Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Die Bücher des Monsieur Picquier

Roman

(6)
TaschenbuchNEU
10,00 [D] inkl. MwSt.
10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Eine bezaubernde Hommage an die Literatur und die Freundschaft

„Der alte Buchhändler“ – so nennen ihn die Pfleger hinter vorgehaltener Hand. Denn Monsieur Picquiers winziges Zimmer im Seniorenheim ist vollgestopft mit Tausenden von Büchern. Sie sind seine Schätze, sein wertvollster Besitz. Doch Parkinson und Grüner Star machen es ihm unmöglich, darin zu lesen. Da bietet sich eines Tages der Hilfskoch Grégoire als sein Vorleser an. Ihm ist alles recht, um für eine Zeitlang dem harten Dienst in der Küche zu entgehen. Was als Zweckgemeinschaft beginnt, wächst rasch zu einer engen Freundschaft, die Picquier aus seiner Einsamkeit erlöst und Grégoire den Mut gibt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Ursula Held
Originaltitel: Gregoire et le vieux libraire
Originalverlag: Albin Michel
Taschenbuch, Klappenbroschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42388-6
Erschienen am  12. July 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Marc Roger – Die Bücher des Monsieur Picquier

Von: Renas Wortwelt

28.07.2021

Wenn ein kultivierter, belesener ehemaliger Buchhändler und ein 18-jähriger ungelernter Hilfsarbeiter aufeinandertreffen, erwartet man eher keine innige Freundschaft zwischen ihnen. Doch genau diese entwickelt sich, als der junge Grégoire, als Hilfskraft in der Küche eines Seniorenheims tätig, dem alten Mann begegnet. Das Zimmer von Monsieur Picquier ist voller Bücher, die er aus seiner Buchhandlung rettete, als er diese schließen musste. Seine Parkinson-Erkrankung macht es ihm unmöglich, noch darin zu lesen. So bittet er Grégoire, ihm vorzulesen. Auf diese Weise lernt der junge Mann die Welt der Bücher kennen und Monsieur Picquier kämpft für Grégoire, der von manchem Kollegen heftig drangsaliert wird. Die Beiden organisieren schließlich sogar Lesungen für alle Heimbewohner zu Weihnachten, sie feiern gemeinsam Silvester. Und Grégoire lernt eine junge Frau kennen, die ihn in die Liebe einführt. Nach und nach öffnet sich der alte Herr und erzählt dem Jungen aus seiner Vergangenheit. Als Homosexueller hatte es Monsieur Picquier nicht leicht, seine Eltern verstießen ihn und er hat viel durchgemacht im Laufe der vielen Jahre. Dennoch quält er sich nun am Ende seines Lebens mit dem Gedanken, das wahre Leben den Büchern zuliebe hintangestellt zu haben. Dem gegenüber steht Grégoires bislang wenig ereignisreiches Leben mit seiner Mutter, einer bescheidenen Näherin. Schließlich äußert Monsieur Picquier eine große Bitte, die Grégoire einiges abverlangt und sein Leben verändern wird. All das erzählt Marc Roger in seinem Debütroman mit ruhiger Feder. Es wird reichlich philosophiert, geplaudert, aus Literatur zitiert. Man merkt, dass der Autor eine große Affinität zu Büchern hat. Die Figuren, neben den Protagonisten auch die Heimbewohner und die Mitarbeiter dort, sind mit großem Einfühlungsvermögen gezeichnet, die langsame Entwicklung der Freundschaft zwischen den ungleichen Männern ist nachvollziehbar beschrieben. Doch war der Roman für meinen Geschmack etwas zu betulich, etwas zu ruhig. Ein wenig mehr Handlung hätte nicht geschadet, hätte meines Erachtens den Zauber der Geschichte nicht getrübt. So war der Roman streckenweise etwas langatmig, um nicht zu sagen langweilig. Darüber konnte auch die fast poetische Sprache nicht ganz hinwegtrösten. Marc Roger – Die Bücher des Monsieur Picquier aus dem Französischen von Ursula Held Heyne, Juli 2021 Taschenbuch, 252 Seiten, 10,00 €

Lesen Sie weiter

Eine Hommage an die Welt der Literatur

Von: leilanis_books

25.07.2021

„Bücher bewegen etwas in unserem Inneren..“ Buddyread mit Lisa@gedankenlabor „Es kommt von weither und darf nicht aufhören. Die Literatur beginnt immer wieder von Neuen. Ihr Abenteuer wird dich am Ende mitreißen.“ Was „Eleonore von Aquitanien“ mit einem liebenswerten alten Buchhändler und seinem 18jährigen Pfleger gemeinsam haben, das gilt es in diesem Buch zu entdecken. „Lass mich dir ein großes Geheimnis verraten Die Zeit bist du Die Zeit ist Frau Ihr sollt Man den Hof machen, Man soll zu ihren Füßen knien Die Zeit wie ein Kleid das ausgezogen werden will…“ „Der alte Buchhändler“ – so nennen ihn die Pfleger hinter vorgehaltener Hand. Denn Monsieur Picquiers winziges Zimmer im Seniorenheim ist vollgestopft mit Tausenden von Büchern. Sie sind seine Schätze, sein wertvollster Besitz. Doch Parkinson und Grüner Star machen es ihm unmöglich, darin zu lesen. Da bietet sich eines Tages der Hilfskoch Grégoire als sein Vorleser an. Monsieur Picquier musste sich damals unter 30.000 Büchern seiner Buchhandlung für 3.000 Bücher entscheiden die er mit ins Seniorenheim nehmen konnte. Wir alle die Bücher so sehr lieben, können uns vorstellen wie schwer die Wahl wohl sein mochte, und so findet ich an seiner Zimmertür ein Zitat von Victor Hugo „Pauca Meae – das wenige, das mir von ihr bleibt“ Wir begleiten nun Monsieur Picquiers und seinen Schützling Grégoire der durch ihn die Macht der Worte, die Welt der Bücher kennenlernen darf. „Chaque enfant qu’on ensigne Est un homme qu’on gagne.- Mit jedem Kind, das man unterrichtet, gewinnt man einen Menschen (Victor Hugo) …“ Ich kann dieses Buch nur jedem bibliophilen Menschen ans Herz legen, es geht um die Liebe zum geschrieben Wort, aber auch um die Liebe zur Musik, um Freundschaft und Vertrauen. Dies ist ein wahres Herzensbuch, das in meinen Bucholymp einziehen darf.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Marc Roger tritt als Vorleser auf und organisiert Lesungen in Buchhandlungen und Bibliotheken in ganz Frankreich. 2014 erhielt er den Coup de Cœur des Grand Prix Livres Hebdo für seine herausragende Rolle als Literaturvermittler. »Die Bücher des Monsieur Picquier« ist sein erster Roman.

Zur Autor*innenseite