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Die Alster-Schule - Zeit des Wandels

Roman

Die Alster-Schule - Zeit des Wandels
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Eine neue Art von Schule. Eine neue Art zu lernen. Eine neue Art zu denken und zu fühlen. Bis dunkle Wolken aufziehen und sich eine junge Lehrerin zwischen Anpassung und Widerstand entscheiden muss ...

Hamburg 1931: Ein neuer Geist weht durch die Schulen der Weimarer Republik. Wo einst der Rohrstock regierte, erobern sich die Schüler den Stoff nun mit Kopf, Herz und Hand. Felicitas, die gerade eine neue Stelle als Lehrerin angetreten hat, ist beseelt von den Idealen der Reformpädagogik. Auch Sportlehrer Emil scheint ein Verbündeter zu sein, ist er doch heimlich in sie verliebt. Doch das bürgerliche Leben, das er anstrebt, scheint mit Felicitas' Freiheitswillen nicht vereinbar. Ganz anders sieht es bei ihrer Freundin Anneliese aus, die alles daransetzt, Emil für sich zu gewinnen. Während Annelieses und Emils aufkeimende Zuneigung einen Keil zwischen die Freundinnen treibt, ziehen auch am Horizont der Geschichte dunkle Wolken auf: Die Nazis ergreifen die Macht, und auf dem Schulhof weht die Hakenkreuzfahne. Felicitas und ihre Kollegen müssen eine Entscheidung treffen: Wollen sie zum Dienst am Führer erziehen? Oder ihren Idealen treu bleiben?

»Für ihre neue Buchreihe über die Hamburger Alster-Schule (…) taucht die gebürtige Linzerin tief in die Geschichte der Hansestadt und die Herzen der Menschen ein.«

Tina (07. July 2021)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-26392-8
Erschienen am  21. June 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Lehrerin von Hamburg

Rezensionen

Lehrer in dunklen Zeiten

Von: Philiene

24.06.2021

Es gibt viele Romane die sich mit der Zeit des dritten Reiches auseinander setzen. Besonders interessant sind immer die, die uns Leser in die Welt der Bevölkerung blicken lassen. Das Thema Schule habe ich bisher nur am Rande dieser Geschichten erlebt, denn jedes Kind geht ja nunmal zur Schule. In diesem Roman geht es um den Alltag in einer Schule, um die Lehrer und den Wandel im Unterricht. Es wird die Zeit von 1930 bis 1939 behandelt. Zu Anfang des Buches ist die Alsterschule eine Reformschule, neue Lehrmethoden werden praktiziert. Die Schüler werden nicht mehr geschlagen, im Sport wird nicht gekämpft, Jungen und Mädchen werden gleich behandelt und die Religion und Herrkunft von Lehrern und Schülern ist egal. Doch nach und nach ändert sich alles. Die Regierung nimmt immer mehr Einfluss auf den Schulalltag und man merkt schnell was das Ziel dieses Unterrichts ist. Diese Einblicke fand ich sehr interessant. Selbst Matheaufgaben waren politisch geprägt. Der Druck auf die Lehrer stark und man kann aus heutiger Sicht nur mit dem Kopf schütteln. Neben der Schule spielt die Lehrerin Felicitas eine zentrale Rolle, sie beginnt 1930 an der Alsterschule und will sich nicht unterkriegen lassen. An der Schule lernt sie Emil kennen und verliebt sich in ihn, doch auch ihre Freundin Anneliese hat Intresse an Emil. Am Anfang des Romanes wird sehr viel über diese Geschichte erzählt und ich muss sagen, das ich das teilweise etwas langatmig fand. Doch je länger ich gelesen habe, umso mehr hat mich die Geschichte mitgerissen. Ich mag an Julia Kröhns Büchern besonders ihre Figuren. Keine von ihnen ist einfach nur sympathisch, im Gegenteil manchmal sind die einem regelrecht unsympathisch. Aber dann haben sie auch wieder Momente in denen sie über sich hinauswachsen. Andere bleiben einfach wie sie sind. Ich mag das sehr. Im echten Leben ist doch auch niemand nur nett. Jeder hat auch schlechte Angewohnheiten und lässt die auch Mal raus. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und freu mich auf den zweiten Teil.

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Eine Zeit der Angst

Von: leseratte1310

21.06.2021

Hamburg 1931: Felicitas Marquardt will in Hamburg ihre erste Stelle als Oberlehrerin antreten. Sie will ihre Schüler für das Lernen begeistern. Daher ist sie von der Reformpädagogik überzeugt, welche die Kinder abholt und bestärkt, statt ihnen den Stoff einzubläuen. Doch sie übersteht ihren ersten Unterrichtstag nicht. Sie bittet ihren Freund Emil um Hilfe und kommt so an die Alster-Schule. Hier kann sie aufatmen. Doch die Zeiten ändern sich und die Nazis bestimmen nun auch an ihrer Schule. Die Lehrer müssen sich entscheiden, ob sie ihren Idealen treu bleiben oder ob sie die Konsequenzen tragen. Auch Felicitas‘ beste Freundin Anneliese, die als Hauswirtschaftslehrerin unterrichtet, sorgt für Konflikte, weil sie sich in Emil verliebt. Julia Kröhn hat einen mitreißenden Schreibstil, und die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. In der Zeit der Weimarer Republik war es üblich, dass Schüler gezüchtigt werden. Die Angst war an den Schulen stets gegenwärtig. Durch die Reformpädagogik wehte ein frischer Wind durch die Schulen, der aber bei den Meisten nicht gut ankam. Auch in den Schulen, wie die Alster-Schule, waren längst nicht alle Lehrer von diesen Methoden überzeugt. Doch unter den Nazis wurde es noch schlimmer. Die Jungen sollten zu Soldaten erzogen und ausgebildet werden, die Mädchen sollte auf ihre Rolle als Mutter vorbereitet werden, um so Nachwuchs für das Heer heran zu ziehen. Felicitas mit ihren Überzeugungen eckt natürlich an, aber auch sie muss bald erkennen, dass sie keine Chance hat. Ich konnte mit ihr fühlen, wenn die Wut in ihr hochkam, die sie aber unterdrücken musste. Sie schöpft Kraft beim Tanzen. Emil ist ein Mensch, der keine Gefühle zeigen will. Felicitas nennt ihn „Zinnsoldat“. Doch etwas zieht ihn zu ihr, aber er will es nicht wahrhaben, doch deckt er Felicitas immer wieder. Anneliese war immer für Felicitas da. Sie ist eine naive Person mit einem festgelegten Rollenbild. Das Ziel ihrer Träume ist es, eine Familie zu haben. Daher passt sie eigentlich so gar nicht zu der lebensfrohen Felicitas. Obwohl ich Felicitas gleich mochte, so war meine Lieblingsfigur doch der stille und bücherverrückte Levi. Aber auch Paul und Helene Löwenhagen haben mir imponiert. Dagegen war mir Dr. Waldemar Grotjahn sehr unsympathisch und seine Frau Carin fand ich mit ihrer übergriffigen Art sogar noch schlimmer. Dieser Roman spielt in einer furchtbaren Zeit. Innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums verändert sich Deutschland und das Leben der Menschen in einer drastischen Art. Meinungen werden unterdrückt und Menschen zu Denunzianten gemacht, weil die Angst regiert. Ich habe mitgelitten und Ängste ausgestanden. Diese Geschichte ist nicht leicht wegzustecken, aber mir hat der Roman gut gefallen und ich bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

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Vita

Die große Leidenschaft von Julia Kröhn ist nicht nur das Erzählen von Geschichten, sondern auch die Beschäftigung mit Geschichte: Die studierte Historikerin veröffentlichte – teils unter Pseudonym – bereits zahlreiche Romane. Nach ihrem großen Erfolg, »Das Modehaus«, ein Top-20-SPIEGEL-Bestseller, und ihrem hochgelobten Riviera-Zweiteiler folgt nun die nächste opulente Saga vor schillernder Kulisse. Darin lässt die Tochter zweier Lehrer, die selbst auch Lehramt studiert hat, viele ihrer eigenen Schulerfahrungen mit einfließen.

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