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Vier Freunde auf einer entlegenen Insel, aber nur drei kehren zurück.

Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und wird zu einer abgelegenen Insel geschickt. Was ist dort in dem Haus geschehen, das von der Bevölkerung als das isolierteste Haus Islands bezeichnet wird? Huldas Ermittlungen kreuzen Vergangenheit und Gegenwart – und plötzlich ist sie einem Mörder auf der Spur, der möglicherweise nicht nur ein Leben auf dem Gewissen hat …

»Fortsetzung von "Dunkel", weltbester Island-Krimi.«

Brigitte (15. July 2020)

Aus dem Englischen von Kristian Lutze
Originaltitel: DRUNGI
Originalverlag: Bjartur Veröld
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-25170-3
Erschienen am  13. July 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die HULDA Trilogie

Rezensionen

Was ist wirklich vor zehn Jahren geschehen?

Von: Alexa K. aus Bad Oeynhausen

16.02.2021

Zum Buch: Vier Freunde treffen sich nach fast zehn Jahren das erste Mal wieder und wollen ein Wochenende auf einer völlig abgeschiedenen Insel verbringen. Aber es kommen nur drei Freunde zurück… Mehr durch Zufall übernimmt die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir die Ermittlungen und stößt dabei auf einen Todesfall von vor zehn Jahren, der irgendwie mit dem aktuellen Fall zusammenzuhängen scheint… Meine Meinung: Ich hätte nicht gedacht, dass mich der zweite Teil noch begeisterter zurücklässt als der erste Teil! Von Anfang an ist das Buch mega-spannend! Die kurzen Kapitel schwenken immer hin- und her aus der Sicht der Freunde, dann wieder zurück in die Vergangenheit und Huldas Geschichte kreuzt immer mal wieder. Da alle drei Stränge für sich sehr einnehmend sind, möchte der Leser natürlich schnell wissen, wie alles zusammenhängt! Der Schreibstil von Ragnar Jónasson ist richtig gut zu lesen und ich finde, er versteht es prächtig, uns die Schönheit, aber auch die Einsamkeit von Islands Natur rüberzubringen! Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, so dass man später genau weiß, wer wie tickt. Besonders Hulda, unsere Hauptprotagonistin, hat einen Charakter, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob ich sie mag oder bewundere. Ihre Hartnäckigkeit, mit der sie oft aneckt, bringt sie aber auch immer zum Ziel. Und ihre persönliche Geschichte hat mich in diesem Teil auch wieder sehr berührt. Man sollte aber trotzdem den ersten Teil gelesen haben, sonst entgehen einem wirklich viel Informationen und auch Emotionen von Hulda. Ich freue mich nun auf den dritten und letzten Teil und frage mich, ob die Geschichte noch zu toppen ist… Mein Fazit: Von mir gibt es volle Punktzahl und eine ganz klare Leseempfehlung! Das Leben von Hulda Hermannsdóttir und das auch noch rückwärts gelesen sollte man sich nicht entgehen lassen! Ein sehr spannendes Buch, welches ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe!

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Eine gelungene Fortsetzung

Von: eschenbuch

16.12.2020

Inhalt: 1987: Zwei Liebende verbringen ein einsames Wochenende in Islands Westfjorden. Doch nur eine Person kehrt zurück. Der Fall wird zügig von Huldas Kollegen aufgeklärt. Doch 10 Jahre später ereignet sich ein weiterer Mord auf der nur für Jagdausflüge genutzten Insel Elliðaey. Dieser Fall weist Bezüge zum ersten Fall von 1987 auf, sodass Hulda den alten Fall nochmal aufrollt und zu einem ganz anderen Ergebnis kommt. Persönliche Meinung: „Insel“ ist der zweite Band der rückwärts erzählten Trilogie um die isländische Kommissarin Hulda. Hulda tritt allerdings (von einzelnen Einsprengseln abgesehen) vergleichsweise spät auf die Handlungsbühne. Der Fokus liegt im ersten Drittel verstärkt auf der Beziehung der beiden Liebenden, ihrem Ausflug in die Westfjorden und die schroffe Landschaft Islands. Die letzten beiden Drittel thematisieren ausführlicher das Privatleben Huldas und ihre Ermittlungen im neuen Fall. Hulda tritt – wie schon in „Dunkel“ – als überaus tragische Figur auf. Die Tragik ihrer Geschichte wird insofern weitergesponnen, als dass die Leser*innen noch weitere unglückliche Facetten ihrer Vergangenheit kennenlernen. Das Tragische ist dabei allerdings nicht unglaubwürdig übersteigert, sondern fußt gewissermaßen im Alltag und ist dadurch authentisch. Dies gilt für den ganzen Fall: Die potentiellen Täter*innen sind realistisch gezeichnete Alltagsmenschen, die Tat ist nicht sonderlich blutig oder brutal, der Fall vergleichsweise wendungsarm (und dadurch realistischer), die Beweggründe, die zur Tat führen, (bis zu einem gewissen Grad) verständlich. Der Täter ist hier kein kriminelles Mastermind, sondern der Mensch von nebenan, der temporär vom Pfad der Tugend abweicht. Auch die Erzählweise ist nicht reißerisch: Huldas Schicksal und die beiden Fälle werden anschaulich, aber sachlich erzählt. Der „Thrill“ wird so auch weniger durch die Grausamkeit des Falls oder die Exorbitanz der Täterfigur erzeugt, sondern durch die Alltäglichkeit des Falls, der gewissermaßen aufzeigt, dass auch die „normalen“ Menschen (unter bestimmten, ungünstigen Konstellationen) das Potential besitzen, zu Mördern zu werden. Dieser subtile „Thrill“ speist sich außerdem aus den Beschreibungen der Natur Islands, die mit ihrer Schroffheit, Einsamkeit und Verlassenheit eine latente Bedrohlichkeit ausstrahlt. Insgesamt ist „Insel“ eine gelungene Fortsetzung, die die Grundstimmung, die in „Dunkel“ angestoßen wurde, schön weiterspinnt.

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Vita

Ragnar Jónasson, 1976 in Reykjavík geboren, ist Mitglied der britischen Crime Writers‘ Association und Mitbegründer des »Iceland Noir«, dem Reykjavík International Crime Writing Festival.
Seine Bücher werden in 21 Sprachen in über 30 Ländern veröffentlicht und von Zeitungen wie der »New York Times« und »Washington Post« gefeiert.
Ragnar Jónasson lebt und arbeitet als Schriftsteller und Investmentbanker in der isländischen Hauptstadt. An der Universität Reykjavík lehrt er außerdem Rechtswissenschaften. Die preisgekrönte »Hulda-Trilogie« erscheint bei btb erstmals auf Deutsch.

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Pressestimmen

»Hulda Hermannsdóttir - eine sympathische Heldin«

NDR Kultur (20. July 2020)

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