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Hera Lind

Mit dem Rücken zur Wand

Roman nach einer wahren Geschichte

Bestseller Platz 43
Spiegel Taschenbuch Belletristik

Taschenbuch
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Sara ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder. Als sie überraschend das Haus ihrer Großmutter erbt, könnte sie aufatmen, wäre da nicht ihr Vater im Nachbarhaus, der ihre Kindheit zur Hölle werden ließ. Er war gewalttätig. Gegen Sara und ihre Mutter. Jahre sind seitdem vergangen, und weil es finanziell eng ist, bezieht Sara mit ihrer Familie das Haus. Doch der Vater nebenan wird wieder zur Gefahr. Diesmal lässt Sara sich seine Attacken aber nicht mehr gefallen. Sie ist erwachsen. Und sie hat einen Plan ...


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 496 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-29229-1
Erschienen am  13. December 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Erschreckend, packend, lesenswert!

Von: gaby2707

06.04.2022

Sara Müller hat vor einem Jahr nicht nur ihre Mutter an den Krebs verloren. Ihr Mann kam bei einem Autounfall ums Leben. Nun ist auch noch ihre geliebte Großmutter verstorben. Die hat Sara ihr Haus in Pützleinsdorf vererbt. Aber dieses Haus grenzt an das Haus ihres Vaters Heinz, ihr Elternhaus, aus dem sie vor vielen Jahren geflohen ist. Soll sie nun dort neben am Mann, der sie gedemütigt und verprügelt hat, so lange sie zurück denken kann, mit ihren beiden kleinen Kindern einziehen? In der Hoffnung, dass sich ihr Vater vielleicht im Laufe der Jahre geändert hat, wagt sie den Umzug. Aber sie hat sich schwer getäuscht. In den vergangenen Wochen habe ich die Autorin Hera Lind immer mal wieder in Talkshows gesehen und über ihr neues Buch reden hören. Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Und ich habe es nicht bereut. Gerade in Zeiten von Corona liest man immer wieder Artikel über häusliche Gewalt. Es aber hier von einer direkt Betroffenen zu lesen ist nochmal grausamer und erschreckender. Weil ich fast mittendrin bin und nicht nur als Zuschauer am Zaun stehe. Was ich bei den Schilderungen von Sara aus ihrer Kindheit und auch als sie mit ihren Kindern im Haus ihrer Oma lebt zu lesen bekomme ist schon extrem hart und kaum zu glauben. Was für mich auch so schwer zu begreifen ist, dass ihr Vater, von dem die meisten Dorfbewohner wissen, wie er tickt, mit allem durchkommt; sie von niemandem Hilfe zu erwarten hat. Sogar die Polizei, bei der ihr Vater durch verschiedenste Delikte aktenkundig ist, macht ihr keine Hoffnung. Das hat mich beim Lesen immer wieder fassungslos werden und an unserem Rechtssystem zweifeln lassen. Da kann ich Sara sehr gut verstehen, dass sie selbst handelt, einen Plan schmiedet, wie sie dem Monster nebenan entkommen kann – und dafür dann vor Gericht gestellt wird. Die Geschichte, die Sara erlebt hat, braucht keine Spannung erzeugenden Zusätze. Sie ist an sich so spannend und aufwühlend, dass ich hier und da mal eine Pause machen musste, um das alles zu verdauen. Auch das Nachwort der Autorin und der Protagonistin Sara finde ich sehr interessant und aufschlussreich. Beide Darstellungen runden den Roman sehr gut ab. Eine Geschichte, die zeigt, mit wie viel Angst, Verzweiflung, Demütigung, Zorn und Wut diese junge Frau umgehen musste. Bis zu dem Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens - versuchter Mord bzw. Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung. Wie es dazu kommt und wie es ausgeht, lest ihr hier in diesem packenden Roman von Hera Lind. Ich möchte diesen Roman absolut empfehlen.

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Erschütternd

Von: Sarah

21.03.2022

Sara’s Kindheit ist von Gewalt geprägt. Mir 13 schafft sie es, sich daraus zu befreien. Jahre später ist sie selbst Mutter, verliert innerhalb kürzester Zeit ihren Mann, die Mutter, sowie die Großmutter und zieht auf Grund finanzieller Probleme in das Haus ihrer Oma, welches sich genau neben dem ihres Vaters befindet. Alsbald beginnt der Vater sie wieder, erst verbal, später auch körperlich anzugreifen. Die Auseinandersetzung schaukelt sich hoch und Sara wehrt sich, auf eine sehr unkonventionelle Weise. - Die Geschichte um Sara hat mich sehr mitgenommen. Die Schilderungen ihrer Missgandlungen durch den Vater sind sehr detailliert und man fragt sich oft, wieso ein Mensch dies seiner eigenen Tochter antun kann, aber auch, wieso sie sich alles, vor allem als Erwachsene gefallen lassen hat. Es ist beängstigend, dass die gesamte Dorfgemeinschaft weiß und wusste, was bei ihr zu Hause passiert und dass niemand eingreift. Auch die Polizei macht nichts, sodass sich Sara letztendlich zu einem drastischen Schritt entscheidet, der sie vor Gericht bringt. Auch wenn ich kein Verfechter von Gewalt bin und es auch nicht gut finde auf Gewalt mit Gegengewalt zu reagieren, so kann ich Sara dennoch verstehen. Die Geschichte zeigt auf erschreckende Weise, dass unsere Justiz im Hinblick auf häusliche Gewalt, zu wenig Handlungsspielraum hat und so hart das klingt, oft auch versagt und die Opfer auf sich gestellt sind. - Die Autorin hat es sehr gut geschafft, die Erfahrungen von Sara in Worte zu packen und trotz des heftigen Inhalts dafür zu sorgen, dass man weiterlesen möchte. Was mir allerdings ganz eindeutig fehlt, ist eine Triggerwarnung, denn der Klappentext lässt nicht darauf schließen, dass hier so ins Detail gegangen wird.

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Vita

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Seit einigen Jahren schreibt sie ausschließlich Tatsachenromane, ein Genre, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Mit diesen Romanen erobert sie immer wieder die SPIEGEL-Bestsellerliste. Zuletzt stieg »Die Hölle war der Preis« direkt auf Platz 1 ein, gefolgt von »Die Frau zwischen den Welten« und »Grenzgängerin aus Liebe« jeweils auf Platz 2. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

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