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Rezensionen zu
Unter dem Schnee

Katrin Burseg

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Unter dem Schnee

Von: Larima777

17.10.2021

Dieses Buch habe ich in Rekordzeit verschlungen. Es ist ein sehr bewegendes Buch, ich bin die Nachkriegsgeneration und hörte diese Geschichten immer nur von meinen Vorfahren...Vertreibung, Flucht, Kälte, Krieg, Gefangenschaft, Kriegsgefangene, Gefallene. Dieses Buch greift diese Themen auf, im Jahr 1978 als bei der Beerdigung Luise von Schwans die als Familienoberhaupt streng und moralisch das familiäre Baumschulunternehmen leitete, ein tagelanger Schneesturm über das Land fegte. Die Beerdigung mußte abgebrochen werden, die Trauergäste kämpften sich bis zum Schloß Schwanenholz vor, wo ein Leichenschmaus stattfand und da plötzlich die geheimnisvolle Aimèe auftaucht und alle Familiengeheimnisse entschleiert werden...so nach und nach denn man ist durch den Schneesturm in diesem Gemäuer gefangen bis sich jemand traut und mit dem Trecker davontuckert...

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Unter dem Schnee

Von: zitroenchen

16.10.2021

Schloss Schwanenholz im Winter 1978/1979. Die Patriarchin Luise von Schwan ist gestorben und soll beerdigt werden. Die Beerdigung wird durch einen Schneesturm unterbrochen und die Familie ist fünf Tage von der Außenwelt abgeschnitten. In dieser Zeit kommen alte Traumen und Familiengeheimnisse hoch. Die Geschichte wird in einzelnen Kapiteln aus der Sicht der Protagonisten: Carl, Johann, Isa, Klementine, Carolin und Aimée erzählt. Der Inhalt ist sehr facettenreich und interessant. Der geschichtlichen Hintergrund beschreibt die Zeit des Zweiten Weltkrieges, Zwangsarbeiter, Flucht und das Ende des Krieges. Die Geschichte war flüssig und spannend zu lesen. An manchen Stellen empfand ich die Wiederholungen zu viel. Ansonsten ein ergreifender Roman der nachdenklich stimmt.

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Genau: Facettenreich, das meine ich auch so Der Aufhänger, eingeschneite Familie,die ihre defizite klärt, ließ mich an 8 Frauen denken. Ein Kammerspiel. Und genauso war es auch. Die Familienmitglieder "kommen in jedem Kapitel einzeln" zu Wort und man kann sie sehr gut kennen lernen und sich ein Bild machen, wer wie tickt. Und das ist in dieser Geschichte auch gut so, denn sonst würde man sie nicht verstehen können. Ausserdem hat jeder auch seine Sichtweise im Umgang mit der Katastrophe und das vertieft den Charakter den man kennen lernt nur um so mehr. Also Charaktere und Story mit Tiefgang vor dem Hintergrund und mit eines historischen Ereignisses. Möglich und wahrscheinlich, dass es sich oftmals so und ähnlich zugetragen hat. Wir müssen ja nur an Familien während unserer Lockdowns denken. Historisch kommen auch andere Themen aufs Tablett, was einem noch mehr in die Seele geht beim Lesen und die Charaktere einem so nahme kommen, das man eigentlich gefühlt mit eingeschneit festsitzt. Ich habe das aber sehr gemocht und kann sagen, dass man dieses Buch immer lesen kann, auch im Sommer, denn es lebt nicht von einer Atmosphäre Cozy Style, sondern von den Protagonisten. 6 Menschen die immer wieder zu Wort und Tat kommen. Und auch Familiengeheimnisse kommen ans Tageslicht, mal mehr mal weniger. Wie es für die Familie ausgeht (ob örtlich oder die Familienband) sage ich natürlich nicht, aber der Weg, den man dort mit ihnen geht beim Lesen ist sogar lehrreich, bewegt vielliecht zum Umdenken in den eigenen Familien. Könnte sein. Spannung, ja. in vielerlei Hinsicht, aber definitiv wieder ein so tiefgründiges Buch, was man selsbt erleben muss - richtig...nicht nur lesen sondern erleben. © printbookaholic Stephanie Jones

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Schloss Schwanenholz, Ende Dezember 1978 - lang gehegte Familiengeheimnisse, die zutage kommen während einer Schneekatastrophe. Donnerstag, 28. Dezember 1978 - wir befinden uns irgendwo in Schleswig-Holstein an der Ostsee. Gerade noch saß Luise Gräfin Schwan beim Abendtee in ihrem Ohrensessel doch nun ist verstorben. Friedlich eingeschlafen. Das Buch beginnt mit der Trauerfeier der Gräfin, zu der all ihre Verwandten, Bekannten aber auch Mitarbeiter erschienen sind. Allerdings steht das letzte Geleit unter keinem guten Stern. Nicht nur der dort aufgestellte Weihnachtsbaum sondern auch der Pfarrer erleben eine im wahrsten Sinne des Wortes „mitreißende“ Trauerfeier und das nicht genug: während in der Kirche der toten Gräfin gedacht wird, braut sich draußen ein Schneesturm zusammen, der alle anwesenden Verwandten dazu zwingt, die kommenden Tage auf Gut Schwanenholz zu verbringen. Diese unfreiwillige Nähe bringt Geheimnisse und lang verschwiegene Wahrheiten an die Oberfläche, die eventuell nicht zuletzt auch mit der mysteriösen Unbekannten zusammenhängen, die plötzlich vor der Tür des Anwesens steht. Neben den Familiengeheimnissen, die es über 30 Jahre galt, zu bewahren, spielt auch das Thema „Zwangsarbeiter“ eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Hat die Gräfin etwa in der Vergangenheit in ihrem Baumschulbetrieb Zwangsarbeiter beschäftigt? Das Buch wird abwechselnd aus Sicht aller Protagonisten erzählt - wer sich zunächst mit den Verwandtschaftsgraden etwas überfordert fühlt, der kann am Ende des Buches einen Stammbaum zu Rate ziehen. Der Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, was nicht zuletzt auch an dem ständigen Perspektivwechsel der Protagonisten lag. Alles allem war es aber ein gutes Buch, das - gerade jetzt in der kälteren Jahreszeit - wunderbar passte. Wer Lust auf eine Familiengeschichte mit ein bisschen geschichtlichem Hintergrund hat, der wird hier nicht enttäuscht.

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Schneeland

Von: Mechthild

13.10.2021

Mich hat der Roman begeistert. Die dramatische Schneekatastrophe wurde wundervoll beschrieben. Man kann sich geradezu hineinversetzen. Mit so viel Spannung vollgepackt man möchte das buch nicht aus der Hand legen. Fünf Tage, in denen eine Familie mit verborgenen Wahrheiten konfrontiert wird.

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Wow

Von: Claudia

12.10.2021

Ich finde das Buch sehr gut geschrieben und es hat lange gedauert bis ich es weg gelegt habe. Und innerhalb ein paar Tage hab ich das ganze Buch durch gehabt und würde es wieder lesen.

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Die Geschichte beginnt 1978 mit der Beerdigung von Luise von Schwan, die über 50 Jahre lang die Baumschule auf dem Gut an der Ostsee geleitet hat. Da während der Trauerfeier ein Schneesturm über das Land fegt , wird diese abgebrochen und die Gutsbewohner schaffen es gerade noch auf ihr Anwesen zurück, bevor sie für Tage von der Außenwelt abgeschnitten werden. Im Mittelpunkt stehen in den folgenden Tagen , Klementine, die Schwester der Verstorbenen, ihre beiden Söhne Carl und Johann, sowie dessen Tochter Carolin, Isa die Köchin und gute Seele des Hauses, sowie Aimee, die vermutlich uneheliche Tochter Luises. In 51 Kapiteln, die immer aus der Perspektive von einem der 6 Hauptfiguren erzählt wird entwickelt sich nun die Geschichte. Es werden tragische Ereignisse, die kurz vor Kriegsende passiert sind , die über die Jahre verdrängt, aber nie verarbeitet wurden, an die Oberfläche geholt. So erklärt sich einem im Laufe des Buches warum die Beziehung zwischen den beiden Schwestern und auch den beiden Brüdern so konfliktbeladen ist. Der Schreibstil der Autorin die Geschickte aus verschiedenen Blickwinkeln zu beschreiben hat mir gut gefallen. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann das Buch weiterempfehlen.

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Der Roman Unter dem Schnee von Katrin Burseg spielt zur Jahreswende 1978/79, als Norddeutschland unter Schneemassen begraben wurde. Die angesehene Unternehmerfamilie von Schwan ist zur Beerdigung der Gräfin zusammengekommen und sitzt aufgrund des massiven Wintereinbruchs zusammen auf Schloss Schwanenholz fest. Dieses extreme Aufeinanderhocken und "gefangen" sein, bringt die unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Protagonisten zum Vorschein. Als dann auch noch ein Überraschungsgast aus Frankreich eintrifft, scheint sich die Situation bis ins Unermessliche zu steigern. Wer ist diese Frau? Welches Geheimnis hat die Gräfin versucht, zu hüten? Fünf Tage, in denen die Familie Zeit hat, das Schweigen zu beenden und verborgene Wahrheiten aufzudecken. Das Cover und der Schreibstil sind großartig. Das Schneechaos und die Aufteilung der Geschichte auf die einzelnen Tage und Personen hat mich gleich angesprochen und gefesselt. Die herrschende Stimmung ließ mich immer wieder erschaudern, trotz allem konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die verschiedenen Protagonisten haben mich sofort dazu verleitet, diese als sympathisch oder weniger angenehm, einzustufen. Mein persönliches Fazit: Unter dem Schnee ist ein sehr gelungenes Buch und ein super Lesevergnügen!

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