dezember sitzen Familie, Freunde und Gäste in der kleinen Dorfkirche, um der Frau zu gedenken, die die Geschicke von Betrieb und Gut 50 Jahre lang erfolgreich gelenkt hat. Doch während der Trauerfeier fallen Unmengen von Schnee, die sich schnell zu hohen Verwehungen auftürmen; und in der Kirche kommt es zu einem Unfall. Der Gottesdienst wird daher abgebrochen und seine Fortsetzung auf einen anderen Tag verschoben. Mit Mühe und Not erreicht die Familie das Herrenhaus, und bevor es komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, bringt der Pastor noch eine unbekannte Frau vorbei. Es handelt sich um die 33-jährige Aimée Caroux, die später behauptet, die Tochter von Luise von Schwan und Antoine Caroux zu sein. Ihr Vater habe während des 2. Weltkriegs als Zwangsarbeiter auf dem von Schwan'schen Gut gearbeitet. Die Familie, die bislang nichts von der Existenz der jungen Frau wusste, ist ebenso überrascht wie verunsichert. Sagt sie die Wahrheit? Warum taucht sie gerade jetzt auf? Was hat sie vor? Resümee: Die Handlung des Romans spielt vor einem realen Hintergrund: Am 28.12.1978 kam es in Schleswig-Holstein ohne Vorwarnung zu einer Schneekatastrophe extremen Ausmaßes, die mit zum Teil haushohen Verwehungen einherging und die Menschen von der Umwelt abschnitt. Von dieser Wetterlage sind die Mitglieder der Familie von Schwan, die auf ihrem Stammsitz bei Kiel zusammengekommen sind, nicht nur real betroffen, sondern sie hat auch symbolische Bedeutung: Wie aus heiterem Himmel steht plötzlich unangekündigt Aimée Caroux vor der Tür und verursacht bei den Anwesenden einen Sturm der Gefühle. Es stellt sich peu à peu heraus, dass Teile der Familiengeschichte bis jetzt unter einer dicken, undurchdringlichen Schicht des Schweigens verborgen waren. Durch die Anwesenheit der jungen Frau ausgelöst, werden sie in dieser Extrem-situation, aus der es kein Entrinnen gibt, nun mühsam quasi freigeschaufelt und offengelegt. Niemand weiß, ob alle ohne – psychische und existenzielle - Blessuren aus dem Prozess hervorgehen werden. Der Leser bekommt dabei nicht nur einen Einblick in die wechselvolle Familiengeschichte, sondern auch in die deutsche Vergangenheit mit Nationalsozialismus, Krieg, Flucht und Zwangsarbeit. Die Autorin versteht es, durch ihren Schreibstil die jeweilige Stimmung unter den Beteiligten herüberzubringen – seien es Trauer, Freude, Misstrauen, Zweifel oder Anspannung. Dies geschieht vor allem, weil sie abwechselnd die einzelnen Anwesenden zu Wort kommen lässt. So fühlt sich der Leser als stiller Beobachter, dem es nie langweilig wird. Im Gegenteil: Man fragt sich, wer als Nächstes aufeinandertrifft und wie sich die Beziehungen entwickeln; vor allem aber, wie die einzelnen Familienmitglieder mit den Enthüllungen umgehen, die Vergangenheit der kürzlich verstorbenen Luise von Schwan betreffend. Werden sie Aimée schließlich akzeptieren? Wird sie einen Platz in der Familie finden? Fazit: ein Buch mit hohem Symbolgehalt über ein Kapitel deutscher Geschichte am Beispiel der Familie von Schwan

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Vita

Katrin Burseg, geboren 1971 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und Literatur in Kiel, bevor sie als Journalistin und Autorin arbeitete. Sie wuchs in einem mehr als hundert Jahre alten Bauernhaus in Schleswig-Holstein auf. Als Kind erlebte sie die Schneekatastrophe im Jahrhundertwinter 1978/1979, mit ihrer Familie war sie mehrere Tage lang eingeschneit. Diese Erinnerung inspirierte sie zu ihrem Roman »Unter dem Schnee«.

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Pressestimmen

»Eine große Saga, die getragen wird von den Themen Rivalität und Verrat, Liebe und Schuld, Heimat und Flucht.«

Hamburger Abendblatt (04. November 2021)

»Eine packende Geschichte über Verantwortung, uneingestandene Schuld und die Kraft der Vergebung.«

emotion (01. November 2021)

»Ein Roman, in dem weit mehr aufgewirbelt wird als Schnee.«

Angela Wittmann, Brigitte (19. January 2022)

»ganz großes Kino«

Ingrif Wittich, Gießener Zeitung (15. January 2022)

»Toller Plot«

bella (26. October 2021)

»Gekonnt begleitet Burseg ihre Protagonisten auf dem Weg zur Wahrheit.«

Nord-Ostsee-Zeitung (22. December 2021)

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